Abo
  • IT-Karriere:

3Par mit 2-TByte-SSDs: HP sieht SSDs als günstige Alternative zu 15K-Festplatten

Für HP ist die Verwendung von SAS-Festplatten mit 15.000 U/min keine günstigere Alternative für SSDs. Die Festplatten sollen dank der geringeren Leistungsfähigkeit nicht mehr mit der "nutzbaren", aber nicht realen Speicherkapazität der eigenen SSD-Lösung mithalten können.

Artikel veröffentlicht am ,
HPs Storeserv-Systeme sollen mit SSDs ähnliche Kosten erzeugen wie Systeme mit Festplatten.
HPs Storeserv-Systeme sollen mit SSDs ähnliche Kosten erzeugen wie Systeme mit Festplatten. (Bild: HP)

In den SSDs liegt die Zukunft, auch für HP. Bereits seit längerem sind Kapazitäten in kleinen Formaten mit Flash-Technik möglich, die mit herkömmlichen Platter-Spindel-Kombinationen für einige Zeit nicht umsetzbar sind. Vor allem bei schneller Reaktionszeit können Festplatten nicht mit SSDs mithalten. Die Konkurrenz durch schnelle SAS-Festplatten mit 15.000 Platter-Umdrehungen pro Minute sieht HP langsam verschwinden. Sie sind für Systeme wichtig, die schnell reagieren müssen.

  • 3Par Storeserv 7450 (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die Sandisk-SSDs mit hoher Kapazität sind mehrfach gefaltet. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
3Par Storeserv 7450 (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Stellenmarkt
  1. Bechtle Onsite Services, Emden
  2. MorphoSys AG, Planegg Raum München

900.000 IOPS und eine Reaktionszeit von weniger als 0,7 Millisekunden verspricht HP für die neuen 3Par Storageserv 7450 (PDF-Datenblatt), sofern SSDs im Einsatz sind. Die gibt es mit 480 GByte, 920 GByte und 1,92 TByte der Systeme.

Schummeln bei der Kapazität

Um die SSD als günstiges Medium zu vermarkten, verwendet HP den Begriff der "nutzbaren" Speicherkapazität und spricht von einem Preis von unter 2 US-Dollar pro GByte. Doch diese nutzbare Speicherkapazität ist nicht physisch vorhanden. HP geht von einer Compact Ratio von 4:1 bis hin zu 10:1 aus und kommt dann bei konservativer Rechnung auf 1,7 US-Dollar pro GByte. So werden aus 460 TByte Rohkapazität eines fertig konfigurierten Systems 1,3 PByte äquivalente nutzbare Kapazität. Natürlich nur bei bestimmten Einsatzszenarien, für die die neuen 3Par-Systeme ausgelegt sind. Dieser höhere Wert wird mit den realen Kapazitätsangaben schneller SAS-Festplatten verglichen. Derartige Speichergewinne sind bei Speichersystemen nicht ungewöhnlich und sollen meist die Vorteile einer Technik in den Vordergrund stellen. Die LTO-Bänder werden beispielsweise auch mit effektiver Speicherkapazität durch Kompression vermarktet. So werden aus realen 2,5-TByte-Bändern Bänder mit über 6 TByte komprimierte Kapazität.

Die Pro-GByte-Preise hören sich besser an als die Einzelpreise. Denn die sind hoch. Eine SSD mit 1,92 TByte kostet über 14.000 US-Dollar und passt in einen 2,5-Zoll-Schacht des 3Par-Rack-Gehäuses mit zwei Höheneinheiten. Von derartigen Speicherkapazitäten sind die konkurrierenden SAS-Festplatten weit entfernt. Mit herkömmlicher Plattentechnik lässt sich bei hoher Drehzahl nicht einmal die TByte-Marke erreichen. Dafür ist eine High-End-SAS-Festplatte (2,5 Zoll) sehr viel günstiger.

HP gibt auf seine SSD-Angebote 5 Jahre Garantie. Die SSDs arbeiten mit cMLC-Flash. Das c steht für Consumer. In einem 3Par-Storeserv-System verspricht HP eine Verfügbarkeit von 99,9999 Prozent, sofern der Administrator keinen Fehler gemacht hat.

Nachtrag vom 10. Juni 2014, 21:21 Uhr

Wie wir auf Nachfrage auf der HP Discover erfuhren, ist der Hersteller der SSDs Sandisk. Es handelt sich um ein SAS6-Modell, noch nicht um ein SAS12-Modell. Sandisk hat auch eine 4-TByte-SSD, die aber erst im dritten Quartal 2014 auf den Markt kommt. Welcher Serverhersteller diese einsetzen wird, ist noch nicht bekannt.

Zudem hat uns HP Details zu der Effizienzsteigerung per Deduplication genannt. Die Funktion wird nur für die Flashlösung angeboten. Prinzipiell würde dies auch mit SAS-Festplatten funktionieren, doch der Overhead würde Leistung kosten, so HP. Diese Leistungsreserven sind bei SSDs hingegen vorhanden.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 337,00€
  2. 69,99€ (Release am 25. Oktober)
  3. 39,99€ (Release am 3. Dezember)
  4. (aktuell u. a. Corsair Glaive RGB Gaming-Maus für 32,99€, Microsoft Office 365 Home 1 Jahr für...

Volvoracing 10. Jun 2014

gefettete Lager in Festplatten gibts es (m.E.) seit mindestens 10+ Jahren nicht mehr...

Moe479 10. Jun 2014

währe möglich, wenn z.b. der cluster 4 kib hat könnte dieser mit einenem 1024bytes...

thewayne 10. Jun 2014

Habe hier ~30 HP Server der ProLiant Serie, unterschiedlichste Generationen und...


Folgen Sie uns
       


Atari Portfolio angesehen

Der Atari Portfolio war einer der ersten Palmtop-Computer der Welt - und ist auch 30 Jahre später noch ein interessanter Teil der Computergeschichte. Golem.de hat sich den Mini-PC im Retrotest angeschaut.

Atari Portfolio angesehen Video aufrufen
WLAN-Kameras ausgeknipst: Wer hat die Winkekatze geklaut?
WLAN-Kameras ausgeknipst
Wer hat die Winkekatze geklaut?

Weg ist die Winkekatze - und keine unserer vier Überwachungskameras hat den Dieb gesehen. Denn WLAN-Cams von Abus, Nest, Yi Technology und Arlo lassen sich ganz einfach ausschalten.
Von Moritz Tremmel

  1. Wi-Fi 6 Router und Clients für den neuen WLAN-Standard
  2. Wi-Fi 6 und 802.11ax Was bringt der neue WLAN-Standard?
  3. Brandenburg Vodafone errichtet 1.200 kostenlose WLAN-Hotspots

SSD-Kompendium: AHCI, M.2, NVMe, PCIe, Sata, U.2 - ein Überblick
SSD-Kompendium
AHCI, M.2, NVMe, PCIe, Sata, U.2 - ein Überblick

Heutige SSDs gibt es in allerhand Formfaktoren mit diversen Anbindungen und Protokollen, selbst der verwendete Speicher ist längst nicht mehr zwingend NAND-Flash. Wir erläutern die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Solid State Drives.
Von Marc Sauter

  1. PM1733 Samsungs PCIe-Gen4-SSD macht die 8 GByte/s voll
  2. PS5018-E18 Phisons PCIe-Gen4-SSD-Controller liefert 7 GByte/s
  3. Ultrastar SN640 Western Digital bringt SSD mit 31 TByte im E1.L-Ruler-Format

Alexa: Das allgegenwärtige Ohr Amazons
Alexa
Das allgegenwärtige Ohr Amazons

Die kürzlich angekündigten Echo-Produkte bringen Amazons Sprachassistentin Alexa auf die Straße und damit Datenschutzprobleme in die U-Bahn oder in bisher Alexa-freie Wohnzimmer. Mehrere Landesdatenschutzbeauftragte haben Golem.de erklärt, ob und wie die Geräte eingesetzt werden dürfen.
Von Moritz Tremmel

  1. Digitaler Assistent Amazon bringt neue Funktionen für Alexa
  2. Echo Frames und Echo Loop Amazon zeigt eine Brille und einen Ring mit Alexa
  3. Alexa Answers Nutzer smarter Lautsprecher sollen Alexa Wissen beibringen

    •  /