40 Millionen Euro gestohlen: Wie der Leoni-Betrug abgelaufen ist

Im Betrugsfall des Autozulieferers Leoni gibt es weitere Details: Die rumänische Polizei hat herausgefunden, wohin das Geld transferierte wurde und wer die Zahlung angewiesen hat.

Artikel veröffentlicht am ,
Leoni stellt Kabelinfrastruktur her.
Leoni stellt Kabelinfrastruktur her. (Bild: Leoni)

Die rumänische Polizei hat Details im Betrugsfall des Autozulieferers Leoni bekannt gegeben, wie das Portal Hackread berichtet. Das Unternehmen selbst hatte vor zwei Wochen berichtet, dass Kriminelle Leoni um 40 Millionen Euro betrogen haben.

Stellenmarkt
  1. Kundenberater (m/w/d) eGovernment
    Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB), München
  2. Frontend-Entwickler:in (m/w/d)
    conlabz GmbH, Koblenz
Detailsuche

Die Angreifer machten sich offenbar zu Nutze, dass das Unternehmen eine Tochterfirma in Bistrita in Nord-Rumänien unterhält. Die Betrüger sendeten dazu E-Mails, die wie normale Zahlungsanfragen ausgesehen haben sollen. Dazu verwendeten Sie vermutlich ein manipuliertes Absender-Feld. Ein Angriff auf die IT-Infrastruktur des Unternehmens soll nicht erfolgt sein. Das Geld wurde auf das Konto einer tschechischen Bank transferiert.

Der lokale Finanzchef wies die Zahlungen an

Die Anzeichen, dass es sich um einen sogenannten CEO-Fraud handelt waren bereits zum Zeitpunkt der ersten Veröffentlichung sehr stark. Offenbar wurde der Finanzchef des rumänischen Subunternehmens reingelegt, eine Summe von 40 Millionen Euro an ein falsches Konto zu senden. Der Vorgang soll sich Anfang August abgespielt haben. Unklar ist, ob es sich um eine oder mehrere Überweisungen handelte.

Die Abteilung für organisierte Kriminalität und Terrorismus der rumänischen Polizei geht davon aus, dass die Angreifer über detaillierte Insider-Informationen verfügten. Die Zahlungsanforderungen sahen den validen Anforderungen der deutschen Muttergesellschaft demnach sehr ähnlich.

Die Firma Leoni stellt Kabelbäume für Autohersteller, Robotik und ähnliche Branchen zur Verfügung. Es ist das viertgrößte Unternehmen für Kabellösungen weltweit. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 hatte Leoni einen Umsatz von rund 4,5 Milliarden Euro und einen Gewinn vor Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von etwa 151 Millionen Euro ausgewiesen. Das aktuelle Geschäft laufe "prognosekonform", die Liquidität des Unternehmens sei von dem aktuellen Vorfall "nicht wesentlich beeinträchtigt", heißt es in einer Pressemitteilung.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Finanzierungsrunde
Onlyfans ist über 1 Milliarde US-Dollar wert

Prominente, Influencer und Erotikfilmstars zeigen sich hier freizügig. Der Umsatz von Onlyfans steigt derzeit stark an.

Finanzierungsrunde: Onlyfans ist über 1 Milliarde US-Dollar wert
Artikel
  1. Netflix: Warum so viele Serien nur zwei Staffeln lang laufen
    Netflix
    Warum so viele Serien nur zwei Staffeln lang laufen

    Die Superhelden-Serie Jupiter's Legacy war bei ihrem Start ein Erfolg bei Netflix. Jetzt wurde sie eingestellt. Wie entscheidet Netflix, ob eine Serie verlängert wird?
    Von Peter Osteried

  2. CD Projekt Red: Update 1.23 für Cyberpunk 2077 mit CPU-Optimierungen
    CD Projekt Red
    Update 1.23 für Cyberpunk 2077 mit CPU-Optimierungen

    Kurz vor dem Neustart von Cyberpunk 2077 im Playstation Store hat CD Projekt Red das Update auf Version 1.23 veröffentlicht.

  3. Model S Plaid: Teslas Knight-Rider-Lenkrad könnte ergonomischer Krampf sein
    Model S Plaid
    Teslas Knight-Rider-Lenkrad könnte ergonomischer Krampf sein

    Das D-förmige Lenkrad im neuen Tesla Model S sorgt für Kontroversen. Erste Fahrer haben es ausprobiert und sind nicht glücklich damit.

bigteddy 07. Sep 2016

Seit 2001 im IT SEC und Pentestingumfeld dabei. Ich habe noch NIE erlebt, dass ein...

acer66 07. Sep 2016

Für solche Zahlungswege gibt es sehr sichere, professionelle Lösungen, die auch noch sehr...

.:Tim:. 07. Sep 2016

Banken müssen erst Transaktionen ab 15000¤ gemäß Geldwäschegesetzt melden. Bei der Aus...

Salzbretzel 06. Sep 2016

Also Unterschriften finde ich jetzt übertrieben. Wir sind ja digitale Kinder. Aber eine...

MüllerWilly 06. Sep 2016

Eine Email ist technisch mit der Postkarte zu vergleichen. Das heißt, die verschicken...


Folgen Sie uns
       


  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • PS5 bei o2 bestellbar • Xbox Series X bei MM bestellbar 499,99€ • Breaking Deals (u. a. LG 75" Nanocell 8K 2.699€) • Corsair 32GB 3600 Kit 182,90€ • Ab 18 Uhr: Sharkoon Live Shopping: bis 40% Rabatt • PCGH Gaming-PC RX 6800 XT 2.500€ • Rabatt auf Geschenkkarten bei Amazon [Werbung]
    •  /