470 bis 694 MHz: TV-Sender und Konzerttechniker wollen Frequenzen retten

Alle TV-Sender, der DVB-T2-Betreiber und Konzertveranstalter wehren sich zusammen gegen die Mobilfunk-Konzerne. Es geht um Frequenzen.

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Konzert in Thailand
Konzert in Thailand (Bild: Nutthaseth Vanchaichana/EyeEm/Getty)

Zum Erhalt der DVB-T2-Frequenzen hat sich ein breites Bündnis aus privaten und öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern und Konzertveranstaltern gebildet. Die am 22. Oktober 2021 neu gegründete Allianz für Rundfunk- und Kulturfrequenzen will bei der Bundesregierung einen Erhalt des Frequenzspektrums und der Vielfalt von Medien und Kultur langfristig durchsetzen. "Dieser Aspekt muss auch Bestandteil der nationalen Position Deutschlands für die Weltfunkkonferenz 2023 werden", betonten die Partner.

Der Bereich ist primär DVB-T2 zugeordnet, dort arbeiten aber auch die Kulturfrequenzen oder PMSE (Programme Making and Special Events) der Veranstaltungstechnik mit drahtlosen Mikrofonen und In-Ear-Monitors. Der Bereich 470 bis 694 MHz wird durch Rundfunk (DVB-T2), PMSE und lokal durch Windprofiler (DWD) sowie Radioastronomie (Effelsberg) genutzt. PMSE nutzt das gesamte Band auf Free-Tuning-Basis, das heißt, es werden die lokal nicht genutzten Frequenzen identifiziert und das Equipment wird auf diese Frequenzen eingestellt.

Gibt es eine Digitale Dividende III?

Zu den Gründungsmitgliedern der Allianz für Rundfunk- und Kulturfrequenzen gehören die ARD, Deutschlandradio, der DVB-T2-Betreiber Media Broadcast, die Medienanstalten, die Initiative SOS (Save Our Spectrum), der Hersteller drahtloser Übertragungstechnik, Sennheiser, Vaunet (Verband Privater Medien), das ZDF sowie der Verband der Elektro- und Digitalindustrie ZVEI.

Die Mobilfunkbranche erhebt Anspruch auf den Bereich und bezeichnet ihn als Digitale Dividende III. Telefónica-Chef Markus Haas hatte im September 2018 die Diskussion um eine Digitale Dividende III angestoßen und gefordert, die Frequenzen im langwelligen Bereich unterhalb von 700 Megahertz müssten weltweit harmonisiert und für den Gebrauch durch die Veranstalter bestimmt werden. "Wenn wir in Deutschland die gesamte Fläche abdecken wollen, werden wir in den kommenden Jahren noch mehr Spektrum brauchen", sagte Haas damals.

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