Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

3G-Abschaltung: Telekom-Mobilfunkverträge nennen UMTS-Ende

In den Verträgen der Telekom wird jetzt auf die Vergänglichkeit der UMTS-Lizenzen hingewiesen. Die Frequenzen waren immer nur bis 2020 zugewiesen.
/ Achim Sawall
37 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)
Telekom übernahm überzählige Netzstandorte von Telefónica Deutschland. (Bild: Telefónica O2)
Telekom übernahm überzählige Netzstandorte von Telefónica Deutschland. Bild: Telefónica O2

Die Deutsche Telekom erklärt in ihren Mobilfunkverträgen neuerdings, dass UMTS nur bis zum Jahresende 2020 verfügbar ist. Dort heißt es: "Die jeweilige örtlich (geographisch) verfügbare Mobilfunk-Technologie ist unter telekom.de/netzausbau(öffnet im neuen Fenster) einsehbar. Die dort aufgeführte Netztechnologie 3G (UMTS – Universal Mobile Telecommunications System – und HSPA – High Speed Packet Access-) im Mobilfunknetz der Telekom ist – vorbehaltlich einer Verlängerung – nur bis zum 31.12.2020 verfügbar."

Über die Änderung der Vertragstexte hat zuerst das Blog tk-world.de berichtet(öffnet im neuen Fenster). Die Bundesnetzagentur hält die im Jahr 2000 versteigerten UMTS-Frequenzen, die bis Ende 2020 zugeteilt sind, für den neuen 5G-Mobilfunk geeignet. Deshalb sei rechtzeitig über die erneute Bereitstellung der 3G-Frequenzen zu entscheiden. UMTS müsste damit abgeschaltet werden.

Hier handelt es sich um die gepaarten Frequenzen im 2-GHz-Band aus den Bereichen 1.920 MHz bis 1.980 MHz (Unterband) und 2.110 bis 2.170 MHz (Oberband).

Noch nichts festgelegt

Dem Onlinemagazin Teltarif.de(öffnet im neuen Fenster) sagte Telekom-Deutschlandchef Niek Jan van Damme auf die Frage nach dem Abschalten der UMTS-Netze, um Frequenzen für 5G zu bekommen: "Das sind durchaus Szenarien, die durchgespielt werden. Es wurde aber noch nichts festgelegt. Wenn wir uns dazu entscheiden, einen Standard zu Gunsten eines anderen abzuschalten, wäre das UMTS, aber nicht GSM."

Der neue Mobilfunkstandard kommt bis zum Jahr 2020 und soll 10 GBit/s, bei einigen Anwendungen sogar 20 GBit/s, eine sehr niedrige Latenzzeit von weniger als 1 Millisekunde und hohe Verfügbarkeit erreichen. Weltweit werden 100 Milliarden mobilfunkfähige Geräte gleichzeitig ansprechbar.


Relevante Themen