3D-Grafiksuite: Schlechte Treiberpflege sabotiert Supportplan für Blender
Das Team der 3D-Grafiksuite Blender hat sich für die kommende Version 2.80 viele Neuerungen vorgenommen, die nur mit der entsprechenden Hardware-Unterstützung umsetzbar sind. Doch genau damit bekomme das Team nun Probleme(öffnet im neuen Fenster) , da der zunächst gefasste Plan aufgrund der schlechten Treiberpflege nicht zu halten sei, heißt es in einem Blogeintrag. Wenigstens sei aber die Pflege der Linux-Treiber für Hardware von Intel und AMD deutlich besser als unter Windows und Nvidia ein sehr verlässlicher Hersteller.
Eigentlich sollte Blender 2.80 auf allen Grafikkarten laufen, die OpenGL 3.3 unterstützen und in den vergangenen zehn Jahren erschienen sind. Das Team habe aber viele kritische Fehler in den Treibern der unterschiedlichen Hersteller und Plattformen gefunden. Diese alle zu umgehen, bedeute jedoch zu viel Arbeit.
Für MacOS bleibt den Blender-Entwicklern zum Beispiel nichts anderes übrig, als das knapp drei Jahre alte MacOS 10.12 alias Sierra als Mindestvoraussetzung zu nennen. Auf älteren Versionen haben die Treiber schlicht zu große Fehler, die nur durch ein Systemupdate behoben werden können.
Linux-Pflege von Intel und AMD besser als Windows
Darüber hinaus hat AMD unter Windows schon seit mehr als drei Jahren keine Treiber-Updates mehr für Karten mit Terascale-GPU-Architektur veröffentlicht, was wiederum in Blender zu Problemen führt. Mindestvoraussetzung sind hier Karten mit GCN-Architektur. Unter Linux werden die Treiber auch für die ältere Karten aber weiter gepflegt und laufen auch mit Blender.

Ein ähnliches Bild bietetet sich bei Intel-Hardware. Blender läuft hier nur auf Haswell-Hardware oder neuer, für ältere GPUs hat es für Windows seit mehr als drei Jahren keine Updates gegeben. Unter Linux werden die Treiber dagegen weiter gepflegt.
Umsetzen kann das Team von Blender den ursprünglichen Plan lediglich für Nvidia-GPUs. Hier werden alle Grafikkarten seit der Geforce-200-Serie oder Quadro-Karten mit Tesla-Architektur bei der Verwendung des proprietären Treibers für Windows und Linux unterstützt.
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