437.000 US-Dollar: Trader wettete Stunden vor Maduros Festnahme

Ein Trader hat kurz vor der Festnahme von Venezuelas Präsident Nicolás Maduro einen außergewöhnlichen Gewinn erzielt. Laut Wall Street Journal verwandelte der Trader auf der Prediction-Market-Plattform Polymarket(öffnet im neuen Fenster) eine Investition von 30.000 US-Dollar in 436.759,61 US-Dollar, wie das Wall Street Journal berichtet(öffnet im neuen Fenster) .
Marktdaten von Polymarket zeigen ungewöhnliche Bewegungen am späten Freitagabend – Stunden bevor Präsident Trump die Festnahme Maduros am frühen Samstagmorgen bekanntgab. Die Handelsdaten belegen, dass der Markt für Maduros Machtverlust kurz vor 22 Uhr ET (4 Uhr morgens MEZ) am Freitag (Samstag in Europa) zu steigen begann. Wochenlang zuvor hatte die Wahrscheinlichkeit im niedrigen einstelligen Bereich gelegen. Das Konto, das die Gewinnwette platzierte, scheint neu erstellt worden zu sein.
Marktbewegungen deuten auf Vorwissen hin
Mehrere Anzeichen sprechen dafür, dass bestimmte Wettteilnehmer vor der offiziellen Ankündigung informiert waren. Auf der Wettplattform Kalshi stand der Markt für Maduros Amtsaustritt vor Februar bei etwa 13 US-Cent – die meisten Wettenden hatten nicht mit dem Ereignis gerechnet.
Auf Polymarket schnellte die Aktivität gegen 4:20 Uhr ET am Samstag hoch, zeitgleich mit Trumps Ankündigung. Die Daten zeigen jedoch bereits gegen 3 Uhr ET einen leichten Anstieg, was darauf hindeutet, dass einige Trader vorab informiert waren.
Am Samstagmorgen wurde die Plattform mit Venezuela-bezogenen Fragen überflutet. Der Markt "Maduro bis 31. Januar in US-Gewahrsam?" verzeichnete die dramatischste Bewegung – von minimaler Aktivität auf ein hohes Handelsvolumen binnen Stunden.
Wachsende Bedeutung der Prediction Markets
Prognosemärkte haben seit der Präsidentschaftswahl 2024 an Bedeutung gewonnen. Diese Plattformen zeigten damals andere Ergebnisse als traditionelle Wahlanalysten, was Aufmerksamkeit auf ihre potenzielle Genauigkeit lenkte und gleichzeitig Regulierungsfragen aufwarf.
Der demokratische Abgeordnete Ritchie Torres aus New York plant eine Gesetzgebung zu diesem Thema. Der Public Integrity in Financial Prediction Markets Act of 2026 würde gewählten Bundesbeamten und bestimmten politischen Persönlichkeiten die Teilnahme an Prognosemärkten verbieten.
Der Gesetzentwurf zielt darauf ab, potenzielle Interessenkonflikte und Insiderhandel zu verhindern. Fragen nach dem Zugang zu nicht öffentlichen Informationen begleiten Prognosemärkte seit ihrer Etablierung im Mainstream.



