Abo
  • IT-Karriere:

Mehlwürmer drucken

Denn obwohl der 3D-Lebensmitteldruck in den kommenden Jahren und Jahrzehnten wohl kaum an das Vorbild des Replikators herankommen wird, kann er sich bereits aktueller Probleme annehmen. Eins davon ist die Versorgung der Menschen mit tierischen Proteinen.

Stellenmarkt
  1. Verbraucherzentrale Baden-Württemberg e. V., Stuttgart
  2. Stromnetz Hamburg GmbH, Hamburg

Noch weit entfernt sind Naturwissenschaftler und Bio-Ingenieure bisher davon, künstliches Fleisch herzustellen. Dabei sollen Gewebestrukturen aus Stammzellen von Tieren gedruckt werden. 2014 machte das kalifornische Unternehmen Modern Meadow Schlagzeilen mit dem Vorhaben, mittels dieses sogenannten Biodruckers essbares Fleisch zu erzeugen. Seitdem hört und liest man von der ausgefallenen Idee nichts mehr. Auf das Thema Fleischdruck geht die Pressebeauftragte des Unternehmens auf Anfrage von Golem.de nicht ein und verweist darauf, dass sich die Firma auf die künstliche Herstellung von Leder spezialisiert habe.

Der Fleischwissenschaftler Keith Belk von der amerikanischen Colorado State University meint jedenfalls, dass es zurzeit unmöglich sei, künstlich Fleisch durch 3D-Druck herzustellen. Und wenn es gelänge, würde das Produkt unverhältnismäßig viele Ressourcen verbrauchen und um die 50.000 US-Dollar je Pfund kosten. Der 3D-Drucker müsste Zutaten wie verschiedenste Proteine und Zellteile verwenden - bis heute sei es schwierig herauszufinden, welche Zutaten in welcher Menge dafür nötig seien.

  • Ein Eichhörnchen aus Teewurst, hergestellt mit dem 3D-Lebensmitteldrucker Procusini aus Bayern (Bild: Procusini)
  • Ein Oktopus aus Kartoffelpüree (Bild: Procusini)
  • 3D-Porträt aus Marzipan (Bild: Procusini)
  • Vom 3D-Lebensmitteldrucker Foodini aus Spanien stammt diese gedruckte Pizza Margherita. (Bild: Natural Machines)
  • Der katalanische Sterne-Koch Paco Pérez ließ den Foodini in seinem Restaurant Miramar diese 3D-gedruckten Mini-Quiches drucken. (Bild: Natural Machines)
  • Eine Kreation des 3D-Lebensmitteldruckers Focus: Sellerie-Haselnuss-Püree als organisches Gitter, garniert mit richtigen Pilzen und Pflänzchen (Bild: byFlow)
  • Dank unterschiedlicher Düsengrößen können die Essensdrucker laut Hersteller nicht nur Pasten sondern auch gröbere Konsistenzen wie Hummus designen. (Bild: byFlow)
  • Marzipan eignet sich gut für den 3D-Druck, hier formatiert mit dem Focus. (Bild: byFlow)
  • Minimalistisch: der 3D-Lebensmitteldrucker Focus, hergestellt von der niederländischen Firma Byflow (Bild: ByFlow)
  • Auf der Webseite von Byflow können die Designs für die Rezepte frei heruntergeladen und an den Focus per WLAN übermittelt werden. (Bild: byFlow)
  • Focus in Aktion mit Avocadocreme (Bild: byFlow)
  • Mit dem Focus gewann die Chefin der Eindhover Firma Byflow Nina Hoff, Bildmitte, den niederländischen Preis zur Tech Entrepreneur 2018 - eine Auszeichnung für weibliche Technik-Talente (Bild: byFlow)
  • Besonders bei Chocolatiers und Konditoren ist der Focus beliebt. Hier ein Design aus Schokolade (Bild: byFlow)
  • Die Essensdrucker aus dem bayerischen Freising: Procusini und Procusini Dual (Bild: Procusini)
  • Melanie Senger, rechts im Bild, mit ihrer Kollegin Eva Marlena Schlosser. Senger ist  Mitgründerin des Unternehmens Print2Taste, das den Procusini herstellt. (Bild: Procusini)
  • Die Kapselhalter des Procusini sind je nach Lebensmittel entsprechend beheizt. (Bild: Procusini)
  • Im Procusini-Shop gibt es u.a. Kapseln mit grüner, roter oder schwarzer Pastapaste. Acht Kapseln zu je 85 g kosten etwa 25 Euro. (Bild: Procusini)
  • Rote Pasta-Hummer, gedruckt mit dem Procusini (Bild: Procusini)
  • Paarbüste aus Marzipan, erschaffen mittels 3D-Scan und dem Procusini (Bild: Procusini)
  • Ein 3D-Butterkopf, extrudiert mit dem Essensdrucker Foodini (Bild: Natural Machines)
  • Auftritt im Restaurant: zwei Exemplare des 3D-Lebensmitteldruckers Foodini aus Spanien (Bild: Natural Machines)
  • Der Foodini mit großem Display in Aktion (Bild: Natural Machines)
  • Lynette Kucsma ist Mitgründerin von Natural Machines aus Barcelona, den Herstellern eines der berühmtesten Essensdrucker überhaupt: dem Foodini (Bild: Natural Machines)
  • Dracula-Essen, designt mit dem Foodini (Bild: Natural Machines)
  • Diese Burger wurden mit dem Foodini gedruckt. (Bild: Natural Machines)
  • Fleischmus lässt sich prima drucken. Hier: Rind mit Currypaste (Bild: byFlow)
  • Der "Falsche Hase" einmal anders, nämlich aus Mehlwurmpaste. Ein 3D-Drucker hat das unkonventionelle Fleisch geformt. (Bild: Carolin Schulze)
  • Das preisgekrönte Projekt der Designerin Carolin Schulze befasst sich mit der Vision für eine nachhaltige Proteinquelle: 3D-Drucker formen Insektenfleisch zu appetitlicherer Nahrung. (Bild: Carolin Schulze)
Diese Burger wurden mit dem Foodini gedruckt. (Bild: Natural Machines)

Echtes Fleisch lässt sich dagegen drucken, und so gibt es Ansätze zum Thema zukünftige Welternährung mit einer unkonventionellen Proteinquelle: Die Leipziger Künstlerin Carolin Schulze hatte etwa die Idee, Insektenfleisch in einer ansehnlicheren Form zu drucken, um Hemmungen gegenüber diesem Nahrungsmittel abzubauen. Für ihren ganz speziellen falschen Hasen, eine Mehlwurmpaste, baute die Materialdesignerin einen 3D-Drucker um, druckte die Speise in eine Hasenform und erhielt dafür 2015 den Bundespreis Ecodesign in der Kategorie Nachwuchs.

Reste appetitlich machen

Mit dem isländischen Fisch- und Biotechinstitut Matís arbeitet aktuell Natural Machines zusammen, der spanische Hersteller des 3D-Lebensmitteldruckers Foodini. Reste vom Fischfilet werden normalerweise weggeworfen, seien aber sehr gesund, sagt Lynette Kucsma von Natural Machines. "Da bleibt richtig viel Fleisch zurück. Wir nehmen die Fischreste, drucken sie und machen sie so appetitlich. Damit tragen wir dazu bei, dass in der Welt weniger Essen weggeschmissen wird."

Diese Fischreste könnte der Foodini nicht nur bald in genießbaren Formen drucken, sondern zuvor auch kochen und anschließend kühlen - und das mit einem Knopfdruck. An diesem autonomen Küchengerät, dem 3D-Essensdrucker der nächsten Generation, arbeitet das Team von Natural Machines. "Wir geben hier keine Deadline zum Markteintritt preis. Aber wir haben Prototypen davon im Büro", sagt Kucsma, "und diese Technologie wird kommen."

 Open- oder Closed-Source für das 3D-Teewursteichhörnchen?
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7. 6


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 2,99€
  2. 37,49€
  3. 38,99€
  4. 2,22€

DreiChinesenMit... 21. Apr 2018

Ich nicht. Das bestätigt ja meine Aussage. Gut sind nur eine kleine Teilmenge. Somit...

GLuv 11. Apr 2018

Auf der Welt verhungern immernoch täglich menschen und wir bauen drucker um unseren Fra...

My1 19. Mär 2018

https://www.youtube.com/watch?v=_QdPW8JrYzQ

gadthrawn 15. Mär 2018

Sehr viele Senioren bekommen Smooth Food - püriertes Essen, welches wie echtes...

Stefann 14. Mär 2018

Na ja finde ich nun auch nicht so toll. Ich habe zwar einen 3D Drucker zuhause aber nutze...


Folgen Sie uns
       


Geräuschunterdrückung von drei ANC-Kopfhörern im Vergleich

Wir haben den neuen ANC-Kopfhörer von Audio Technica gegen die Konkurrenz von Bose und Sony antreten lassen. Im Video sind die Unterschiede bei der ANC-Leistung zwischen dem ATH-ANC900BT, dem Quiet Comfort 35 II und dem WH-1000XM3 deutlich hörbar.

Geräuschunterdrückung von drei ANC-Kopfhörern im Vergleich Video aufrufen
Mordhau angespielt: Die mit dem Schwertknauf zuschlagen
Mordhau angespielt
Die mit dem Schwertknauf zuschlagen

Ein herausfordernd-komplexes Kampfsystem, trotzdem schnelle Action mit Anleihen bei Chivalry und For Honor: Das vom Entwicklerstudio Triternion produzierte Mordhau schickt Spieler in mittelalterlich anmutende Multiplayergefechte mit klirrenden Schwertern und hohem Spaßfaktor.
Von Peter Steinlechner

  1. Bus Simulator angespielt Zwischen Bodenschwelle und Haltestelle
  2. Bright Memory angespielt Brachialer PC-Shooter aus China

Azure Speech Service: Microsofts Demos entstehen im fensterlosen Nerd-Keller
Azure Speech Service
Microsofts Demos entstehen im fensterlosen Nerd-Keller

Build 2019 Moderne Architektur, große Fenster, ein Zen-Garten: Microsofts Campus wirkt außen modern und aufgeräumt. Präsentationen entstehen trotzdem in einem fensterlosen Raum, in dem sich Hardware und Werkzeug stapeln. Microsoft zeigt dort auch eine ungeskriptete Version seiner Spracherkennungssoftware.
Von Oliver Nickel

  1. Beta Writer Algorithmus schreibt wissenschaftliches Buch
  2. Google Neuer KI-Rat soll Googles ethische Richtlinien umsetzen
  3. Affectiva KI erkennt die Gefühle von Autofahrern

Lightyear One: Luxus-Elektroauto fährt auch mit Solarstrom
Lightyear One
Luxus-Elektroauto fährt auch mit Solarstrom

Ein niederländisches Jungunternehmen hat ein ungewöhnliches Fahrzeug entwickelt, das Luxus und Umweltfreundlichkeit kombiniert. Solarzellen auf dem Dach erhöhen die Reichweite um bis zu 220 Kilometer.
Von Wolfgang Kempkens

  1. EZ-Pod Renault-Miniauto soll Stadtverkehr in Kolonne fahren
  2. Elektromobilität EnBW will weitere 2.000 Schnellladepunkte errichten
  3. Elektromobilität Verkehrsminister will Elektroautos länger und mehr fördern

    •  /