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3I/Atlas: Interstellare Kometen könnten zukünftig abgefangen werden

Kometen von außerhalb des Sonnensystems helfen, Fragen zur Entstehung des Weltalls zu beantworten. Dafür muss man sie erreichen können.
/ Mario Petzold
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3I/Atlas, aufgenommen mit dem James-Webb-Weltraumteleskop (Bild: NASA, ESA, CSA, M. Cordiner (NASA-GSFC))
3I/Atlas, aufgenommen mit dem James-Webb-Weltraumteleskop Bild: NASA, ESA, CSA, M. Cordiner (NASA-GSFC)

Das unabhängige Forschungsinstitut Southwest Research Institute(öffnet im neuen Fenster) in San Antonio, Texas, USA, hat eine Methode erarbeitet, um in Zukunft interstellare Objekte innerhalb des Sonnensystems untersuchen zu können. Auf diese Weise hätte 3I/Atlas(öffnet im neuen Fenster) , das erst dritte als interstellar identifizierte Objekt, mit bestehender Technik und bei vertretbaren Kosten aus nächster Nähe untersucht werden können.

Wie genau eine solche Mission aussehen soll, wird allerdings nicht verraten. Die Ergebnisse sollen bei Interesse jedoch der Nasa präsentiert werden.

Große Herausforderung durch Bahnkurve

Bisher wurde angenommen, dass durch die üblicherweise sehr steile Bahnkurve und hohe Relativgeschwindigkeit ausgeschlossen ist, einen solchen Kometen mit einer Raumsonde zu erreichen. Die Berechnungen des Forschungsteams sollen dagegen zeigen, dass auch 3I/Atlas aus nächster Nähe hätte untersucht werden können.

Allerdings müsste die Untersuchung schnell erfolgen: Ein langsames Annähern oder gar ein Landemanöver sollen damit nicht möglich sein. Im schnellen Vorbeiflug könnten lediglich für einige Stunden Daten gesammelt werden. Eine Raumsonde dürfte sich relativ zu dem Kometen mit 100 Kilometern pro Sekunde an diesem vorbeibewegen.

Zahl der interstellaren Objekte soll steigen

Die Forschungsgruppe zeigt sich zuversichtlich, dass bald wesentlich mehr interstellare Objekte entdeckt werden. 3I/Atlas, wobei die 3 für das erst dritte Objekt dieser Art und das I für interstellar steht, war zwar erst der dritte Komet von außerhalb des Sonnensystems, aber jedes Jahr müssten mehrere davon innerhalb der Erdumlaufbahn um die Sonne zu finden sein.

Neue Teleskope wie das Vera C. Rubin Observatory(öffnet im neuen Fenster) in Chile sollen dazu beitragen, interstellare Objekte frühzeitig zu entdecken. Stimmen die Berechnungen des Southwest Research Institutes, könnte eine Sonde anschließend auf Beinahe-Kollisionskurs geschickt werden.


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