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4G/5G: Antennenkorridor bringt über 1,2 GBit/s in fahrenden Zug

Ein Netzbetreiber hat auf einer Teststrecke von vier Kilometern das Problem der schlechten Internetversorgung in Zügen gelöst. Swisscom hat daran lange gearbeitet.

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Intercity-Neigezug ICN am Neuenburgersee
Intercity-Neigezug ICN am Neuenburgersee (Bild: SBB CFF FFS/Dario Haeusermann)

Swisscom hat zusammen mit Ericsson im Test eine Datenrate von 1,2 Gigabit pro Sekunde in einen fahrenden Zug gebracht. Das gab der Netzbetreiber am 21. Oktober 2020 bekannt. Auf einer Teststrecke am Walensee zwischen Biberlikopf und Kerenzerberg wurde der Antennenkorridor von vier Kilometern Länge aufgebaut.

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Christoph Aeschlimann, Leiter IT, Network & Infrastructure bei Swisscom, sagte: "Noch vor einem Jahr wussten wir nicht, ob es möglich ist. Nun haben wir eine Lösung für eine stabile und zuverlässige Versorgung der Passagiere." Das langfristige Ziel sei eine lückenlose Mobilfunkabdeckung entlang der Hauptstrecken der Schweiz.

Durch die Nähe der Antenne zu den Endgeräten sei die Sendeleistung tiefer und zielgerichteter. Dabei seien zahlreiche Kombinationen mit 4G und 5G, Sitzpositionen, Zugwagentypen, Sendeleistungen, Zugfenstern, Mastantennen und Smartphonemodellen in über 200 Zugfahrten gemessen und analysiert worden. Die Reaktionszeit von 5G lag Aeschlimann zufolge bei 8 Millisekunden.

Die meisten Passagiere im Zug checken nicht nur ihre E-Mails und lesen Zeitung, sie streamen Videos, spielen Onlinegames oder arbeiten im virtuellen Büro, was eine hohe Datenrate erfordert. Wenn die Bahnstrecken von den Netzbetreibern schlecht versorgt sind, ist die Frustration sicher. Karsten Kemeter, Chief Technologie Officer für Nachrichtentechnik der Deutschen Bahn, sagte im Mai 2019: "In großen Zügen haben wir bis zu 1.000 Nutzer des Wi-Fi. Bis zum Jahr 2030 werden da Datenraten bis zu einem 1 GBit/s nötig." Doch davon ist man weit entfernt. Welche Datenrate im Durchschnitt in Zügen auf Hauptstrecken erreicht wird, auf denen im Stundentakt ein ICE verkehrt, sagt die Bahn nicht.

Für die Züge nutzt die Bahn Verstärkertechnologie, zudem wird mit frequenzdurchlässigen Fensterscheiben experimentiert. Icomera liefert die WLAN-Hardware wie Antennen und Router. Das Multi-Provider-System des schwedischen Ausrüsters nutzt die drei Mobilfunknetze in Deutschland und bündelt damit die zur Verfügung stehenden Kapazitäten. Dafür wurden von der Bahn innerhalb von drei Jahren 120 Millionen Euro investiert. Ein WLAN wird für jeden einzelnen Wagen aufgespannt. Pro Zug ist ein Server verbaut, der als Zentralrouter für die Verbindung zu den Mobilfunknetzen sorgt. Dazu ist er mit bis zu sechs SIM-Karten bestückt, zwei für jedes Netz, und mit mehreren Außenantennen auf den Wagen verbunden. Von dem Router führt jeweils ein Glasfaserkabel zu zwei WLAN-Access-Points pro Waggon.

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NeoChronos 21. Okt 2020 / Themenstart

müsstest wahrscheinlich an jedem Umformer nen Art Repeater haben - wahrscheinlich nicht...

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