AMD 4700S Desktop Kit: Verfügbarkeit und Fazit

AMD selbst nennt für das 4700S Desktop Kit keinen Preis und bietet es auch nicht an, aber es wird über einige wenige Händler verkauft. Unser Muster inklusive einer dedizierten Radeon RX 550 stammte von PC-King für 384 Euro, der Shop führt die Platine allerdings nicht mehr. Bei Proshop ist das Kit jedoch derzeit für ebenfalls knapp 400 Euro verfügbar.

Fazit

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Die Faszination, eigentlich nur für Konsolen gedachte Hardware für den heimischen PC einzusetzen, hat uns mit Begeisterung an den Test des 4700S Desktop Kit herangehen lassen. Die Resultate hingegen sind ernüchternd, wenngleich wir schon vorab in etwa einschätzen konnten, wie sie ausfallen würden.

So handelt es sich bei der Platine zwar sogar um eine Eigenentwicklung von AMD selbst und der verbaute Chip entspricht tatsächlich dem Oberon-SoC einer Playstation 5. Die vorgenommenen Einschnitte sind aber ziemlich radikal, was die Ausstattung und die Performance des 4700S Desktop Kit auf ein ziemlich schwaches Niveau drückt.

Besonders schade finden wir, dass sich AMD und Sony dazu entschieden haben, die integrierte RDNA2-Grafikeinheit zu deaktivieren. Die wäre ansonsten grob mit einer Radeon RX 6700 XT vergleichbar, deren (aktuell rein theoretischer) UVP mit 480 Euro schon weit über dem liegt, was das 4700S Desktop Kit kostet. Zumindest ein paar aktive Shader-Einheiten, sagen wir vier Compute Units, wären nett gewesen.

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Hinzu kommt, dass das Board keinen M.2-Steckplatz aufweist, das Oberon-SoC bei der Playstation 5 aber sehr wohl ein PCIe-Gen4-x4-Interface für eine nachrüstbare NVMe-SSD aufweist. Stattdessen gibt es nur zwei magere Sata-Anschlüsse, dafür jedoch immerhin acht USB-Ports, einer davon gar mit schnellem USB 3.2 Gen2 (10 GBit/s). Weil die iGPU fehlt, muss zwingend eine dedizierte Grafikkarte verbaut werden - die allerdings mit PCIe Gen2 x4 extrem langsam angebunden ist.

Infolgedessen schneidet das 4700S Desktop Kit in Spielen schlecht ab, weil jedwede Pixelbeschleuniger massiv ausgebremst werden - und die wenigen, bei denen das nicht passiert, sind von sich aus schnarchlahm. Wären da noch die acht Kerne des 4700S selbst, die dank Zen-2-Technik und unterstützt von 16 GByte GDDR6-Speicher (trotz hoher Latenzen) eine mehr als anständige Performance für alltägliche Aufgaben abliefern. Übrigens: Windows 11 läuft auf dem System.

Unterm Strich bleibt also ein faszinierendes Stück Technik, das weit hinter seinen Möglichkeiten bleibt - von AMD durchaus gewollt, versteht sich. Für seinen Preis ist das 4700S Desktop Kit dennoch einen Blick wert, weil ein Ryzen 7 3700X samt Grafikkarte oder ein Ryzen 7 4750G mit iGPU plus einem AM4-Board und 16 GByte RAM für unter 400 Euro nicht zu kriegen sind. Einzig der sehr laute Lüfter sollte durch ein leiseres 92-mm-Modell ersetzt werden.

Danksagung: Wir möchten uns an dieser Stelle bei Hardwareluxx bedanken, die uns AMDs 4700S Desktop Kit leihweise für einen Test zur Verfügung gestellt haben.

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 Oberon ist schneller oder langsamer als erwartet
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rldml 27. Okt 2021

Jain. Sowas würde wahrscheinlich im Vertrag zwischen zwei Unternehmen eine zentrale...

Trollversteher 25. Okt 2021

Das konnte man damals auch bei deaktivierten Render-Kernen/Pipelines von NVIDIA Karten...

thecrew 20. Okt 2021

Z.b. den 5500u als Desktop SOC (ist zwar ein Notebook Prozessor. Trotzallem kann er...

FlashBFE 18. Okt 2021

Weil es zur Zeit schwierig ist, überhaupt einen kleinen lauffähigen Rechner zu diesem...



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