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3D-Grafiksuite: Blender bekommt Support für Pixar-Format und Vulkan-API

Nvidia baut für Blender den Support eines freien Standards des Hollywood-Studios Pixar. Die Community arbeitet außerdem an Vulkan.

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Blender soll eine neue Pose Library bekommen und viele weitere Verbesserungen erhalten.
Blender soll eine neue Pose Library bekommen und viele weitere Verbesserungen erhalten. (Bild: Blender/CC-BY-SA 3.0)

Die Community der freien 3D-Grafiksuite Blender hat ihre Pläne für das Jahr 2021 vorgestellt. Darin finden sich einige Neuerungen und Verbesserungen, die so wohl nur durch die inzwischen stark angewachsenen Industriekooperationen überhaupt möglich sind.

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So arbeitet etwa Grafikkartenhersteller Nvidia an dem vollständigen Support für das Dateiformat USD. Die Abkürzung steht für Universal Scene Description und wurde vom Hollywood-Studio Pixar für einen skalierbaren Austausch von animierten 3D-Szenen samt ihrer Assets erstellt.

USD ist als eine Art offener Standard konzipiert, steht vollständig als Open-Source-Software samt ausführlicher Dokumentation bereit und wird bereits von einigen Unternehmen unabhängig von Pixar genutzt, wozu auch Nvidia gehört. Die freie Software Blender unterstützt bereits einen Export von USD-Dateien, als nächster Schritt soll eine Import-Funktion in der Grafiksoftware entstehen.

Hinzu kommen einige weitere Ideen, um das Dateiformat von Pixar besser in Blender zu unterstützen. Die Arbeiten an dem USD-Importer sind bereits in der Review-Phase und sollen bald in einer der kommenden Veröffentlichungen bereitgestellt werden.

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Das klassische Drawing-Backend, das bisher auf OpenGL basiert, soll in diesem Jahr außerdem um eine Vulkan-Unterstützung erweitert werden. Das soll auch dabei helfen, den Echtzeit-Renderer Eevee effizienter zu machen. Einen Leistungszuwachs erwarten die Entwickler zwar nicht, der Vulkan-Support soll Blender aber fit für die Zukunft machen.

Gemeinsam mit Facebook hat das Blender-Team außerdem die Rendering-API das Cycles-Renderers deutlich verbessert. Diese Arbeiten sollen mit einer Festanstellung im Entwicklungsteam vertieft werden.

Komplett überarbeiten will das Team außerdem seinen Asset-Browser und die sogenannte Pose Library, mit der verschiedene Posen oder Ausdrücke etwa einer 3D-Figur in einem Projekt leicht archiviert und verwaltet werden können. Diese Arbeiten entstehen zusammen mit dem Blender-Studio zur Arbeit an dem Open-Movie-Projekt Sprite Fright.

Die neue Pose Library soll außerdem in die Editoren von Blender integriert werden, was mit der kommenden Version 3.0 bereitstehen soll. In Blender entstehen soll außerdem eine vollständige Pipeline für die Charakter-Animation, die auch den Ansprüchen einer Spielfilmproduktion standhalten soll. Auch hierfür verweist das Blender-Team wieder auf seine Industriekooperationen, dank derer dieses Projekt nun endlich angegangen werden könne.

Als Nahziel arbeitet das Team derzeit an der kommenden Version 2.93, die als Beta bereitsteht und im Rahmen einer Langzeitpflege zwei Jahre lang mit Updates versorgt werden soll. Dies wird die zweite LTS-Version überhaupt, nachdem das Team nach rund 20 Jahren mit Version 2.83 erstmals diesen Weg der Produktpflege eingegangen ist. Die kommende Version 3.0 soll im dritten Quartel 2021 folgen.

Möglich werden die vielen Neuerungen wie beschrieben durch eine kontinuierlich gewachsene Zusammenarbeit mit unterschiedlichen namhaften Unternehmen aus der IT-Industrie, die das Blender-Projekt inzwischen zahlungskräftig unterstützen. Blender-Gründer Ton Rosendaal führte im vergangenen Jahr diese erfolgreiche Entwicklung vor allem auf seine eigene Sturheit zurück.

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