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450 MHz: Energieversorger bekommen Frequenzen für eigenes LTE-Netz

Die Energie- und Wasserwirtschaft wird bei 450 MHz ein eigenes bundesweites LTE-Netz aufbauen.
/ Achim Sawall
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Solche Smart-Meter-Gateways könnten künftig über die 450-MHz-Frequenzen kommunizieren. (Bild: Sagem/Dr. Neuhaus)
Solche Smart-Meter-Gateways könnten künftig über die 450-MHz-Frequenzen kommunizieren. Bild: Sagem/Dr. Neuhaus

Die Energieversorger werden die 450-Megahertz-Frequenzen von der Bundesnetzagentur erhalten. Das gab die Behörde am 9. März 2021 bekannt(öffnet im neuen Fenster). Ihr Zusammenschluss 450connect wird den Zuschlag für die 450-MHz-Frequenzen bekommen und hat sich gegen die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, kurz BDBOS, durchgesetzt. Durch die Zuteilung an die Energie- und Wasserwirtschaft endet der über dreijährige Vergabeprozess.

Die Entscheidung sei auf Grundlage von Zuverlässigkeit, Fachkunde, Leistungsfähigkeit sowie des Konzepts zur Frequenznutzung erteilt worden, erklärte die Bundesnetzagentur. Jeweils 25 Prozent an dem Joint Venture 450connect halten der niederländische Stromnetzbetreiber Alliander, ein Konsortium von deutschen Regionalversorgern, die Eon-Innogy-Gruppe sowie die Versorger-Allianz 450, ein Bündnis von Stadtwerken, Energie- und Wasserversorgern unter Beteiligung der EnBW.

Mit den Frequenzen im 450-MHz-Spektrum werden nur Datenraten von 1 bis 5 MBit/s erreicht. Es handelt sich um zweimal 4,74 MHz: jeweils 451 bis 455,74 MHz und 461 bis 465,74 MHz. Im 450 MHz-Frequenzbereich wird nach Angaben des Beirates der Bundesnetzagentur nun ein deutschlandweites gesichertes LTE-Funknetz für die Energie- und Wasserwirtschaft sowie andere kritische Infrastrukturen entstehen. Für die Energiewirtschaft ist nicht die Datenrate entscheidend, sondern es sind die physikalischen Eigenschaften der 450-MHz-Funkfrequenz. Zum Beispiel ermöglichen es die kurzen Latenzzeiten der 450- MHz-Frequenz, Millionen von Geräten aus den Bereichen Netztechnik, Smart Meter Gateways oder Ladeinfrastruktur durch Machine-to-Machine-Kommunikation mit kleinen Datenvolumen in Echtzeit anzusteuern.

Smart Meter für die Energiewende

Zudem ist den Angaben nach im Gegensatz zu anderen Frequenzen eine gute Gebäudedurchdringung sogar bei dicken Mauern möglich, so dass Smart Meter für die Energiewende genutzt werden können.

Dazu erklärte Ingbert Liebing, Hauptgeschäftsführer VKU (Verband kommunaler Unternehmen): "Nach über dreijährigem Vergabeprozess kann nun endlich mit dem bundesweiten Ausbau und der Nutzung dieses wichtigen Funknetzes begonnen werden. Für die zunehmend dezentrale und digital gesteuerte Strom- und Wärmeversorgung aus erneuerbaren Energien sowie die Wasserversorgung braucht die Energie- und Wasserwirtschaft die 450 MHz-Funkfrequenz."


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