4G und 5G: Telefónica zieht Bilanz für den Netzausbau

Telefónica hat im vergangenen Jahr auf rund 14.000 Kilometern Bundesstraßen, Autobahnen und Schienen neue Mobilfunkstandorte errichtet oder für 5G ausgebaut. Das gab der Netzbetreiber am 14. Februar 2024 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Die genannten 14.000 Kilometer wurden neu mit 5G ausgeleuchtet.
Telefónica-Sprecher Florian Streicher sagte Golem.de auf Anfrage: "Wir haben im vergangenen Jahr 8.200 Kilometer Bundesstraße, 1.500 Kilometer Autobahn und 4.500 Schienenkilometer neu mit 5G versorgt. Durch diese und weitere 5G-Ausbaumaßnahmen erreichen wir mittlerweile bereits rund 95 Prozent der Bevölkerung mit 5G."
Rund 3.000 Standorte hat Telefónica im Jahr 2023 um 5G erweitert. Im Jahr 2023 hat O2 Telefónica eine Fläche von über 60.0000 Quadratkilometern neu mit 5G versorgt.
Streicher erklärte: "Wir haben im vergangenen Jahr rund 4.000 4G-Ausbaumaßnahmen umgesetzt, um unser bereits sehr gut ausgebautes 4G-Netz zu erweitern. Wir haben komplett neue Standorte errichtet, Standorte um 4G erweitert sowie bestehende 4G-Standorte mit zusätzlichen 4G-Kapazitäten aufgerüstet. Insgesamt versorgen wir rund 100 Prozent der Bevölkerung mit 2G/GSM und 4G/LTE sowie rund 95 Prozent der Bevölkerung mit 5G."
Die Netzbetreiber machen jedoch kaum Angaben, die sich auf die versorgten Flächen in der Bundesrepublik beziehen, sondern nur auf die Bevölkerung. Doch eine Netzabdeckung von 98 Prozent der Haushalte dürfte nicht viel mehr als eine 70-Prozent-Abdeckung der Fläche in Deutschland bedeuten.
Funklöcher in Deutschland haben die Größe von Bayern
Am 19. Dezember 2023 hatte die Regulierungsbehörde ihre Ergebnisse des Mobilfunk-Monitorings vorgestellt. Deutsche Telekom, Telefónica und Vodafone Deutschland erreichen danach mit 5G jeweils eine Flächenabdeckung zwischen 59 und 77 Prozent. Zugeordnet wurden die Angaben den Betreibern jedoch nicht. Doch bei der Bundesnetzagentur finden sich nach intensiver Suche Angaben zur Flächenabdeckung mit 5G durch die Netzbetreiber. Der Stand der Daten ist jedoch vom April 2023.
Demnach kommt die Telefónica in der Fläche auf einen 5G-Ausbau von nur 52,67 Prozent. Vodafone erreicht sogar nur 26,8 Prozent. Die Telekom liegt mit 73,11 Prozent ganz weit vorne, ist aber auch noch weit von einer Flächenabdeckung entfernt.
Laut einer aktuellen Recherche der Ippen Mediengruppe(öffnet im neuen Fenster) , zu der Titel wie die Frankfurter Rundschau und Münchner Merkur gehören, sind Deutschlands Funklöcher zusammengerechnet fast so groß wie das Bundesland Bayern.



