40 Jahre Nummer 5 lebt!: Zwei Männer aus Police Academy und eine Brownface-Kontroverse
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Vor 40 Jahren kam Nummer 5 lebt! in die Kinos, ein Film, der eine fast schon typische Underdog-Story erzählt, aber zugleich an E.T. – Der Außerirdische erinnert. Nur dass hier ein Roboter um sein Überleben bangt. Denn auseinandernehmen bedeutet für ihn so viel wie der Tod für einen Menschen. Der Roboter Nummer 5 ist der eigentliche Star des Films – als solcher wurde er auch behandelt.
Jeden Morgen vor Drehbeginn, wenn Nummer 5 ans Set gebracht wurde, stand Regisseur John Badham auf und umarmte ihn. "Stellt euch vor, Eddie Murphy wäre der Star dieses Films. Wir würden ihm mit großem Respekt begegnen und uns freuen, sein komödiantisches Talent hier einsetzen zu können. Genauso sollten wir Nummer 5 behandeln – und nicht wie irgendeine riesige, überdimensionierte Requisite", sagte er Jahrzehnte später(öffnet im neuen Fenster). Vielleicht war das der Schlüssel, dass der Film so gut funktionierte, und das auch heute noch tut.
Wie ein Roboter zum Leben erwacht
Die Geschichte: Eine Firma stellt dem Militär ihre neu konzipierten Kampfroboter vor, die in jeder Umgebung eingesetzt werden können. Nach der Präsentation wird der Roboter Nummer 5 vom Blitz getroffen. Er entwickelt ein Bewusstsein, erkennt, dass Töten schlecht ist, und verschwindet aus der Anlage. Zuflucht findet er bei einer jungen Frau namens Stephanie Speck, die ihn erst für einen Außerirdischen hält.
Derweil sind Sicherheitsmann Shroeder und seine Leute hinter dem Roboter her. Auch sein Erfinder Newton Crosby sucht zusammen mit seinem Kollegen Ben nach ihm, aber lange möchte er nicht glauben, dass Nummer 5 nicht nur eine Fehlfunktion hat. Irgendwann muss aber auch er erkennen, dass Nummer 5 lebt. Nun setzt er zusammen mit Stephanie alles daran, den Roboter vor der Vernichtung zu bewahren.
Ein vielseitiger Roboter
Das Design von Nummer 5 wurde von Syd Mead entwickelt, der unter anderem an Sci-Fi-Filmen wie Blade Runner, Tron und Star Trek: Der Film mitgewirkt hat. Für ihn war die besondere Herausforderung, einen Roboter zu entwickeln, der als tödliche militärische Waffe funktionierte, aber auch ein liebenswertes Gesicht hatte, was er mit beweglichen "Augenbrauen" erreichte.
Gebaut wurden Nummer 5 und seine Kollegen von Eric Allard, der mit seinem Team 15 funktionsfähige, ferngesteuerte Roboter-Versionen entwickelte, die zusammen 1,5 Millionen US-Dollar kosteten. Ursprünglich war in Betracht gezogen worden, mit Stop-Motion zu arbeiten, der lebensgroße Roboter erleichterte die Dreharbeiten aber immens.
Zwölf Puppenspieler und Techniker waren vonnöten, um Nummer 5 Leben einzuhauchen, wobei die Bewegungen des Torsos, des Kopfs und der Panzerketten genau koordiniert werden mussten. Ursprünglich hatte man daran gedacht, Nummer 5 von einem Schauspieler wie Robin Williams sprechen zu lassen, am Set übernahm das jedoch Tim Blaney, der über ein Lautsprechersystem direkt aus dem Roboter heraus zu hören war. Er war so gut, dass John Badham beschloss, seinen eingesprochenen Text zu benutzen.
Zwei Männer aus Police Academy
Die Besetzung ist in gewisser Weise erstaunlich, denn mit Steve Guttenberg und G. W. Bailey hatte man die zwei Hauptdarsteller der Komödie Police Academy. Guttenberg war dort der Rekrut Mahoney, während Bailey in dem 1984er-Kino-Hit Lt. Harris spielt, der von den Rekruten ständig an der Nase herumgeführt wird. Eine ähnliche Dynamik haben Guttenberg und Bailey hier.
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