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4G/5G: Telefónica schließt eines der größten Funklöcher Bayerns

Auf über 30 Quadratkilometern hatten die Anwohner bisher keinen Mobilfunk im Landkreis Augsburg. Eine Bürgerinitiative hat den Ausbau zusätzlich verzögert.
/ Achim Sawall
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Telefónica-Deutschland-Chef Markus Haas (links) und der bayrische Vizeministerpräsident Hubert Aiwanger (Bild: O2 Telefónica / Felix Steck)
Telefónica-Deutschland-Chef Markus Haas (links) und der bayrische Vizeministerpräsident Hubert Aiwanger Bild: O2 Telefónica / Felix Steck

Im Landkreis Augsburg hat Telefónica einen Mobilfunkmast in Schwabmünchen Birkach in Betrieb genommen und damit eines der größten Funklöcher des Bundeslandes geschlossen. Das gab der Netzbetreiber am 27. September 2022 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Mit dem neuen Mobilfunkmast gibt es dort nun 4G und 5G. Der Standort deckt eine Fläche von rund 30 Quadratkilometern ab.

Birkach ist ein Dorf und Stadtteil von Schwabmünchen mit 186 Einwohnern(öffnet im neuen Fenster) . Telefónica-Deutschland-Chef Markus Haas und der bayrische Vizeministerpräsident Hubert Aiwanger (Freie Wähler) waren am 26. September zur Einweihung der Mobilfunkanlage vor Ort. Der Planungsprozess für den Mobilfunkmast in Schwabmünchen-Birkach habe vier Jahre gedauert, kritisierte Haas. Laut Berichten der Augsburger Zeitung(öffnet im neuen Fenster) verzögerten Proteste gegen einen Mobilfunkmast im Dorfkern den Ausbau stark. Der Funkmast wurde daraufhin an den Waldrand oberhalb von Birkach verlegt. Laut einem Bericht des Branchenmagazins Teltarif.de(öffnet im neuen Fenster) hat eine Bürgerinitiative durchgesetzt, dass die Antenne 300 Meter in den Wald hineinversetzt wird. Der Kompromiss auf einem Berg im Wald verteuerte den Ausbau. Die Anlage stammt laut Teltarif von dem chinesichen Ausrüster Huawei und ist Single-RAN.

Rund 17.000 Funksender in Bayern neu gebaut

"Ich freue mich sehr über den neuen Mobilfunkmast hier in Schwabmünchen. Unser Engagement zeigt Wirkung: Seit 2020 wurden in Bayern rund 17.000 Funksender neu gebaut oder modernisiert" , sagte Aiwanger. Im Landkreis Augsburg erweiterte der Netzbetreiber nach eigenen Angaben an 33 Standorten seine Kapazitäten bei 4G und installierte erstmals 5G.


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