4A Games: Embracer kauft Entwickler von Metro und weitere Studios

Kaufrausch: Der schwedische Publisher Embracer übernimmt 4A Games (Metro Exodus) und gleichzeitig eine Reihe weiterer Entwickler.

Artikel veröffentlicht am ,
Szene aus Metro Exodus
Szene aus Metro Exodus (Bild: Koch Media/Screenshot: Golem.de)

Für rund 70 Millionen US-Dollar übernimmt der schwedische Publisher Embracer das Entwicklerstudio 4A Games, das in Malta und der Ukraine mehr als 150 Mitarbeiter beschäftigt. 4A Games ist vor allem für die Actionspielreihe Metro bekannt, der letzte Ableger mit dem Untertitel Exodus (Test auf Golem.de) erschien Anfang 2019.

Stellenmarkt
  1. Mitarbeiter (m/w/d) für den Technischen Service Level 1 Support
    PVA Industrial Vacuum Systems GmbH, Wettenberg
  2. Software Engineer (w/m/d) SAP EHS
    Wacker Chemie AG, Burghausen
Detailsuche

4A Games wird dem Großstudio Saber Interactive angegliedert, das von Embracer erst im Februar 2020 für rund 525 Millionen US-Dollar gekauft wurde. Für Fans von Metro ist die Übernahme vermutlich eine gute Nachricht: In den offiziellen Mitteilungen wird angedeutet, dass die Reihe fortgesetzt wird.

Gleichzeit hat Embracer eine Reihe weiterer Akquisitionen bekanntgegeben. Dabei geht es um New World Interactive, das in Denver (USA) und Calgary (Kanada) insgesamt rund 75 Entwickler beschäftigt. Das Studio ist vor allem für die Actionreihe Insurgency bekannt. Informationen zum Kaufpreis gibt es nicht. Auch New World Interactive wird Saber Interactive angegliedert.

Weitere Übernahmen sind das noch relativ junge Wiener Entwicklerstudio Pow Wow Entertainment, das mit rund 20 Mitarbeitern an zwei bislang nicht angekündigten Titeln arbeitet. Das schwedische Unternehmen Palindrome Interactive gehört nun vollständig zu Embracer - die ersten 50 Prozent hatte der Konzern bei früherer Gelegenheit übernommen.

Golem Karrierewelt
  1. ITIL 4® Foundation: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    12./13.12.2022, virtuell
  2. Data Engineering mit Python und Spark: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    18./19.01.2023, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Dazu kommt noch das ebenfalls aus Wien stammende Entwicklerstudio Rare Earth Games und das spanische Entwicklerstudio Vermila, das derzeit an einem Horror-Adventure namens Crisol: Theater of Idols arbeitet.

Dazu kommen noch Übernahmen von Branchendienstleistern. Eine betrifft das deutsche Unternehmen Deca Live Operations, das sich unter anderem auf den Betrieb von Free-to-Play-Games spezialisiert hat. Eine andere Akquisition betrifft die Stuttgarter Firma Sola Media, die mit Filmrechten handelt.

Metro Exodus [PlayStation 4]

Gleichzeitig mit den Übernahmen hat Embracer seine Geschäftszahlen für die Monate April bis Juni 2020 veröffentlicht. Der Umsatz ist um 81 Prozent auf 20,7 Milliarden Schwedische Kronen (rund 2,02 Milliarden Euro) gestiegen, der Gewinn um 148 Prozent auf 965 Millionen Schwedische Kronen (rund 94 Millionen Euro) - jeweils gegenüber den gleichen Monaten im Vorjahr.

Als besonders erfolgreiche Titel nennt das Management unter anderem das Actionspiel Saints Row: The Third - Remastered, die Rennspiele MotoGP 20 und Snow Runner sowie Spongebob The Battle for Bikini Bottom Rehydrated und Desperados 3 (Test auf Golem.de).

Embracer ist lange unter dem Namen THQ Nordic aufgetreten. Das ist aber nur noch eine von vier Geschäftseinheiten - alle beschäftigen sich mit Games. Der hierzulande bekannteste Ableger ist der Münchner Publisher Koch Media (Deep Silver), der Anfang 2018 für rund 121 Millionen Euro von Embracer (damals THQ Nordic) übernommen wurde.

In den vergangenen Jahren hat Embracer immer wieder kleinere und größere Studios übernommen. Inzwischen gehören unter anderem Warhorse (Kingdom Come Deliverance), Piranha Bytes (Gothic, Risen und Elex) und Gunfire Games (Darksiders) zu dem Konzern.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Bayern
Arbeitszeit von mehr als 10 Stunden am Tag gefordert

Die bayerische Arbeitsministerin plädiert für mehr Flexibilität am Arbeitsplatz und will mehr als zehn Stunden Arbeit pro Tag erlauben.

Bayern: Arbeitszeit von mehr als 10 Stunden am Tag gefordert
Artikel
  1. 1.000 kWh: Elektrischer Autotransporter von Designwerk und Kässbohrer
    1.000 kWh
    Elektrischer Autotransporter von Designwerk und Kässbohrer

    Designwerk liefert in Kooperation mit Kässbohrer ab 2023 einen Autotransporter mit Elektroantrieb für den internationalen Markt aus.

  2. El-Ali-Meteorit: Forscher entdecken zwei neue Minerale in einem Meteoriten
    El-Ali-Meteorit
    Forscher entdecken zwei neue Minerale in einem Meteoriten

    In einer Probe aus einem in Somalia niedergegangenen Meteoriten wurden zwei Mineralien entdeckt, die auf der Erde so bisher nicht gefunden wurden.

  3. Recruiting: Personalauswahl mit KI kann Unternehmen schaden
    Recruiting
    Personalauswahl mit KI kann Unternehmen schaden

    Software ist objektiv und kennt keine Vorurteile, das macht Künstliche Intelligenz interessant für die Personalauswahl. Ist KI also besser als Personaler? Die Bewerber sind skeptisch und die Wissenschaft liefert keinen Beweis dafür.
    Ein Bericht von Peter Ilg

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Mindstar: Geforce RTX 4080 1.449€ • Tiefstpreise: Crucial SSD 4TB 319€, HTC Vive Pro 2 659€ • Alternate: Team Group SSD 512GB 29,99€, AOC Curved 27" 240 Hz 199,90€ • Samsung Cyber Week • Top-TVs (2022) LG & Samsung über 40% günstiger • AOC Curved 34" WQHD 389€ [Werbung]
    •  /