3G-Abschaltung: Telefónica will schneller mehr Frequenzen für LTE einsetzen

Telefónica Deutschland will den Umbau der 3G-Frequenzen für LTE beschleunigen. Das gab Telefónica am 26. August 2021 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Deutsche Telekom und Vodafone haben die Abschaltung und das Refarming bereits abgeschlossen.
Der Netzbetreiber hatte zum 1. Juli damit begonnen, das 3G-Netz in einzelnen Regionen abzuschalten und für ein Drittel der bundesweit rund 16.000 3G-Sender umgesetzt, um die freigewordenen Frequenzen für 4G nutzen zu können, was als Refarming bezeichnet wird.
Zum kommenden Monatswechsel wird Telefónica weitere 4.500 3G-Standorte abschalten. Dazu zählen Standorte an der Nord- und Ostsee, in Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie in einzelnen Teilen von Baden-Württemberg.
Wo das Refarming schneller gemacht wird
Rund 2.500 3G-Standorte folgen Mitte September. Beschleunigt werden dabei Umwidmungen von 3G auf 4G in Brandenburg (Märkisch-Oderland) und Nordrhein-Westfalen (Münsterland, Sauerland und Bergisches Land). Ursprünglich waren diese Arbeiten für November angesetzt.
Ab Mitte November rüstet das Unternehmen über 2.200 3G-Standorte um, deren Abschaltung bislang für Dezember vorgesehen war. Dies betrifft vor allem Regionen in Rheinland-Pfalz und Hessen. Letzte einzelne Standorte sollen noch bis Jahresende umgebaut werden.
Ursprünglich wurden die Frequenzen bei 2.100 MHz mit 20 MHz Bandbreite für 3G eingesetzt. Der Großteil der O2-Mobilfunkstandorte arbeitet aber bereits mit 15 MHz Bandbreite für 4G und nur noch mit 5 MHz für 3G. Nun nutzt das Unternehmen Refarming auch für die verbliebenen 5 MHz. In der Regel funkt der 4G-Standard an den Standorten bereits über die zusätzlichen Frequenzbänder 800 MHz, 1.800 MHz und 2.600 MHz.



