40.000 km in 7,5 Tagen: AMG GT XX stellt 25 neue Langstreckenrekorde auf
Auf der Teststrecke im süditalienischen Nardò hat ein Elektro-Supersportwagen von AMG zahlreiche neue Langstreckenrekorde aufgestellt. Der Ende Juni 2025 vorgestellte Concept AMG GT XX habe dabei innerhalb von 24 Stunden eine Strecke von 5.479 km zurückgelegt, teilte Mercedes-Benz am 25. August 2025 mit(öffnet im neuen Fenster). Die Durchschnittsgeschwindigkeit außerhalb der Ladezeiten lag bei mehr als 300 km/h.
Das Herzstück des GT XX bilden drei Axialfluss-Elektromotoren (Deep Dive), für deren Entwicklung im Jahr 2021 das Unternehmen Yasa übernommen wurde. Die drei Motoren liefern zusammen 1.000 kW (1.360 PS). Wichtiger für Langstreckenrekorde ist hingegen die Ladeleistung: Mercedes-AMG gibt eine durchschnittliche Ladeleistung von 850 kW an, mit möglichen Spitzenwerten darüber hinaus.
Einmal um die Welt in 7,5 Tagen
Der Mitteilung zufolge stellte der AMG GT XX in den vergangenen Tagen in Nardò gleich 25 neue Rekordwerte auf. Der bisherige Wert für die längste an einem Tag zurückgelegte Strecke wurde dabei um 1.500 km oder 38 Prozent übertroffen. Zum Vergleich: Ein Prototyp des neuen CLA von Mercedes-Benz schaffte im November 2024 auf dieser Strecke in 24 Stunden nur 3.717 km.
Die Entwickler wollten zudem versuchen, mit dem AMG GT XX in möglichst kurzer Zeit die Strecke von 40.075 km zurückzulegen, was dem Erdumfang am Äquator entspricht. Dazu benötigte das 17-köpfige Fahrerteam mit parallel fahrenden zwei Testwagen schließlich etwas mehr als 7,5 Tage.
Direktgekühlte Batterie
Im Concept AMG GT XX wird eine eigens entwickelte Zellchemie verwendet. Sie basiert auf NCMA (Nickel/Kobalt/Mangan/Aluminium) in der Kathode sowie einer siliziumhaltigen Anode. Kühlmittel auf Basis eines elektrisch nicht leitenden Öls umströmt jede einzelne Zelle und temperiert diese. Das Kühlmittel fließt durch Kühlkanäle in den Modulen, die auf die gleichmäßige Kühlung aller Zellen ausgelegt sind. Beim AMG GT XX kommen über 3.000 Zellen zum Einsatz.
Diese direkt gekühlte Batterie ermöglicht laut Mercedes die hohen Dauerleistungen. Dabei hätten in Apulien während der Testfahrt Temperaturen von mehr als 35 Grad Celsius geherrscht. Bei der Testfahrt kamen 800-Volt-Ladesäulen zum Einsatz, die der Ladesäulenhersteller Alpitronic entwickelt hat. Diese ermöglichen hohe Ströme von 1.000 Ampere, die über ein Standard-CCS-Kabel übertragen werden.
Die Testfahrer zeigten sich der Mitteilung zufolge beeindruckt von der neuen Technik. "Die Axial-Fluss-Motoren reagieren so unmittelbar und präzise wie ein Formel-1-Antrieb, aber mit einer Ausdauer, die ich bisher nur von Verbrennungsmotoren kannte. Diese Technologie wird das Fahrerlebnis revolutionieren – sowohl auf der Rennstrecke als auch auf der Straße", sagte Formel-1-Rennfahrer George Russell.
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