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Open- oder Closed-Source für das 3D-Teewursteichhörnchen?

Die Vorlagen für die essbaren 3D-Formen stammen je nach Maschine von einer anderen Software. So experimentiert der Milchtechnologe in Stuttgart, Stefan Nöbel, mit einem 3D-Lebensmitteldrucker, dessen Closed-Source-Software ihm Schwierigkeiten bereitet: Der Drucker fährt derzeit fälschlicherweise jede Bahn zweimal. "Da der Hersteller vor zwei Jahren pleitegegangen ist, kommen wir nicht an den Code ran für die Maschine. Das ist schon ärgerlich."

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Dagegen funktioniert der Essensdrucker Focus der niederländischen Firma Byflow mit Slic3r, einer Open-Source-Software für 3D-Druck, mit den Dateiformaten STL oder OBJ. Die Software wandelt das 3D-Modell in eine Datei um, die der Drucker erkennt. Um selbst Modelle zu kreieren, benötigt der Focus Designsoftware wie Doodle3D Transform, TinkerCAD oder Solidworks. Auf seiner Webseite bietet Byflow auch kostenlose Designs zum Download an. Die beiden anderen hier beschriebenen 3D-Lebensmitteldrucker aus Europa, Procusini und Foodini, funktionieren jeweils mit einer unternehmenseigenen Software. Vorteil hierbei: Mit deren Software können leicht eigene Modelle kreiert werden, und sie beinhaltet eine Bibliothek an 3D-Formen.

  • Ein Eichhörnchen aus Teewurst, hergestellt mit dem 3D-Lebensmitteldrucker Procusini aus Bayern (Bild: Procusini)
  • Ein Oktopus aus Kartoffelpüree (Bild: Procusini)
  • 3D-Porträt aus Marzipan (Bild: Procusini)
  • Vom 3D-Lebensmitteldrucker Foodini aus Spanien stammt diese gedruckte Pizza Margherita. (Bild: Natural Machines)
  • Der katalanische Sterne-Koch Paco Pérez ließ den Foodini in seinem Restaurant Miramar diese 3D-gedruckten Mini-Quiches drucken. (Bild: Natural Machines)
  • Eine Kreation des 3D-Lebensmitteldruckers Focus: Sellerie-Haselnuss-Püree als organisches Gitter, garniert mit richtigen Pilzen und Pflänzchen (Bild: byFlow)
  • Dank unterschiedlicher Düsengrößen können die Essensdrucker laut Hersteller nicht nur Pasten sondern auch gröbere Konsistenzen wie Hummus designen. (Bild: byFlow)
  • Marzipan eignet sich gut für den 3D-Druck, hier formatiert mit dem Focus. (Bild: byFlow)
  • Minimalistisch: der 3D-Lebensmitteldrucker Focus, hergestellt von der niederländischen Firma Byflow (Bild: ByFlow)
  • Auf der Webseite von Byflow können die Designs für die Rezepte frei heruntergeladen und an den Focus per WLAN übermittelt werden. (Bild: byFlow)
  • Focus in Aktion mit Avocadocreme (Bild: byFlow)
  • Mit dem Focus gewann die Chefin der Eindhover Firma Byflow Nina Hoff, Bildmitte, den niederländischen Preis zur Tech Entrepreneur 2018 - eine Auszeichnung für weibliche Technik-Talente (Bild: byFlow)
  • Besonders bei Chocolatiers und Konditoren ist der Focus beliebt. Hier ein Design aus Schokolade (Bild: byFlow)
  • Die Essensdrucker aus dem bayerischen Freising: Procusini und Procusini Dual (Bild: Procusini)
  • Melanie Senger, rechts im Bild, mit ihrer Kollegin Eva Marlena Schlosser. Senger ist  Mitgründerin des Unternehmens Print2Taste, das den Procusini herstellt. (Bild: Procusini)
  • Die Kapselhalter des Procusini sind je nach Lebensmittel entsprechend beheizt. (Bild: Procusini)
  • Im Procusini-Shop gibt es u.a. Kapseln mit grüner, roter oder schwarzer Pastapaste. Acht Kapseln zu je 85 g kosten etwa 25 Euro. (Bild: Procusini)
  • Rote Pasta-Hummer, gedruckt mit dem Procusini (Bild: Procusini)
  • Paarbüste aus Marzipan, erschaffen mittels 3D-Scan und dem Procusini (Bild: Procusini)
  • Ein 3D-Butterkopf, extrudiert mit dem Essensdrucker Foodini (Bild: Natural Machines)
  • Auftritt im Restaurant: zwei Exemplare des 3D-Lebensmitteldruckers Foodini aus Spanien (Bild: Natural Machines)
  • Der Foodini mit großem Display in Aktion (Bild: Natural Machines)
  • Lynette Kucsma ist Mitgründerin von Natural Machines aus Barcelona, den Herstellern eines der berühmtesten Essensdrucker überhaupt: dem Foodini (Bild: Natural Machines)
  • Dracula-Essen, designt mit dem Foodini (Bild: Natural Machines)
  • Diese Burger wurden mit dem Foodini gedruckt. (Bild: Natural Machines)
  • Fleischmus lässt sich prima drucken. Hier: Rind mit Currypaste (Bild: byFlow)
  • Der "Falsche Hase" einmal anders, nämlich aus Mehlwurmpaste. Ein 3D-Drucker hat das unkonventionelle Fleisch geformt. (Bild: Carolin Schulze)
  • Das preisgekrönte Projekt der Designerin Carolin Schulze befasst sich mit der Vision für eine nachhaltige Proteinquelle: 3D-Drucker formen Insektenfleisch zu appetitlicherer Nahrung. (Bild: Carolin Schulze)
Auf der Webseite von Byflow können die Designs für die Rezepte frei heruntergeladen und an den Focus per WLAN übermittelt werden. (Bild: byFlow)

Alle drei Drucker verfügen über eine WLAN-Verbindung und ermöglichen die kabellose Bedienung mit Computer, Tablet oder Laptop.

Replikatoren existieren als Prototypen

Natural Machines arbeitet des Weiteren intensiv an Lösungen für das Internet der Dinge (IoT - Internet of Things), um die Technologie des Foodini zu optimieren. Die gefüllten Kapseln im Foodini lassen sich mit IoT-Chips versehen, erläutert die Mitbegründerin des Unternehmens, Lynette Kucsma. Die Chips können dem Gerät mitteilen, welche Zutaten in der Kapsel sind, damit es Druckeinstellungen selbstständig vornimmt. Die Daten zu Kalorien und Inhaltstoffen zu haben, sei auch für Kunden interessant, die damit beispielsweise ihren digitalen Diätplan kontrollieren können. "Wir arbeiten am Foodini sehr viel mit künstlicher Intelligenz und maschinellem Sehen. Aber die Technologie ist noch in einem sehr frühen Stadium", sagt Kucsma.

Verbunden werden könnte der Essensdrucker etwa mit einem IoT-Messgerät, das ihm - wie im Anfangsszenario beschrieben - unsere Stoffwechseldaten übermittelt. So hätte er die Befehle für das personalisierte Frühstück seines Besitzers, das diesen fitter und gesünder macht. Ob das Messgerät einen Handballen oder einen Blutstropfen für die DNA-Analyse braucht oder ob gar die smarte IoT-Toilette die Analysearbeit verrichtet, ist bei dieser Vision noch unklar. Forscher der China Europe International Business School (CEIBS) in Zürich und der Universität Wageningen in den Niederlanden prognostizieren zumindest, dass diese intelligente Toilette, die unsere individuelle DNA analysiert, im Jahr 2027 so üblich sein werde wie ein Smartphone.

Und damit nicht genug: Noch vor 2027 soll es laut diesen Forschern möglich sein, Lebensmittel zu erschaffen, die auf das einzigartige genetische Profil einer Person abgestimmt sind. Die Prototypen von 3D-Druckern, die diese Lebensmittel zusammenstellen, gibt es bereits in Forschungslaboren, wie Peer Ederer vom CEIBS bestätigt. Es wären die angehenden Replikatoren. Der Wissenschaftler sieht durch diese technologischen Entwicklungen tiefgreifende ethische Fragen aufkommen und damit die Unternehmen gegenüber Kunden in der Pflicht offenzulegen, welche Technologien sie verwenden oder nicht.

Starkes Wachstum erwartet

Zwischen all den anderen Druckschöpfungen wird der 3D-Lebensmitteldruck gelegentlich belächelt. Schließlich handelt es sich nicht um Flugzeuge oder Fußprothesen, sondern um Ravioli, Sellerie-Haselnuss-Paste oder Marzipan. "Der Lebensmitteldruck ist eigenartigerweise ein Bereich, der sehr stark expandiert", wundert sich auch Hartmut Schwandt, Leiter des 3D-Labors an der Technischen Universität Berlin. Der Mathematiker hatte bisher noch nicht die Gelegenheit, mit Lebensmitteln zu drucken. Zusammen mit seinem interdisziplinären Team stellt er mit Hilfe der 3D-Technik Miniaturgebäude für Museen oder auch Herzklappen her.

  • Ein Eichhörnchen aus Teewurst, hergestellt mit dem 3D-Lebensmitteldrucker Procusini aus Bayern (Bild: Procusini)
  • Ein Oktopus aus Kartoffelpüree (Bild: Procusini)
  • 3D-Porträt aus Marzipan (Bild: Procusini)
  • Vom 3D-Lebensmitteldrucker Foodini aus Spanien stammt diese gedruckte Pizza Margherita. (Bild: Natural Machines)
  • Der katalanische Sterne-Koch Paco Pérez ließ den Foodini in seinem Restaurant Miramar diese 3D-gedruckten Mini-Quiches drucken. (Bild: Natural Machines)
  • Eine Kreation des 3D-Lebensmitteldruckers Focus: Sellerie-Haselnuss-Püree als organisches Gitter, garniert mit richtigen Pilzen und Pflänzchen (Bild: byFlow)
  • Dank unterschiedlicher Düsengrößen können die Essensdrucker laut Hersteller nicht nur Pasten sondern auch gröbere Konsistenzen wie Hummus designen. (Bild: byFlow)
  • Marzipan eignet sich gut für den 3D-Druck, hier formatiert mit dem Focus. (Bild: byFlow)
  • Minimalistisch: der 3D-Lebensmitteldrucker Focus, hergestellt von der niederländischen Firma Byflow (Bild: ByFlow)
  • Auf der Webseite von Byflow können die Designs für die Rezepte frei heruntergeladen und an den Focus per WLAN übermittelt werden. (Bild: byFlow)
  • Focus in Aktion mit Avocadocreme (Bild: byFlow)
  • Mit dem Focus gewann die Chefin der Eindhover Firma Byflow Nina Hoff, Bildmitte, den niederländischen Preis zur Tech Entrepreneur 2018 - eine Auszeichnung für weibliche Technik-Talente (Bild: byFlow)
  • Besonders bei Chocolatiers und Konditoren ist der Focus beliebt. Hier ein Design aus Schokolade (Bild: byFlow)
  • Die Essensdrucker aus dem bayerischen Freising: Procusini und Procusini Dual (Bild: Procusini)
  • Melanie Senger, rechts im Bild, mit ihrer Kollegin Eva Marlena Schlosser. Senger ist  Mitgründerin des Unternehmens Print2Taste, das den Procusini herstellt. (Bild: Procusini)
  • Die Kapselhalter des Procusini sind je nach Lebensmittel entsprechend beheizt. (Bild: Procusini)
  • Im Procusini-Shop gibt es u.a. Kapseln mit grüner, roter oder schwarzer Pastapaste. Acht Kapseln zu je 85 g kosten etwa 25 Euro. (Bild: Procusini)
  • Rote Pasta-Hummer, gedruckt mit dem Procusini (Bild: Procusini)
  • Paarbüste aus Marzipan, erschaffen mittels 3D-Scan und dem Procusini (Bild: Procusini)
  • Ein 3D-Butterkopf, extrudiert mit dem Essensdrucker Foodini (Bild: Natural Machines)
  • Auftritt im Restaurant: zwei Exemplare des 3D-Lebensmitteldruckers Foodini aus Spanien (Bild: Natural Machines)
  • Der Foodini mit großem Display in Aktion (Bild: Natural Machines)
  • Lynette Kucsma ist Mitgründerin von Natural Machines aus Barcelona, den Herstellern eines der berühmtesten Essensdrucker überhaupt: dem Foodini (Bild: Natural Machines)
  • Dracula-Essen, designt mit dem Foodini (Bild: Natural Machines)
  • Diese Burger wurden mit dem Foodini gedruckt. (Bild: Natural Machines)
  • Fleischmus lässt sich prima drucken. Hier: Rind mit Currypaste (Bild: byFlow)
  • Der "Falsche Hase" einmal anders, nämlich aus Mehlwurmpaste. Ein 3D-Drucker hat das unkonventionelle Fleisch geformt. (Bild: Carolin Schulze)
  • Das preisgekrönte Projekt der Designerin Carolin Schulze befasst sich mit der Vision für eine nachhaltige Proteinquelle: 3D-Drucker formen Insektenfleisch zu appetitlicherer Nahrung. (Bild: Carolin Schulze)
Eine Kreation des 3D-Lebensmitteldruckers Focus: Sellerie-Haselnuss-Püree als organisches Gitter, garniert mit richtigen Pilzen und Pflänzchen (Bild: byFlow)

"Es wird hier ein Bedarf gedeckt, den davor keiner hatte", sagt er über die 3D-Lebensmitteldrucker. Doch falls das stimmt, scheint der Bedarf erfolgreich geweckt worden zu sein: Mit über 50 Prozent jährlichem Wachstum soll laut der Schätzung eines Marktforschungsberichtes der Bereich der 3D-Lebensmitteldrucker zwischen 2018 und 2025 wirtschaftlich stärker zulegen als alle anderen Gebiete des 3D-Drucks.

Die wachsende Branche arbeitet dabei an Lösungen für Welternährungsfragen...

 Foodini ähnelt dem Star-Trek-ReplikatorMehlwürmer drucken 
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DreiChinesenMit... 21. Apr 2018

Ich nicht. Das bestätigt ja meine Aussage. Gut sind nur eine kleine Teilmenge. Somit...

GLuv 11. Apr 2018

Auf der Welt verhungern immernoch täglich menschen und wir bauen drucker um unseren Fra...

My1 19. Mär 2018

https://www.youtube.com/watch?v=_QdPW8JrYzQ

gadthrawn 15. Mär 2018

Sehr viele Senioren bekommen Smooth Food - püriertes Essen, welches wie echtes...

Stefann 14. Mär 2018

Na ja finde ich nun auch nicht so toll. Ich habe zwar einen 3D Drucker zuhause aber nutze...


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