4G und 5G: Mavenir kündigt eine Reihe von O-RAN-Antennen an

Das US-Unternehmen Mavenir hat eine Reihe von 4G- und 5G-Indoor-Antennen (Radio Units – RUs) für Mobilfunk nach dem Open-RAN-Standard angekündigt. Das gab Mavenir am 23. Februar 2022 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Damit ist Beam Forming erstmals in den Open-RAN-Produkten des Herstellers offenbar allgemein verfügbar. Wichtig ist, hier die Beam-Tracking-Fähigkeit, den Energiebedarf und die Unterstützung von verschiedenen Carrier-Frequenzen genauer zu betrachten.
Rajesh Srinivasa, Senior Vice President der Radio Business Unit bei Mavenir, sagte: "Das OpenBeam-Portfolio deckt eine breite Palette von Bereitstellungsszenarien ab, angefangen von Micro-RUs bis hin zu 64TR-Massive-MIMO-Ausrüstung."
Pardeep Kohli, Chief Executive Officer von Mavenir, erklärte: "Mavenir hat mit vielen Partnern im Ökosystem zusammengearbeitet, und wir haben auch direkte Beiträge zu innovativem Design geleistet." Alle Indoor-Antennen seien modular aufgebaut und verwendeten Technologie, um sowohl Beamforming- als auch Multiband-Anforderungen zu unterstützen.
Mavenir ist Partner der Deutschen Telekom
Die Deutsche Telekom probiert erste Open-RAN-Stationen in Neubrandenburg aus, die aber noch nicht für Kunden nutzbar sind. Auch zur Performance macht die Telekom keine Angaben. Mavenir liefert dort die Basisbandsoftware für die 4G- und 5G-Distributed-Units (O-DU), Central-Units (O-CU) und die mMIMO-Funkeinheiten.
In Australien wurde Mavenir in dieser Woche zusammen mit Nokia(öffnet im neuen Fenster) ausgewählt, um ein viertes Mobilfunknetz des Landes mit 5G- und 4G-Technik aufzubauen. Der Betreiber FSG (Field Solutions Group) will im Geschäftsjahr 2022/23 Mobilfunk für das ländliche, regionale und abgelegene Australien unter der Marke Regional Australia Network (RAN) anbieten. Mavenir wird den 4G/5G-Packetcore sowie die Sprach- und Messaging-Dienste des IP-Multimedia-Subsystems (IMS) bereitstellen.
Open RAN bedeutet Cloud, virtualisierte Netzwerkelemente, White-Box-Hardware, Software zur Integration und standardisierte Schnittstellen. Auf proprietäre, hochentwickelte Chips der Ausrüster und die entsprechende Software muss verzichtet werden, weshalb man nicht auf dem aktuellsten Stand der Technik ist.