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4G/5G: Erster Mobilfunkmast von 1&1 ist kein Start des Netzaufbaus

"Noch dieses Jahr" statt "im dritten Quartal" soll das eigene Mobilfunknetz errichtet werden. United Internet macht es weiter spannend.
/ Achim Sawall
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Konzernstandort von 1&1 (Bild: 1&1)
Konzernstandort von 1&1 Bild: 1&1

Der erste Antennenstandort von 1&1 (United Internet) im Landkreis Schweinfurt sei nicht der Startschuss für den Aufbau eines eigenen Mobilfunknetzes. Das erklärte Unternehmenssprecher Wolfgang Wölfle Golem.de auf Anfrage.

Der Standort Hesselbach sei "planmäßiger Teil des kooperativen Weiße-Flecken-Programms, welches Ende 2019 als Zusammenarbeit aller Mobilfunknetzbetreiber zur besseren Versorgung ländlicher Regionen ins Leben gerufen wurde" . Dies sei "losgelöst vom Startschuss für den Aufbau des eigenen Mobilfunknetzes von 1&1 zu betrachten" , sagte Wölfle.

Im Rahmen des Programms sei 1&1 der Betreiber des Standorts, der von allen Netzbetreibern nach Bedarf mit eigenen Antennen und Netztechnologien ausgerüstet und gemeinschaftlich genutzt werden könne. Im Gegenzug könne 1&1 Standorte anderer Netzbetreiber nutzen, die ebenfalls im Rahmen des Weiße-Flecken-Programms gebaut würden.

"Noch dieses Jahr" statt "im dritten Quartal"

"Den Startschuss für den Aufbau der eigenen Mobilfunkinfrastruktur plant 1&1 noch in diesem Jahr" , sagte Wölfle. Zuletzt hatte Unternehmenschef Ralph Dommermuth erklärt , dass 1&1 den Aufbau seines eigenen Mobilfunknetzes im dritten Quartal 2021 starten werde. Die neue Aussage von Wölfle fällt dahinter zurück.

Zudem bedeutet der Standortaufbau im Landkreis Schweinfurt nicht, dass 1&1 dort auch bereits selbst Technik (RAN) an dem Sendemast errichtet.

Der Bürgermeister von Üchtelhausen, Johannes Grebner, hatte bekannt gegeben , dass 1&1 in seiner Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Schweinfurt einen Sendemast baue, was die lokale Versorgung verbessern werde.

Laut den gültigen Vorgaben der Bundesnetzagentur muss United Internet im 3,6-GHz-Frequenzbereich bis Ende 2025 mindestens 25 Prozent der Haushalte mit 5G versorgen, das sind in jedem Fall mehrere Tausend Standorte. 1.000 Standorte müssen aber bereits bis Ende des Jahres 2022 in Betrieb sein, je Bundesland proportional umgelegt.


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