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404 Not Found: "Seite nicht gefunden, Kind auch nicht"

Eine europäische Initiative will vermisste Kinder nun auch über 404-Seiten suchen. Unter Notfound.org können sich interessierte Webseitenbetreiber dafür registrieren.
/ Christian Klaß
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Neuer Einsatzzweck: 404-Fehlerseiten weisen auf vermisste Kinder hin. (Bild: Notfound.org/Screenshot: Golem.de)
Neuer Einsatzzweck: 404-Fehlerseiten weisen auf vermisste Kinder hin. Bild: Notfound.org/Screenshot: Golem.de

Ist ein Weblink falsch oder verweist auf eine nicht mehr existierende Webseite, zeigt der zuständige Webserver meist eine Fehlerseite mit dem HTTP-Statuscode "404 Not Found" an. Auf den trockenen bis humorvollen Fehlerseiten wollen die europaweite Dachorganisation Missing Children Europe(öffnet im neuen Fenster) (MCE) und die belgische Kinderschutzorganisationen Child Focus(öffnet im neuen Fenster) nun auf vermisste und entführte Kinder hinweisen.

Auf der Webseite Notfound.org können sich interessierte Webseitenbetreiber dafür registrieren, auf ihren 404-Seiten einen Code einzubinden, der bei jedem Aufruf ein Bild und Informationen zu einem als vermisst gemeldeten Kind zeigt – mit dem Hinweis "Page not found, neither is this child" . Die Auswahl soll zufällig aus einer Datenbank erfolgen. Beispiele lassen sich unter folgendem Link anschauen: notfound.org/notfound(öffnet im neuen Fenster) .

Neben klassischen Hinweisen im Radio, im Fernsehen, in Zeitungen und auf Werbetafeln werden auch bereits soziale Netzwerke genutzt. 404-Seiten zu nutzen ist neu. Technische Unterstützung gibt es dabei durch die belgische Agentur Famous(öffnet im neuen Fenster) . MCE-Chefsekretär Francis Herbert in einer Pressemitteilung(öffnet im neuen Fenster) : "Wir suchen immer nach neuen Kommunikationskanälen, um Vermisstenanzeigen von Kindern zu verbreiten und die Chance zu erhöhen, sie nach Hause zu bringen."

 
Video: Die Initiatoren stellen das Notfound-Projekt vor

Bisher sollen laut den Informationen auf Notfound.org 480 Webseiten bei der Initiative mitmachen. Die Hoffnung der Initiatoren ist es, durch mehr Reichweite im Internet in Zukunft mehr Menschen auf die Schicksale vermisster und entführter Kinder aufmerksam zu machen und größere Erfolge beim Wiederfinden zu erzielen.

Webseitenbetreiber schließlich bekommen das Gefühl, etwas Positives mit ihrer Seite zu tun: "I made better use of my 404-page by publishing this picture of a missing child with Notfound.org" , heißt es deshalb auch am unteren Rand des Suchaufrufs. Mit der Hoffnung der Initiatoren, noch mehr Webseitenbetreiber zur Teilnahme zu ermuntern.

Noch wirbt Notfound.org nur auf Englisch, Französisch und Niederländisch um Unterstützung, Deutsch und andere Sprachen fehlen noch. Zudem liefern die Beispiel-Suchanzeigen bisher noch einen Mix aus Englisch und Niederländisch. Wirklich etwas bringen wird das Projekt auch nur, wenn sich noch deutlich mehr Webseiten beteiligen.


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