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450-Megahertz-Frequenz: Automobilindustrie legt sich mit Blaulichtorganisationen an

Der Streit um Frequenzen im 450-MHz-Spektrum verschärft sich. Es geht um sehr geringe Spektrumressourcen.

Artikel veröffentlicht am ,
Technik beim BDBOS
Technik beim BDBOS (Bild: BDBOS)

Auch die Automobilindustrie spricht sich dafür aus, die 450-Megahertz-Frequenz an die Energiewirtschaft zu vergeben. Das gaben BDEW (Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft), VDA (Verband der Automobilindustrie) und VKU (Verband kommunaler Unternehmen) am 10. März 2020 bekannt. Die drei Verbände haben den Blaulichtorganisationen ein Mitnutzungsangebot vorgelegt. Damit und mit bestehenden BOS-Zuteilungen im 380-MHz-Bereich könnten der kurzfristige Bedarf von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten und der Bundeswehr gedeckt werden (BOS steht für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben).

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Dies werde durch ein aktuelles Gutachten des Bundesverkehrsministeriums bestätigt. Für die in diesem Jahr frei werdenden Frequenzen im 450-MHz-Spektrum hat neben der Energiewirtschaft auch der Betreiber des Digitalfunks für Einsatz- und Rettungskräfte Bedarf angemeldet. Es geht um sehr geringe Spektrumressourcen.

Für den langfristigen breitbandigen Bedarf stünde auch das bereits zugeteilte Spektrum in 700 MHz zur Verfügung. Zur Deckung des mittel- und langfristigen BOS-Bedarfs prüft die Bundesregierung derzeit dem Vernehmen nach eine Zuweisung von Frequenzen im 600-MHz-Bereich, was BDEW und VKU explizit unterstützen.

Hildegard Müller, Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie, sagte: "Die Frequenzvergabe hat auch Einfluss auf die erforderliche Mobilitätswende: Eine stark steigende Anzahl von Elektroautos erfordert den weiteren Ausbau einer Ladeinfrastruktur, die kommunikativ in die Steuerung der Stromnetze eingebunden sein muss. Die kommunikationstechnische Einbindung kann über 450 MHz erfolgen, die im freien Wettbewerb allen Interessierten offenstehen muss. Die Automobilbranche unterstützt daher die Position der Energiewirtschaft zur Zuteilung."

Die Energiewirtschaft kritisiert, dass die Sicherheitsbehörden nach der 450-MHz-Frequenz greifen, obwohl ihnen ja schon ein 700-MHz-Band zugewiesen wurde. Das könnten sie erst einmal ausbauen. Man habe schließlich die Erfahrung machen müssen, dass die Sicherheitsbehörden zehn Jahre gebraucht hätten, um ihr Tetra-Digitalfunknetz aufzubauen. So lange könne man nicht warten. Es seien "erhebliche Zweifel angebracht", dass die BDBOS der Energiewirtschaft bis Ende 2021 ein funktionsfähiges Netz zur Mitbenutzung zur Verfügung stellen könne.

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TW1920 11. Mär 2020

Wenn man richtige leute in der Behörde hat geht das auch besser... Zum einen haben wir...

nicoledos 11. Mär 2020

wie lange haben die privaten Telkos gebraucht ein flächendeckendes 3G bzw. 4G Netz...

paletto 10. Mär 2020

das C-Netz war früher in diesem Frequenzband (analoges Mobiltelefon)


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