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40 Jahre Castlevania: Der Grusel bleibt aus, die Musik nervt, Spaß macht es trotzdem

Castlevania fühlt sich beim Wiederspielen heute kantig an und klingt ziemlich piepsig – doch wir verstehen endlich, warum das Spiel ein Klassiker wurde.
/ Olaf Bleich
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Artwork von Castlevania (Bild: Konami)
Artwork von Castlevania Bild: Konami
Inhalt
  1. 40 Jahre Castlevania: Der Grusel bleibt aus, die Musik nervt, Spaß macht es trotzdem
  2. Ecken, Kanten und ein Fazit

Vampire haben in der Geschichte der Computer- und Videospiele eine ebenso lange wie ruhmreiche Tradition. Man denke nur an Legacy of Kain: Soul Reaver (1999) oder das kommende Open-World-Rollenspiel The Blood of Dawnwalker.

Konamis Castlevania-Reihe stellt die Blutsauger seit über 40 Jahren in den Mittelpunkt. Den Anfang machte 1986 das erste Castlevania. Es erschien zunächst in Japan für das Famicom Disk System und wurde später im Westen auf dem NES veröffentlicht.

Mit einer Mischung aus Action, Horror und markanter Inszenierung entwickelte es sich zu einem prägenden Vertreter des Genres.

Die Bewertung der hiesigen Fachpresse war positiv, als das Spiel endlich nach Deutschland kam: Ulrich Mohl bezeichnete die NES-Fassung in der ASM 1/89(öffnet im neuen Fenster) als "hitverdächtig".

In der Power Play erhielt das Spiel immerhin 8 von 10 Punkten. Heinrich Lenhardt adelte Castlevania in der Power Play 4/88(öffnet im neuen Fenster) als "eines von den Nintendo-Spielen, die in ihrer Art einmalig sind" und lobte vor allem die spielerische Vielseitigkeit.

Wer Castlevania noch einmal erleben möchte, dem sei die für rund 20 Euro erhältliche Castlevania Anniversary Collection empfohlen(öffnet im neuen Fenster). Enthalten sind die ersten vier Serienteile sowie die Game-Boy-Ableger The Castlevania Adventure und Castlevania II: Belmont's Revenge.

Simon und Graf Dracula

Für unser Retro-Replay haben wir uns mit dieser Sammlung noch einmal ins erste Castlevania gestürzt. Wie gut funktioniert der Klassiker nach 40 Jahren?

Der Held des Spiels heißt Simon Belmont, sein Ziel ist Graf Dracula persönlich. Castlevania ist im Grunde ein 2D-Plattformer, der Erkundung mit Kampf verbindet. Per Tastendruck kann Simon über Abgründe hüpfen, sich ducken oder die Peitsche schwingen.

Castlevania (NES) Musik – Stage 01 Vampire Killer
Castlevania (NES) Musik – Stage 01 Vampire Killer (03:00)

Mit Power-ups kann ich die Peitsche beispielsweise in einen Morgenstern verwandeln und so den Schaden erhöhen. Alternativ kann ich einfach die Reichweite verlängern und Gegner aus der Distanz attackieren.

Sekundärwaffen und Bonusgegenstände bieten zusätzliche Möglichkeiten. Wenn ich etwa ein Kruzifix entdecke, verschwinden prompt alle Unholde vom Bildschirm. Wurfäxte oder kleine Bomben schleudere ich in hohem Bogen auf meine Feinde.

Jedes Level ist in Segmente unterteilt, die als Rücksetzpunkte dienen, falls ich mal sterbe. Dadurch halten sich die Wiederholungen in Grenzen. In der von mir getesteten Castlevania Anniversary Collection kann ich das Spiel sogar speichern und so zwischendurch eine Pause einlegen. Im Original war das nicht möglich.


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