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49-Euro-Ticket: Schon zwei Millionen Neu-Abos dank Deutschlandticket

Die Nachfrage nach dem Deutschlandticket ist weiter hoch. Nur besonders digital ist das Ticket bei den Kunden nicht.
/ Sebastian Grüner
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Das Deutschlandticket bietet ein bundesweites Abonnement für den öffentlichen Nahverkehr. (Bild: Sean Gallup/Getty Images)
Das Deutschlandticket bietet ein bundesweites Abonnement für den öffentlichen Nahverkehr. Bild: Sean Gallup/Getty Images

Nach Angaben des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen(öffnet im neuen Fenster) (VDV) sind seit Beginn der Vorverkaufsphase des Deutschlandtickets am 3. April bereits rund sieben Millionen Abonnements abgeschlossen worden. Darunter sind etwa fünf Millionen Kunden, die eines ihrer bestehenden Abos bei ihrem Verkehrsverbund auf das Deutschlandticket umgestellt haben, aber auch etwa zwei Millionen neue Abos, die der öffentliche Personennahverkehr damit durch das Deutschlandticket hinzugewonnen hat.

Der Branchenverband geht davon aus, dass sich die Zahl der Neukunden für das Deutschlandticket künftig auf fünf bis sechs Millionen neue Abonnements steigern wird. VDV-Präsident Ingo Wortmann sagte dazu: "Vor allem die in kurzer Zeit bereits hohe Anzahl an neuen Abonnentinnen und Abonnenten freut uns, denn das zeigt, dass der Umstieg auf den ÖPNV mit diesem Ticketangebot für viele Menschen attraktiv ist. Unsere Aufgabe ist es, diese neuen Abo-Kundinnen und Kunden, aber auch alle bisherigen Fahrgäste durch gute Angebote dauerhaft bei uns zu halten."

Das Deutschlandticket, das wegen seines Preises auch als 49-Euro-Ticket bezeichnet wird, wurde insbesondere von Bundesverkehrsminister Volker Wissing als papierloses Ticket geplant und angepriesen. Allerdings seien bisher nur rund die Hälfte aller Deutschlandtickets per Smartphone bestellt worden, so der VDV. Im Vergleich zu anderen ÖPNV-Tickets sei das aber immer noch "überdurchschnittlich oft" .

Die andere Hälfte der Tickets soll über Chipkarten ausgegeben werden. Aber hier gibt es offenbar einige Probleme, da es auf Grund der weiter anhaltenden weltweiten Chipkrise kurzfristig nicht ausreichend Chipkarten gibt. Bis die Karten wieder zur Verfügung stehen, werden Übergangslösungen wie Papiertickets genutzt. Zur Einführung des Deutschlandtickets Anfang Mai bildeten sich vielerorts Warteschlangen an den Servicestellen der Verkehrsverbünde.


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