3D-gedruckte Siedlung: Gemeinnütziges Projekt druckt Häuser in Mexiko

Die Organisation New Story hat mit dem 3D-Drucken von Häusern im Süden Mexikos begonnen. In die Siedlung sollen arme Landarbeiter einziehen.

Artikel veröffentlicht am ,
3D-gedruckte Häuser in Mexiko: drei Zimmer, Küche, Bad
3D-gedruckte Häuser in Mexiko: drei Zimmer, Küche, Bad (Bild: Joshua Perez/New Story)

Eine Siedlung aus dem 3D-Drucker: Die gemeinnützige Organisation New Story hat zusammen mit dem US-Unternehmen Icon in Mexiko zwei Häuser gedruckt. Es soll die erste 3D-gedruckte Siedlung der Welt werden.

Stellenmarkt
  1. Informatiker / Fachinformatiker/als Service Manager Support in der Gateway Administration Energiewirtschaft ... (m/w/d)
    Thüga SmartService GmbH, Deutschland
  2. IT-Systemadministrator (m/w/d)
    Neo Management Services GmbH & Co. KG, Krailing bei München
Detailsuche

Ein solches Haus hat eine Grundfläche von rund 46 Quadratmetern. Es hat ein Wohnzimmer, zwei Schlafzimmer, Küche und Bad. Die zukünftigen Bewohner haben an der Gestaltung der Häuser mitgearbeitet. Wenn die Siedlung fertig ist, sollen dort 50 Familien leben.

Die Siedlung entsteht im südlichen Bundesstaat Tabasco. Den genauen Standort nannte New Story nicht. In die Häuser sollen arme Familien einziehen, die von weniger als drei US-Dollar am Tag leben. New Story hatte das Projekt vor rund anderthalb Jahren initiiert. Im Frühjahr hatte die Organisation angekündigt zu starten. Am Ende dauerte die Ausführung länger, weil der Drucker drei Monate lang beim Zoll festhing.

Die Häuser werden mit dem Drucker Vulcan II aufgebaut, den Icon entwickelt hat. Er bringt den Zement aus und baut so den Boden und die Wände des Hauses. Bedient wird er über eine App, so dass das Team leicht Änderungen vornehmen kann, um das Haus den Gegebenheiten vor Ort anzupassen.

Golem Karrierewelt
  1. CEH Certified Ethical Hacker v12: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    14.-18.11.2022, Virtuell
  2. Adobe Premiere Pro Aufbaukurs: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    17./18.10.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Die Software, die den Drucker steuert, bezieht zudem noch das Wetter mit ein und mischt den Zement je nach Luftfeuchtigkeit an. Das soll sicherstellen, dass die Qualität des Drucks immer gleich ist. Ein Haus mit Vulcan II aufzubauen, dauert rund 24 Stunden.

Der Drucker ist transportabel und darauf ausgelegt, dass er auch an Orten eingesetzt werden kann, wo elektrischer Strom und Wasser nicht durchgehend verfügbar sind. Er verarbeitet lokal verfügbaren Baustoffe, beim Druck soll so gut wie kein Abfall entstehen.

Es ist nicht das erste Bauprojekt per 3D-Druck. In Eindhoven in den Niederlanden wurde im vergangenen Jahr ein solches Vorhaben angekündigt, in Nantes ist das erste 3D-gedruckte Haus bereits bezogen. In Madrid überspannt eine per 3D-Drucker aufgebaute Brücke seit zwei Jahren einen Wasserlauf in einem Park. Icon hat 2018 nach eigenen Angaben in Austin im US-Bundesstaat Texas das erste Haus in den USA gedruckt sowie an der 3D-Printed Habitat Challenge teilgenommen, einem Design-Wettbewerb der US-Raumfahrtbehörde Nasa für 3D-gedruckte Mars-Habitate.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Ely 14. Dez 2019

Genau. Vergiß das mit dem Transporter. Da kommt ein Maultier durch, aber kein Fahrzeug...

Ely 13. Dez 2019

Du vertrittst genau das deutsche Problem, darum läuft hier so vieles nicht mehr oder...

grutzt 12. Dez 2019

weil sie lieber betteln und klauen statt zu arbeiten?

E-Narr 12. Dez 2019

wenn der Preis tatsächlich passt! Gerade Wände hochzuziehen ist nunmal nicht Jedermanns...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Nach Datenleck
Softwareentwickler durch Privatdetektiv bedroht

Durch Zufall entdeckte ein Entwickler ein Datenleck, meldete es und informierte die Betroffenen. Kurze Zeit später stand ein Privatdetektiv vor seiner Tür.
Eine Recherche von Moritz Tremmel

Nach Datenleck: Softwareentwickler durch Privatdetektiv bedroht
Artikel
  1. Neues SoC im Pixel 7: Googles Tensor G2 baut auf seinem Vorgänger auf
    Neues SoC im Pixel 7
    Googles Tensor G2 baut auf seinem Vorgänger auf

    Googles neuer Tensor-Chip in den Pixel-7-Smartphones ähnelt dem ersten Modell. Verbesserungen gibt es unter anderem bei den Medium-Cores und der GPU.
    Eine Analyse von Tobias Költzsch

  2. Iran: Zwei Eutelsat-Satelliten mit Jammern angegriffen
    Iran
    Zwei Eutelsat-Satelliten mit Jammern angegriffen

    Auch Eutelsat-Satelliten werden vom Iran aus gezielt gestört. Die Massenproteste im Iran bekommen immer mehr aufstandsähnliche Züge.

  3. Klage gegen Datenschutzaufsicht: Bundeskriminalamt weigert sich, Funkzellendaten zu löschen
    Klage gegen Datenschutzaufsicht
    Bundeskriminalamt weigert sich, Funkzellendaten zu löschen

    Das BKA will gesammelte Überwachungsdaten nicht löschen müssen. Deswegen klagt die Polizei gegen einen Bescheid des obersten Datenschützers.
    Eine Exklusivmeldung von Lennart Mühlenmeier

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • iPhone 14 Plus jetzt erhältlich • Günstig wie nie: Gigabyte RTX 3090 Ti 1.099€, Sapphire RX 6900 XT 834,99€, KF DDR5-5600 16GB 99,39€, Logitech Gaming-Maus 69,99€, MSI Curved 27" WQHD 165Hz 289€ • AMD Ryzen 7 5800X3D 429€ • NfS Unbound vorbestellbar • 3 Spiele für 49€ [Werbung]
    •  /