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Der Elektrokleinwagen e.Go nutzt ein 48-Volt-System von Bosch.
Der Elektrokleinwagen e.Go nutzt ein 48-Volt-System von Bosch. (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)

Wann steigt Bosch in die Zellproduktion ein?

Der Motor ist auf eine Dauerleistung von 4,0 kW und eine Maximalleistung von 5,2 kW eingestellt. Diese Leistung ist für ein flottes Vorankommen in der Stadt völlig ausreichend. Selbst die kleinen Testhügel in Boxberg nahm die Schwalbe ohne Probleme. Stadtbewohner werden den Duft der Abgase und den Lärm der Zweitakter sicher nicht vermissen.

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Höhere Leistungen wie beim e.Go wären möglich, doch dann ließe sich der Roller nicht mehr ohne Motorradführerschein fahren, was bei der sogenannten L1E-Klasse noch möglich ist. Dass ein solches Fortbewegungsmittel in den Städten ankommt, zeigt der E-Scooter-Sharing-Dienst Coup, den Bosch im vergangenen August in Berlin mit 200 Rollern gestartet hat. Inzwischen verfügt der Dienst über 1.600 Zweiräder und ist kürzlich nach Paris expandiert.

Elektroroller boomen in Asien

Das Ungewöhnliche daran: Die Roller vom Typ Gogoro enthalten kein einziges Bosch-Bauteil. Hier geht es dem Unternehmen nur darum, die Dienstleistung anzubieten. Anders als bei der Schwalbe lassen sich beim Coup-Roller zudem die Akkus wechseln. Gerade in Städten besteht jedoch das Problem, einen geeigneten Platz zum Aufladen von elektrischen Fahrzeugen zu finden. Ein Akku, der sich zur Not in der Wohnung aufladen ließe, würde für einige Nutzer dieses Problem lösbarer machen.

Bosch verweist darauf, dass in Asien jährlich etwa 30 Millionen Elektroroller verkauft würden. Bis 2020 würden schätzungsweise weltweit jährlich etwa 100 Millionen leichte Elektrofahrzeuge produziert, sagt Heyn und fügt hinzu: "Pro Jahr kalkulieren wir bei diesem neuen 48-Volt-System mit einer internen Wachstumsrate von deutlich über 100 Prozent." Jedoch ließ sich das Unternehmen keinerlei Angabe entlocken, von welchem Niveau aus dieses exponentielle Wachstum startet. Das Doppelte von wenig ist schließlich immer noch nicht viel. Allerdings ist Bosch auch bei den Elektrofahrrädern klein gestartet und inzwischen nach eigenen Angaben zum "Weltmarktführer im Premiumsegment" aufgestiegen.

Hochvoltsystem für den Streetscooter der Post

Doch der absehbare Abschied vom Verbrennungsmotor lässt sich für ein Unternehmen wie Bosch nicht mit Komponenten für Roller und Kleinwagen kompensieren. Neben Hybridsystemen auf 48-Volt-Basis bietet Bosch inzwischen auch ein vollintegriertes Hochvoltsystem an. Die sogenannte "elektrische Achse" besteht aus einem wassergekühlten Antriebsblock, der Leistungselektronik, Elektromotor und Differentialgetriebe vereinigt.

Über einen solchen elektrischen Hochvoltantrieb von Bosch verfügt der sogenannte Streetscooter der Deutschen Post. Der Lieferwagen konnte ebenfalls in Boxberg auf dem Testgelände Probe gefahren werden. Die Ausstattung ist auf das Nötigste beschränkt, doch das tut dem Erfolg des Konzepts keinen Abbruch.

Anfang April hat die Post angekündigt, noch in diesem Jahr eine zweite Fabrik für den Bau des Lieferwagens in Betrieb zu nehmen und die Fahrzeuge ab sofort auch an andere Unternehmen zu verkaufen. Der Bedarf ist offensichtlich da. Die Kunden müssen nicht mehr darauf warten, dass die traditionellen Autohersteller aus ihrem elektrischen Dornröschenschlaf erwachen.

Entscheidung zur Zellproduktion noch nicht gefallen

Doch das Problem bei allen Elektroautos: Der Umsatz wird vor allem mit der Batterie gemacht. Hier ist Bosch derzeit noch auf die Zulieferung von Zellen angewiesen. Noch will Rolf Bulander, Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility Solutions, die künftige Firmenstrategie nicht verraten. Bis Ende des Jahres will sich Bosch entscheiden, ob eine Zellproduktion für verbesserte Lithium-Ionen-Akkus aufgebaut oder einer neuartigen Festkörperzelle für Lithium-Akkus der Vorzug gegeben wird.

Offenbar ist der vor knapp zwei Jahren angekündigte "Durchbruch" bei der Batterietechnik doch noch nicht so weitreichend gewesen, dass schon jetzt eine Serienproduktion für Festkörperzellen gestartet werden könnte. Sollte die zusammen mit dem Startup Seeo entwickelte Zelle tatsächlich doppelt so viel Energie speichern können und deutlich leichter sein, würden künftig nicht nur Kleinwagen, sondern sicher auch ein großes Model S damit fahren.

 48-Volt-Systeme: Bosch setzt auf Boom für kompakte Elektroantriebe

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Sniffles 22. Jul 2017

"Da fliegen Dir die Bremsen auseinander. 55 is Schicht, Jung'." :-) https://www.youtube...

ArcherV 14. Jul 2017

Jap das stimmt. Und ich denke es ist sicher auch billiger in der Produktion? Immerhin...

Berner Rösti 14. Jul 2017

Den Golf bekommst du auch als Plug-In-Hybrid. Bei vergleichbarer Ausstattung ist der...

gadthrawn 13. Jul 2017

Ja, die ziehen auch gerne mal große Wohnwagen über die Autobahn... Der S600 lang bis 2,1...

thepiman 13. Jul 2017

Finde ich zwar nicht verlockend, wird aber wohl genau so kommen.



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