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4A Games: Metro 2039 kehrt zurück in die Tunnel

Düsterer, direkter und technisch überarbeitet: Metro 2039 verabschiedet sich von Artjom und geht wieder in den Untergrund.
/ Peter Steinlechner
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Artwork aus Metro 2039 (Bild: 4A Games)
Artwork aus Metro 2039 Bild: 4A Games

Das ukrainische Entwicklerstudio 4A Games(öffnet im neuen Fenster) setzt seine Shooter-Reihe mit Metro 2039 fort. Der Titel erscheint im Winter für Playstation 5, Xbox Series X/S und Windows-PC und bleibt ein reines Einzelspieler-Spiel mit Fokus auf Story, Survival und Atmosphäre.

Die Handlung spielt rund 25 Jahre nach dem Atomkrieg. Die Überlebenden sind unter einem Regime vereint, das von dem Spartaner Hunter angeführt wird. Er verspricht ein Leben auf der Oberfläche, tatsächlich bleiben die Menschen jedoch im Metro-System gefangen und werden durch Propaganda und Gewalt kontrolliert.

Im Vergleich zum Vorgänger Metro Exodus (2019) verschiebt sich der Fokus wieder stärker in Richtung enge, lineare Abschnitte im Metro-System. Während Exodus größere, offenere Gebiete bot, setzt Metro 2039 stärker auf klaustrophobische Levels, klassische Exploration sowie die Mischung aus Schleichen, Ressourcenmanagement und Gefechten.

Anders als in den Vorgängern steht außerdem nicht Artjom im Mittelpunkt. Stattdessen übernimmt mit "The Stranger" erstmals ein vollständig vertonter Held die Hauptrolle. Das soll die Inszenierung direkter machen und Dialoge stärker in den Mittelpunkt rücken. Die Figur wird von Albträumen geplagt und kehrt "an einen Ort zurück, an den sie nie zurückkehren wollte", wie es in der Präsentation heißt.

Die Atmosphäre soll deutlich düsterer werden als in Exodus. Laut den Entwicklern geht es stärker um Konsequenzen von Krieg, Unterdrückung und individuelle Entscheidungen. Wörtlich ist von den "Kosten des Schweigens" und dem "Preis der Freiheit" die Rede.

4A Engine massiv überarbeitet

Diese Ausrichtung hängt offenbar auch eng mit der realen Situation des Studios zusammen: 4A Games arbeitet unter Kriegsbedingungen weiterhin teilweise in der Ukraine, was die Entwicklung und die inhaltliche Ausrichtung direkt beeinflusst hat; eine Niederlassung hat ihren Sitz auf Malta.

Metro 2039 basiert erneut auf der hauseigenen 4A Engine. Die Entwickler haben laut eigener Aussage zentrale Rendering-Systeme von Grund auf überarbeitet, darunter insbesondere die Raytracing-Implementierung.

Ziel sei eine höhere Effizienz bei gleichzeitig gesteigerter Bildqualität. Bereits Metro Exodus gehörte zu den frühen Titeln mit umfangreicher Raytracing-Nutzung; darauf baut das neue Spiel auf, soll aber einen Schritt weiter gehen in Bezug auf Beleuchtung und Performance.

Ein Schwerpunkt bleibt die Gestaltung glaubwürdiger Umgebungen. Räume werden nicht modular zusammengesetzt, sondern gezielt gebaut und mit Details versehen, die konkrete Ereignisse andeuten. Die Entwickler sprechen von "eingefrorenen Momenten", etwa einem verlassenen Tisch oder einer Szene kurz vor einem Kampf, die ohne Dialog Hinweise auf das Geschehen geben.


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