3D-Grafiksuite: Ubisoft Animation wechselt auf Blender
Nur rund eine Woche nach der Spendenankündigung von Epic kündigt mit Ubisoft nun ein weiterer Spielehersteller seine Unterstützung für die freie 3D-Grafiksuite Blender an. Ubisoft setzt dabei allerdings andere Prioritäten(öffnet im neuen Fenster) : Statt eine große Menge Geld zu spenden wie Epic, ist der Spendenumfang von Ubisoft im Vergleich dazu deutlich geringer. Allerdings will Ubisoft auch auf Blender wechseln und das Open-Source-Projekt damit unterstützen.
Der Ankündigung der gemeinnützigen Blender Foundation(öffnet im neuen Fenster) zufolge wird Ubisoft den Entwicklungsfonds für die Software als Gold-Sponsor unterstützen. Das entspricht einer jährlichen Spende von 30.000 US-Dollar. Zusätzlich dazu soll das hauseigene Animationsstudio der Film- und Fernsehproduktionen von Ubisoft künftig Blender als hauptsächliches Werkzeug zum Erstellen seiner Inhalte verwenden. Ebenso sollen die eigenen Entwickler künftig teilweise an der Entwicklung von Blender mitwirken.
Der Produktionschef des Animationsstudios von Ubisoft, Pierrot Jacquet, erklärt den Wechsel auf Blender mit einer veränderten Arbeitsweise der beteiligten Teams. Ziel dabei sei eine agile Software-Entwicklung nach Open-Source-Prinzipien gewesen. Der Einsatz von Blender sei dabei die "offensichtliche Wahl" gewesen, heißt es weiter. Immerhin werde Blender von einer "starken und engagierten Gemeinschaft" gepflegt. Letztlich könne das eigene Team auch direkt an der Entwicklung der Software mitwirken. Von diesem gegenseitigen Austausch profitierten am Ende alle.
Die Nutzung von Blender bei Ubisoft startet zunächst in einem Inkubator-Projekt, in dem kurze Inhalte produziert werden sollen. Ab dem kommenden Jahr 2020 soll Blender bei Ubisoft Animation dann auch für neue große Produktionen komplett verteilt werden.
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