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486, 586, 686: Linux-Kernel gibt Unterstützung für alte CPUs auf

Während 486-Prozessoren komplett rausfliegen, sind nur manche Nachfolger betroffen. Der Schritt soll den Linux-Kernel einfacher machen.
/ Johannes Hiltscher
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Der K5 war AMDs erste vollständig selbst entwickelte CPU. (Bild: Fritzchens Fritz, Flickr)
Der K5 war AMDs erste vollständig selbst entwickelte CPU. Bild: Fritzchens Fritz, Flickr / CC0 1.0

Der Linux-Kernel läuft auf einer breiten Palette an Prozessoren, auch sehr alten. Die brauchen allerdings nicht nur eigenen Code, ihre Besonderheiten müssen auch teils von anderem Code berücksichtigt werden. Daher gab es bereits 2025 eine Diskussion, die Unterstützung für ältere x86-Prozessoren zu entfernen. Nachdem der Kernel 7.1 bereits nicht mehr auf 486ern laufen wird(öffnet im neuen Fenster), folgt nun die zweite Welle an Bereinigungen.

Das Linux-Portal Phoronix entdeckte kürzlich entsprechende Änderungen(öffnet im neuen Fenster) in einem Entwickler-Repository(öffnet im neuen Fenster). Eingepflegt hat sie der Red-Hat-Entwickler Ingo Molnár. Bislang wurde lediglich die Option M586 aus der Kernel-Konfiguration entfernt. Sie war für x86-Prozessoren ohne Timestamp Counter (TSC) gedacht. Die Kernel-Konfiguration listet als Beispiele neben AMDs K5 die 5x86, 6x86 und 6x86MX von Cyrix. Der TSC wird im Kernel etwa als Zeitgeber und Entropiequelle genutzt.

Nach dem gleichen Muster wurde auch die Unterstützung der 486er entfernt. Zunächst verschwand nur die Konfigurationsoption, mittlerweile entfernte Molnár im gleichen Entwickler-Repository auch den Code zur Emulation des Co-Prozessors 80387 für Gleitkommaoperationen.

Übernahme in Kernel-Hauptzweig dürfte bald folgen

Beide Änderungen fügte Molnár mittlerweile zusammen(öffnet im neuen Fenster). Daneben findet sich viel neuer Code, der den Zugriff auf das CPUID-Register vereinheitlichen und übersichtlicher gestalten soll.

Im Hauptzweig des Linux-Kernels dürften die Änderungen wohl mit Version 7.2 landen. Dessen Merge Window beginnt mit Veröffentlichung des Kernel 7.1, die Mitte Juni 2026 erwartet wird. Große Diskussionen sind nicht zu erwarten, diese wurden bereits in den vergangenen Jahren geführt. Auch Linus Torvalds sprach bereits seine Unterstützung für das Entfernen des alten Codes aus. Neben alten x86-Prozessoren wird auch die Unterstützung der in Russland entwickelten Baikal-CPUs schrittweise entfernt(öffnet im neuen Fenster).


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