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4G: Vodafone schlägt Allianz gegen Funklöcher vor

Vodafone Deutschland will zusammen mit der Telekom und Telefónica alle Funklöcher schließen. Bei 5G ist Vodafone gegen einen Ausschluss von Huawei und will stattdessen härtere Kontrollen für alle.

Artikel veröffentlicht am ,
Vodafone-Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter
Vodafone-Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter (Bild: Vodafone Deutschland)

Vodafone will in Deutschland eine Allianz gegen Funklöcher bilden. Er wünsche sich eine Ausbauallianz von Vodafone, Deutscher Telekom und Telefónica gegen weiße Flecken, sagte Vodafone-Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter im Gespräch mit der Welt am Sonntag. Sein Vorschlag: "Wir drei Netzbetreiber, die wir wirklich in Deutschlands Infrastruktur investieren wollen, teilen uns die Flecken auf. Jeder baut dann ein Drittel davon aus", sagte er.

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Dann würde einer die Mobilfunkstation bauen, und alle drei Netzbetreiber könnten Antennen dort installieren. Eine zusätzliche öffentliche Förderung würde ebenfalls helfen. "Es geht ja oft um abgelegene Regionen, bei denen es auch ein politisches Interesse gibt, dass dort ausgebaut wird."

Nationales Roaming schließe kein einziges Funkloch. Dies könne nur durch neue Mobilfunkmasten geschehen. "Durch nationales Roaming wird da nichts besser, nur noch schlechter", sagte Ametsreiter.

Vodafone: Kein schneller Ausbau von 5G möglich

Einen schnellen Ausbau der 5G-Netze erwartet der Vodafone-Chef nicht. "Es braucht acht bis zwölf Jahre, um mit einem neuen Netz eine gute Abdeckung zu erreichen", sagte Ametsreiter. Nicht jeder Nutzer in ländlichen Regionen brauche zudem zu Beginn 5G. In vielen Fällen würde das bisherige LTE-Netz ausreichen. Jedes Netz müsse sich entwickeln.

Der Vodafone-Deutschland-Chef warnt außerdem davor, chinesische Netzwerkausrüster wie Huawei vom Bau der neuen 5G-Mobilfunknetze auszuschließen. "Der Netzausbau in Deutschland würde teurer werden, und er würde erheblich länger dauern, möglicherweise sogar zwei oder drei Jahre", sagte Ametsreiter. "Ich fände es besser, wenn wir eine europäische Lösung finden würden, die alle Ausrüster mit einschließt - und nicht nur bestimmte diskriminiert."

Dafür brauche man strengere Kontrollen und unabhängige Prüfinstitute für alle Hersteller "und knallharte Konsequenzen, wenn tatsächlich Datenmissbrauch oder Sabotage stattfinden", sagte er.

"So müssten dann überführte Unternehmen die Investitionen der vergangenen fünf Jahre zurückerstatten, und zwar in allen Ländern." Man käme so auf Summen von 20 bis 30 Milliarden Euro. "Das kann präventiv wirken", erklärte Ametsreiter. Eine solche Regelung müsste aber für US-amerikanische, europäische und chinesische Ausrüster gleichermaßen gelten. Für einen generellen Ausschluss vom Netzausbau, wie aus den USA gegen Huawei gefordert, müsse es Beweise geben. "Derzeit wird die Diskussion leider frei von Fakten geführt."



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Mastercontrol 25. Feb 2019 / Themenstart

habe vor 10 Jahren gesagt ohne das wir ein Provider übergreifendes Mobilfunknetz bekommen...

Kommentator2019 25. Feb 2019 / Themenstart

Lieber nochmal SAE (J3016) nachlesen! ;)

mark.wolf 25. Feb 2019 / Themenstart

scheuen die Telkos das nationale Roaming zum Vorteil der Kunden aber zum vermentlichen...

luzipha 24. Feb 2019 / Themenstart

Danke für die Richtigstellung. Da haben wir jedenfalls die Antwort.

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