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Abenteuer auf dem Planeten Irata

Sie ist für 5 US-Dollar auf der digitalen Vertriebsplattform Itch.io erhältlich und hat eine offizielle Lizenz vom derzeitigen Rechteinhaber Ozark Softscape. Und weil Grafik und Sound kaum von der 40 Jahre alten Version abweichen, nutze ich für meinen Nostalgietrip diese Fassung.

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Wie in der guten alten Zeit

Die Auswahl meiner Spielfigur und des Schwierigkeitsgrads funktioniert exakt so wie früher. Danach erstreckt sich vor mir ein weißer Bildschirm mit einem schwarzen Block in der Mitte. Von der Seite rauscht ein blaues Raumschiff herbei, das mich und meine vom Computer gesteuerten Gegner auf dem Planeten Irata absetzt. Sollte im Übrigen jemand bei dem Namen stutzig werden: einfach mal von rechts nach links lesen!

Als Nächstes ploppt ein Quadrat auf, das Schritt für Schritt von der oberen linken Bildschirmecke zur rechten unteren wandert. Sobald einer der Spieler eine Taste drückt, bekommt er das aktuell umrandete Grundstück zugesprochen. Hat jeder exakt eines ergattert, folgt der einzige Abschnitt von M.U.L.E., bei dem nacheinander anstatt gleichzeitig gespielt wird.

Jeder Teilnehmer startet mit seiner Spielfigur im schwarzen Zentrum von Irata und sollte sich als erstes einen M.U.L.E. kaufen. Das sind roboterähnliche Figuren, von denen der Titel stammt. Die Abkürzung steht für Multiple Use Labor Element. Der M.U.L.E. lässt sich sogleich mit einem Werkzeugkit für die Installation einer Erzmine, einer Energieanlage oder einer Essensplantage ausstatten.

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Anschließend marschiere ich mit dem Tier im Schlepptau aus dem Zentrum heraus und geradewegs zum just zuvor ergatterten Grundstück, um den M.U.L.E. zu installieren.

Nach getaner Arbeit bleibt nichts weiter zu tun, als den Pub im Zentrum aufzusuchen. Dort erhalte ich noch ein paar Hundert Dollar, bevor der nächste Spieler an der Reihe ist. Zwischendurch sorgen kleine Zufallsereignisse für etwas Abwechslung. So muss mein grünfarbiger Konkurrent 100 Dollar Krankenhausaufenthalt für sein Kind zahlen, weil es von einer Fledermausechse (!) gebissen wurde.

Am Ende folgt eine frohe Botschaft für alle Besitzer von Energieanlagen, weil sie für diese Runde dank einer erhöhten Sonnenfleckenaktivität mehr Einheiten produzieren. Abschließend wird rasch vom Computer berechnet, welches Grundstück wie produktiv war.

Die zugehörige Animation ist im Grunde sehr simpel und besteht aus schlichten Punkten, die nach und nach aufploppen. Aber sie ist effizient genug, um gespannt auf den Bildschirm zu starren und mitzufiebern, wie sich der Bildschirm immer mehr füllt.

Die brandneue Onlineversion von M.U.L.E. ist grafisch wie spielerisch zu 99 Prozent mit dem Original von 1983 identisch, was man prima am eckigen Zeichensatz erkennt. (Quelle: Electronic Arts/Medienagentur Plassma) [1/15]

Am Anfang landet ein Raumschiff auf dem Planeten Irata („Atari“ rückwärts gelesen) und setzt alle vier Spieler im Zentrum des Planeten ab. (Quelle: Electronic Arts/Medienagentur Plassma) [2/15]

In der ersten Runde muss sich noch jeder mit einem Grundstück begnügen und es nach Erhalt mit einem M.U.L.E. seiner Wahl besetzen. (Quelle: Electronic Arts/Medienagentur Plassma) [3/15]

Erze werden in der Regel nur ver- anstatt gekauft, weshalb die Spieler am unteren Bildschirmrand in dieser Auktionsrunde pausieren können. (Quelle: Electronic Arts/Medienagentur Plassma) [4/15]

Der Kauf und das Platzieren eines M.U.L.E. ist der einzige Part, bei dem die Spieler nacheinander und nicht gleichzeitig agieren. (Quelle: Electronic Arts/Medienagentur Plassma) [5/15]

Die Zwischenbilanz nach drei Runden ist alles andere als rosig: Unser rotes Männchen liegt im direkten Vergleich zu den drei KI-Gegnern auf dem letzten Platz. (Quelle: Electronic Arts/Medienagentur Plassma) [6/15]

Befinden sich alle M.U.L.E.s an Ort und Stelle, dann sollte man abschließend den Pub aufsuchen und darf sich auf ein paar Extra-Dollars freuen. (Quelle: Electronic Arts/Medienagentur Plassma) [7/15]

Der blaue und der purpurne Spieler sind in Zugzwang, weil sie nicht genügend Essensrationen für die nächste Runde haben. Der grüne Spieler möchte dies gnadenlos ausnutzen, indem er seine überschüssige Ware zu einem möglichst hohen Preis verkauft. (Quelle: Electronic Arts/Medienagentur Plassma) [8/15]

In die Falle getappt: Der purpurne Gegner hat in der Auktion eines Grundstücks im letzten Moment einen Rückzieher gemacht, so dass wir es zu einem viel zu hohen Preis erstanden haben. (Quelle: Electronic Arts/Medienagentur Plassma) [9/15]

In jeder Runde droht ein Zufallsereignis wie beispielsweise eine Pest und der damit verbundene Verlust sämtlicher Produktionseinheiten eines Grundstücks. (Quelle: Electronic Arts/Medienagentur Plassma) [10/15]

Vor jeder Auktion wird angezeigt, welche Spieler für die nächste Runde genügend Energie übrig und welche ein Defizit haben. (Quelle: Electronic Arts/Medienagentur Plassma) [11/15]

So sieht der Planet am Ende der zwölften Runde aus – inklusive aller Einheiten, die zum Abschluss produziert werden. (Quelle: Electronic Arts/Medienagentur Plassma) [12/15]

Glück gehabt: Kurz vor Schluss überholen wir zwei der KI-Gegner und dürfen uns über den zweiten Rang freuen. (Quelle: Electronic Arts/Medienagentur Plassma) [13/15]

Die ersten Spiele von Electronic Arts wurden in einer flachen, quadratischen Pappschachtel verkauft, damit sie an klassische Schallplatten erinnern. (Quelle: Medienagentur Plassma) [14/15]

Rockstar-Vibes: Aufgeklappt offenbarten die Spiele nicht nur eine Diskette mit den Spieldaten, sondern auch Fotografien aller beteiligten Designer. (Quelle: Medienagentur Plassma) [15/15]

Nun stehen die Auktionen auf dem Programm, in denen man nacheinander um die soeben produzierten Erze, Essensrationen und Energieeinheiten feilscht. Da ich mich selbst für ein Erzfeld mitten in den Bergen entschieden habe, benötige ich dringend etwas zu essen und genügend Energie für die nächste Runde.

Sonst reduziert sich das Zeitlimit, das mir zum Einrichten weiterer Grundstücke zur Verfügung steht, oder meinen M.U.L.E.s geht die Puste aus und sie produzieren weniger Einheiten.

Netterweise zeigt mir das Spiel an, wie viele Ressourcen ich mindestens benötige. Zudem haben der grüne und der purpurne Spieler mehr Essen produziert, als sie selbst benötigen, und können sich in der betreffenden Auktion auf die Seite der Verkäufer stellen.

Und an dieser Stelle versteht jeder, was M.U.L.E. seinerzeit so revolutionär gemacht hat: Sowohl die Käufer als auch die Verkäufer müssen sich im wahrsten Sinne des Wortes aufeinander zubewegen, während abermals ein Zeitlimit verstreicht.

Dabei schieben beide Seiten jeweils eine gestrichelte Linie voran, bis sich diese irgendwie in der Mitte treffen und eine Transaktion stattfindet. So simpel kann es manchmal sein.

In Sachen Energie sind alle vier Spielfiguren knapp bei Kasse. Doch zum Glück gibt es noch einen neutralen Shop, in dem man ebenfalls einkaufen kann. Leider hat er nicht genügend Einheiten für alle vier Spieler parat, weshalb die grüne Computer-KI am Ende leer ausgeht ... Pech gehabt!

Und täglich grüßen die Auktionsrunden

Der eben beschriebene Ablauf wiederholt sich und erstreckt sich auf insgesamt zwölf Runden. Für die nötige Würze sorgen Zufallsereignisse, die die eine oder andere Planung durcheinanderwerfen. Des Weiteren wird immer mal wieder ein zusätzliches Landstück versteigert, was ebenfalls in Form einer Auktion ausgespielt wird.

  1. Profitrick für M.U.L.E.-Einsteiger
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