3D Xpoint: Intels Optane Memory überzeugt nur bedingt

Als Systembeschleuniger kombiniert mit einer Festplatte eignet sich Optane Memory zwar gut. Demgegenüber stehen aber die hohe Leistungsaufnahme und vor allem der Preis. Dennoch sind die kleinen Module interessant für PC-Hersteller.

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Optane Memory
Optane Memory (Bild: Intel)

Intel hat mehrere US-Medien mit dem neuen Optane Memory bemustert, ab heute sind Systembeschleuniger zudem im Handel erhältlich. Die Tests fallen sehr unterschiedlich aus: Einige jubeln ziemlich, andere urteilen weitestgehend positiv, sprechen von einem Lückenfüller oder sind gar enttäuscht. Das Urteil hängt davon ab, was gemessen und verglichen wurde, wenngleich Intel ein komplettes Testsystem lieferte.

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Bei Optane Memory handelt es sich um M.2-Steckkarten mit 16 oder 32 GByte an nichtflüchtigem 3D-Xpoint-Speicher. Der soll schneller und latenzärmer arbeiten als Flash-Speicher in SSDs, die Module sind daher als Systembeschleuniger in Kombination mit einer Festplatte gedacht. Zu lesende und zu schreibende Daten werden hierzu von einem Algorithmus verwaltet und auf dem Optane Memory gecacht. Die Einbindung ins System erfolgt per Software (Intels Rapid Storage Technology) exklusiv unter Windows 10, ein aktueller Kaby-Lake-Prozessor samt 200er-Chipsatz ist Voraussetzung.

Sinnvoll in Kombination mit einer HDD

Verglichen mit einer 3,5-Zoll-Festplatte mit 7.200 Umdrehungen pro Minute beschleunigt der Optane Memory den Start praktisch jeder Anwendung - egal ob Browser, Photoshop oder Spiele. Auch eine per Sata-Schnittstelle angebundene und recht langsame SSD wie eine Crucial MX300 profitiert, wenn sie mit dem 3D-Xpoint-Modul kombiniert wird. Das liegt an den niedrigeren Latenzen, der höheren Leserate bei wahlfreien 4K-Zugriffen und generell bei geringer Befehlstiefe (Queue Depth) - so wie von Intel versprochen.

Problematisch ist die hohe Leistungsaufnahme, die bei rund einem Watt im Leerlauf liegt. In Desktopsystemen oder entsprechenden Replacement-Notebooks, wo die Akkulaufzeit wenig zählt, ist das allerdings kaum ein Problem. Vor allem dürfte es dem Controller geschuldet sein, was Intel aber eventuell mit einem Firmware-Update ändern kann. Mit 16 oder 32 GByte für 70 sowie 110 Euro fällt obendrein der Preis pro GByte Speicherplatz hoch aus.

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Endkunden erhalten hierfür gute Sata-SSDs im M.2-Formfaktor mit 120 und 250 GByte Kapazität. Für Hersteller von Komplettsystemen, die lieber mit viel Speicherplatz werben, ist Optane Memory jedoch eine Option. MSI etwa verbaut im Nightblade MI3 ein 16-GByte-Modul und eine 2-TByte-Festplatte.

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