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3D-Varius: Pauline, die Geige aus dem 3D-Drucker

Diese Geige sieht nicht nur unkonventionell aus, sie wurde auch auf unkonventionelle Weise hergestellt: Laurent Bernadac hat sie von einem 3D-Drucker aufbauen lassen. Vorbild war ein klassisches Instrument.

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3D-gedruckte Geige Pauline: Korpus, Hals und Kinnhalter aus einem Stück
3D-gedruckte Geige Pauline: Korpus, Hals und Kinnhalter aus einem Stück (Bild: 3D-Varius/Screenshot: Golem.de)

Der Name ist zwar eine Reminiszenz an den genialen Geigenbauer Antonio Stradivari. Mit dessen Kreationen hat die Geige von Laurent Bernadac, Ingenieur und Musiker aus Frankreich, auf den ersten Blick jedoch wenig zu tun: Die 3D-Varius wurde mit einem 3D-Drucker hergestellt.

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Herausgekommen ist Pauline, ein futuristisch anmutendes Instrument aus einem durchsichtigen Kunststoff. Hals, Korpus und Kinnhalter sind aus einem Stück gefertigt. Lediglich die Saiten, der Steg, auf dem diese aufliegen, sowie die Wirbel, mit denen die Saiten gespannt werden, wurden später hinzugefügt.

Licht härtet Kunstharz

Die Geige wurde mit einem Drucker vom Typ SLA 3500 des US-Unternehmens 3D Systems aufgebaut. Er nutzt das Verfahren der Stereolithographie (SLA). Dabei wird ein flüssiges Kunstharz durch ultraviolettes Licht (UV) ausgehärtet.

Das Kunstharz befindet sich in einem Behälter. Dort hinein wird eine Arbeitsplattform abgesenkt. Unter dem Behälter sitzt ein beweglich gelagerter Laser, der die Form der Geige abfährt und das Kunstharz belichtet. Danach wird die Arbeitsplattform angehoben und die nächste Lage wird belichtet. Am Ende hängt das Werkstück kopfüber unter der Plattform.

Die Geige wird gehärtet

Nach dem Druck hat Bernadac die Grate der Stützstruktur entfernt und die Geige gereinigt. Anschließend wurde sie unter UV-Licht einmal extra gehärtet. Erst dadurch erhält sie die Stabilität, um den Belastungen durch die gespannten Saiten standzuhalten.

Die Idee, eine Geige per 3D-Druck herzustellen, hatte Bernadac vor einigen Jahren zusammen mit Géraldine Puel, mit der er auch musiziert. Pauline ist bereits ihr zweites Instrument. Das erste war zu schwer und ließ sich nicht gut spielen.

3D-Varius basiert auf einer Stradivari

Auch wenn das Instrument in seiner Form sehr reduziert ist, basiert es auf einer echten Stradivari, wie Bernadac sagt. Geigen aus Kunststoff sind indes nichts Neues: Geigerin Vanessa Mae etwa spielt zuweilen auf Kunststoff-Instrumenten, die ebenfalls nur entfernt nach dem ehrwürdigen Streichinstrument aussehen.

Bernadac ist nicht der erste, der auf die Idee kommt, ein Musikinstrument per 3D-Druck aufzubauen: Vor einigen Jahren hat ein Wissenschaftler am Media Lab des Massachusetts Institute of Technology eine Querflöte mit einem 3D-Drucker hergestellt.

Puel und Bernadac wollen die 3D-Varius nicht nur selbst spielen. Ab dem kommenden Jahr soll das Instrument als Produkt erhältlich sein.

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leed 31. Aug 2015

Finde das Teil genial. Natürlich werden Klassik Anhänger sich darüber beschweren, aber...

Anonymer Nutzer 29. Aug 2015

Wenn du die Feder auch selbst drucken kannst reden wir nochmal. xD


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