3G-Spektrum: Telekom beginnt breiten 5G-Test mit neuen Smartphones

In drei Städten probiert die Telekom das langsamere 5G N1 aus, wofür spezielle Smartphones nötig sind.

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Oneplus 8 Pro kann 5G N1
Oneplus 8 Pro kann 5G N1 (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Die Telekom hat den Testbetrieb für 5G in drei weiteren Städten, Düsseldorf, Ingolstadt und Halle/Saale, aufgenommen. Das gab das Unternehmen am 3. Juni 2020 bekannt. Schwerpunktmäßig testen die Techniker hier die Integration von Smartphones im 5G-Netz unter Live-Bedingungen sowie die internen Abläufe bei der Einschaltung größerer zusammenhängender Gebiete.

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Damit das unter realen Bedingungen passiert, senden die 5G-Antennen im Live-Netz. In Düsseldorf, Halle/Saale und Ingolstadt funkt der neue Mobilfunkstandard auf der 2,1-Gigahertz-Frequenz. Im Sommer werden die ersten Geräte erwartet, die die neuen Technologien auch nutzen können, hieß es zuvor von der Telekom. "Die Telekom erweitert ihr Geräteportfolio für 5G nach und nach. Schon in Kürze erwarten wir die ersten Geräte, die die neuen Technologien abbilden können", sagte Firmensprecherin Pia Habel Golem.de auf Anfrage.

5G per Refarming: Das ist legitim

Die Telekom nutzt seit April 5 Megahertz (MHz) aus ihrem bisherigen 3G-Spektrum im 2,1-Gigahertz-Band für LTE und 5G N1, nicht das schnelle 5G N78. Spätestens bis zum Jahresende will die Telekom das genutzte Spektrum verdreifachen. Wie der Youtuber Tobske berichtete, wurde von der Telekom mit 5G N1 mit einer Bandbreite von 15 MHz eine Datenübertragungsrate von 288 MBit/s bis 300 MBit/s erreicht. Das ist weit entfernt von den 5G-Höchstwerten von 1 GBit/s und mehr.

In Düsseldorf sind 54 Antennen eingeschaltet, sie decken laut Telekom den Innenstadtbereich und den Stadtteil Derendorf ab. Ingolstadt hat aktuell zwölf 5G-Antennen und soll noch im Laufe der Woche auf 51 kommen. Das 5G-Gebiet erstreckt sich von der historischen Altstadt bis zum Hauptbahnhof und schließt dabei auch Teile des Gewerbegebietes Südost mit ein. Weiterhin wurden laut Telekom 28 Antennen in Halle/Saale aktiviert. Sie versorgen den östlichen Industriebereich neben der Innenstadt sowie die Neustadt.

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Die Telekom arbeitet daran, über 40.000 Antennen für den 5G-Ausbau auf der 2,1-GHz-Frequenz noch in diesem Jahr auszubauen. Der 4G- und 5G-Ausbau der Telekom über das 2,1-Gigahertz-Band läuft über einen Modultausch im Betriebsraum der Antenne. Die Modernisierung nutzt die vorhandene Antennentechnik. Anschließend erfolgt die Aktivierung über ein Softwareupdate.

Dynamic Spectrum Sharing (DSS) erlaubt zudem den parallelen Betrieb von zwei Mobilfunk-Standards in einem Frequenzband. Auch für LTE wird durch die Technik ein weiteres Frequenzband nutzbar.

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