Abo
  • IT-Karriere:

3Doodler: Der 3D-Drucker für Freihandbetrieb

Das US-Unternehmen Wobbleworks präsentiert auf der Ifa den fertigen 3Doodler. Der Hand-3D-Drucker soll Anfang des kommenden Jahres ausgeliefert werden.

Artikel veröffentlicht am ,
3Doodler: Druckkopf ausgebaut
3Doodler: Druckkopf ausgebaut (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Die Entstehung des 3D-Druckers 3Doodler war kurios und eher ein Zufall: Eigentlich stellt der Anbieter Wobbleworks nämlich keine 3D-Drucker, sondern Spielzeug her. Auf 3D-Druckern. Weil ein Druck einen Fehler hatte, seien sie auf die Idee gekommen, einen Handdrucker zu kreieren, erzählt Daniel Cowen, einer der drei Wobbleworks-Gründer im Gespräch mit Golem.de bei der Internationalen Funkausstellung (Ifa).

Stellenmarkt
  1. spectrumK GmbH, Berlin
  2. über Dr. Maier & Partner GmbH Executive Search, Region Stuttgart

Der 3Doodler ist ein 3D-Drucker, mit dem per Schmelzschichtung (Fused Deposition Modeling, FDM) dreidimensionale Gegenstände und Strukturen aufgebaut werden können. Er funktioniert so ähnlich wie viele andere 3D-Drucker: Ein Plastikdraht wird in das Gerät eingezogen, geschmolzen und vorne durch eine Düse gedrückt.

So weit funktioniert der 3Doodler wie Ultimaker, Fabbster oder Replicator. Anders als diese kommt der 3Doodler aber ohne Computer und ohne 3D-Datei aus: Das Gerät wird mit der Hand bedient.

Luftgekühlt

Der Drucker ähnelt einem Lötkolben und funktioniert so ähnlich wie eine Heißklebepistole - allerdings eine automatische: Der Nutzer muss den Kunststoff nicht per Hand transportieren. Das macht ein Motor im Inneren des Geräts. Wird das Plastik - verarbeitet werden Polylactid (PLA) und Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymerisat (ABS) - durch die Düse gedrückt, muss das Material sofort erkalten, damit eine dreidimensionale Struktur, etwa eine Spirale, nicht sofort umfällt. Dafür sorgt eine Luftkühlung: Am Griff sitzt ein Ventilator, der Luft ansaugt. Sie tritt aus mehreren Öffnungen, die um die Düse herum angeordnet sind, wieder aus und lässt das heiße, weiche Material erstarren.

  • Der 3Doodler in Aktion: Daniel Cohen zeichnet,... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... das Bild bekommt eine dreidimensionale Struktur. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Mit dem 3Doodler lassen sich aber auch filigrane Gebilde aufbauen, die Berliner Quadriga etwa. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Oder der Big Ben und der Eiffelturm. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Cohens Lieblingsstück (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Anfang 2014 soll der Hand-3D-Drucker erhältlich sein. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Der 3Doodler in Aktion: Daniel Cohen zeichnet,... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)

Als ein Druck in einem 3D-Drucker misslungen sei, habe einer der Kollegen gefragt, ob sich der nicht einfach reparieren lasse, indem das Plastik an der entsprechenden Stelle aufgebracht werde. Dazu müsse doch nur der Druckkopf aus dem Gerät ausgebaut werden. Das funktionierte - und das Konzept für den 3Doodler war geboren.

Erfolg bei Kickstarter

Anfang des Jahres startete Wobbleworks eine Kickstarter-Kampagne, um die Serienproduktion des 3D-Druckers finanzieren zu können. Sie seien von dem Erfolg geradezu überrollt worden, erzählt Max Bogue, der zweite Gründer: Das Ziel seien 30.000 US-Dollar gewesen. Am Ende hätten sie über 2,3 Millionen US-Dollar bekommen.

Seither hätten sie viel Zeit damit verbracht, den 3Doodler zu verbessern, sagt Cowen. Jetzt sei das Gerät serienreif und bereit zur Auslieferung. Die ersten Geräte bekommen die Unterstützer aus der Kickstarter-Kampagne. Über die Website kann der 3D-Drucker ab sofort vorbestellt werden. Anfang kommenden Jahres will Wobbleworks sie ausliefern. Der 3Doodler kostet knapp 100 US-Dollar. Im Lieferumfang sind zwei Pakete mit Plastikstiften enthalten.

Ergänzung, keine Konkurrenz

Sie verstünden ihren Drucker nicht als Konkurrenz zu den Desktopgeräten wie den Ultimaker, sagt Bogue. Er sei eher eine Ergänzung dazu - schließlich ließen sich damit sehr gut misslungene Drucke retten, etwa indem Löcher gestopft werden, oder reparieren, wenn etwas abgebrochen sei.

Dann zeigen er und Cowen Golem.de einige Objekte, die mit dem 3Doodler aufgebaut wurden: einen Eiffelturm, einen Big Ben, die Berliner Quadriga. Mit dem Stift kann aber auch dreidimensional gezeichnet werden, zeigt Cowen: Er zieht mit dem 3Doodler eine Zeichnung auf Papier nach, die so eine 3D-Struktur erhält. Sein Liebling, sagt Cowen, seien aber nicht die Gebäude, sondern eine Figur von Peter Rabbit.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 349,00€
  2. 127,99€ (Bestpreis!)
  3. 274,00€

Whelee 15. Dez 2013

Oder, mit noch mehr ABS-Plastik, hier: http://r.ebay.com/aPRhFe

Vollbluthonk 06. Sep 2013

...ist im 3D Bereich nicht mehr als "Namen in den Schnee pi....". Besoffen vielleicht...

Lox 06. Sep 2013

Zur Info: Im Artikel wird das Teil explizit mit einer Heissklebepistole verglichen...

mnementh 06. Sep 2013

Sie beschreiben ja ganz genau wozu sie es brauchen: Um leicht fehlgeschlagene Drucke zu...

Keridalspidialose 06. Sep 2013

http://www.asklubo.com/uploads/attachments/published/12/1921/de/pottery-wheel.jpg :)


Folgen Sie uns
       


Linux für Gaming installieren - Tutorial

Die Linux-Distribution Manjaro eignet sich gut für Spiele - wir erklären im Video wie man sie installiert.

Linux für Gaming installieren - Tutorial Video aufrufen
In eigener Sache: Neue Workshops zu agilem Arbeiten und Selbstmanagement
In eigener Sache
Neue Workshops zu agilem Arbeiten und Selbstmanagement

Wir haben in unserer Leserumfrage nach Wünschen für Weiterbildungsangebote gefragt. Hier ist das Ergebnis: Zwei neue Workshops widmen sich der Selbstorganisation und gängigen Fehlern beim agilen Arbeiten - natürlich extra für IT-Profis.

  1. In eigener Sache ITler und Board kommen zusammen
  2. In eigener Sache Herbsttermin für den Kubernetes-Workshop steht
  3. Golem Akademie Golem.de startet Angebote zur beruflichen Weiterbildung

Transport Fever 2 angespielt: Wachstum ist doch nicht alles
Transport Fever 2 angespielt
Wachstum ist doch nicht alles

Wesentlich mehr Umfang, bessere Übersicht dank neuer Benutzerführung und eine Kampagne mit 18 Missionen: Das Schweizer Entwicklerstudio Urban Games hat Golem.de das Aufbauspiel Transport Fever 2 vorgestellt - bei einer Bahnfahrt.
Von Achim Fehrenbach

  1. Mordhau angespielt Die mit dem Schwertknauf zuschlagen
  2. Bus Simulator angespielt Zwischen Bodenschwelle und Haltestelle
  3. Bright Memory angespielt Brachialer PC-Shooter aus China

iPad OS im Test: Apple entdeckt den USB-Stick
iPad OS im Test
Apple entdeckt den USB-Stick

Zusammen mit iOS 13 hat Apple eine eigene Version für seine iPads vorgestellt: iPad OS verbessert die Benutzung als Tablet tatsächlich, ein Notebook-Ersatz ist ein iPad Pro damit aber immer noch nicht. Apple bringt aber endlich Funktionen, die wir teilweise seit Jahren vermisst haben.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Tablets Apple bringt neues iPad Air und iPad Mini
  2. Eurasische Wirtschaftskommission Apple registriert sieben neue iPads
  3. Apple Es ändert sich einiges bei der App-Entwicklung für das iPad

    •  /