Abo
  • Services:

3D-Elements: Kameras in der Umkleidekabine

Beim Anprobieren gleich die eigene Figur scannen: Das österreichische Unternehmen 3D-Elements hat einen 3D-Scanner für Menschen entwickelt. Das 3D-Modell soll unter anderem bei der Anprobe von online gekaufter Kleidung eingesetzt werden, die kommende Version des 3D-Scanners wird in die Umkleidekabine integriert.

Ein Bericht von veröffentlicht am
Dagubert: Fotoautomat für 3D-Scans
Dagubert: Fotoautomat für 3D-Scans (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Ein Avatar von sich selbst? Oder gleich eine Figur? Das ist inzwischen kein Problem mehr: Das machen eine spezielle Software oder der 3D-Drucker. Die Schwierigkeit ist, einen guten 3D-Scan von einem Menschen zu machen. Das übernimmt in Zukunft die Umkleidekabine.

Inhalt:
  1. 3D-Elements: Kameras in der Umkleidekabine
  2. Anwendungen vor allem im E-Commerce

Ein Mensch sei ständig in Bewegung, sagt Florian Tursky, Geschäftsführer des österreichischen Unternehmens 3D-Elements, im Gespräch mit Golem.de. Er zittere, atme, sein Herz schlage. Außerdem habe er verschiedene Oberflächen: Haut, Haare, Kleidung. Das alles erschwere es, ihn schnell und unkompliziert von oben bis unten zu scannen.

Dagubert scannt Menschen

Dagubert kann das: Das ist eine runde Kabine, vergleichbar dem Fotoautomaten, in dem ein Kunde ein Passbild anfertigen lassen kann. Nur dass der Fotoautomat eben den ganzen Menschen ablichtet und entsprechend aufwendiger gestaltet ist. Entwickelt wurde das System von 3D-Elements zusammen mit dem Austrian Institute of Technology und der Technischen Universität Wien.

Statt mit einer Kamera arbeitet Dagubert mit 150 Kameras, die im sichtbaren und im infraroten (IR) Spektrum arbeiten. Jede Kamera ist an einen Raspberry Pi B+ angeschlossen. Auf jedem Raspberry Pi wiederum sitzt ein von dem Innsbrucker Unternehmen entwickelter Power-over-Ethernet-Shield für die Stromversorgung und Netzanbindung.

Der Automat hat 150 Kameras und 12 IR-Projektoren

Stellenmarkt
  1. Ruhrverband, Essen
  2. Interhyp Gruppe, München

Die Kameras sind in die Verkleidung, in die Decke und den Boden eingelassen und als schwarze Punkte in der weißen Fläche sichtbar. Hinzu kommen zwölf IR-Projektoren. Eine indirekte Beleuchtung sorgt für gleichmäßiges Licht.

  • 3D-Scanner im Vergleich: Dagubert und die kleine Variante im Hintergrund (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Dagubert kann bis zu vier Personen auf einmal scannen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Bedient wird der 3D-Fotoautomat über einen Touchscreen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Scanner hat 150 Kamers für sichtbares und IR-Licht sowie 12 IR-Projektoren. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Jede Kamera sitzt auf einem Raspberry Pi. Hier ist die Leiste, hinter der die Kamera sitzt, nach vorne geklappt. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Im großen Scanner sind die Kameras noch sichtbar. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • In der scannenden Umkleidekabine sitzen sie unsichtbar hinter den Leisten in den Ecken. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
3D-Scanner im Vergleich: Dagubert und die kleine Variante im Hintergrund (Foto: Werner Pluta/Golem.de)

Für den 3D-Scan betritt der Kunde die Kabine und schließt sie hinter sich. Aktiviert wird die Anlage über einen Touchscreen an der Wand. Für die Aufnahme legen die IR-Beamer ein Gitternetz über den Körper. Dann lösen alle Kameras synchron innerhalb einer Millisekunde aus. Die IR-Kameras tasten dabei die Form der Person ab, die anderen nehmen die Oberfläche auf. Da die Belichtungszeit relativ kurz ist, machen auch Bewegungen nichts. "Sie können springen", sagt Tursky.

Dagubert bekommt mehr Auflösung

Durch den Einsatz der IR-Technik lassen sich auch dunkle oder glänzende Oberflächen abbilden,mit denen die Kameras, die im sichtbaren Licht arbeiten, oft nicht so gut zurechtkommen. Aus den IR-Daten wird ein Gitter- oder Mesh-Modell erzeugt, über das die Texturen gelegt werden. Die Verarbeitung der Daten zu einem 3D-Bild erfolgt extern, auf einem Rendering-Cluster. Die Auflösung des fertigen Scans beträgt derzeit 600 Megapixel, nach einer Aktualisierung Ende des Jahres sollen es 1,2 Gigapixel sein.

Und was lässt sich mit dem 3D-Modell anfangen?

Anwendungen vor allem im E-Commerce 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 199€ + Versand
  2. 18,99€
  3. ab 194,90€

TheUnichi 10. Okt 2016

Na so wie mit allen anderen Import-Standards Oo Entweder es entspricht den Normen oder...

grslbr 07. Okt 2016

Wurde auch Zeit. Dieser unzulängliche Fleischsack darf gerne einem unsterblichen...

leed 07. Okt 2016

Für die Aufnahmen wurden viele Statisten organisiert, welche grösstenteils aus dem...

dabbes 07. Okt 2016

der die Größe richtig erfasst ;-) Wie beim Jeans-Kauf, trotz gleicher Größen sind die...


Folgen Sie uns
       


Geräuschunterdrückung von drei ANC-Kopfhörern im Vergleich

Wir haben den neuen ANC-Kopfhörer von Audio Technica gegen die Konkurrenz von Bose und Sony antreten lassen. Im Video sind die Unterschiede bei der ANC-Leistung zwischen dem ATH-ANC900BT, dem Quiet Comfort 35 II und dem WH-1000XM3 deutlich hörbar.

Geräuschunterdrückung von drei ANC-Kopfhörern im Vergleich Video aufrufen
Openbook ausprobiert: Wie Facebook, nur anders
Openbook ausprobiert
Wie Facebook, nur anders

Seit gut drei Wochen ist das werbe- und trackingfreie soziale Netzwerk Openbook für die Kickstarter-Unterstützer online. Golem.de ist dabei - und freut sich über den angenehmen Umgangston und interessante neue Kontakte.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Hack Verwaiste Twitter-Konten posten IS-Propaganda
  2. Openbook Open-Source-Alternative zu Facebook versucht es noch einmal
  3. Klage eingereicht Tinder-Mitgründer fordern Milliarden von Mutterkonzern

Passwort-Richtlinien: Schlechte Passwörter vermeiden
Passwort-Richtlinien
Schlechte Passwörter vermeiden

Groß- und Kleinbuchstaben, mindestens ein Sonderzeichen, aber nicht irgendeins? Viele Passwort-Richtlinien führen dazu, dass Nutzer genervt oder verwirrt sind, aber nicht unbedingt zu sichereren Passwörtern. Wir geben Tipps, wie Entwickler es besser machen können.
Von Hanno Böck

  1. Acutherm Mit Wärmebildkamera und Mikrofon das Passwort erraten
  2. Datenschutz Facebook speicherte Millionen Passwörter im Klartext
  3. Fido-Sticks im Test Endlich schlechte Passwörter

ANC-Kopfhörer im Test: Mit Ach und Krach
ANC-Kopfhörer im Test
Mit Ach und Krach

Der neue ANC-Kopfhörer von Audio Technica ist in einem Bereich sogar besser als unsere derzeitigen Favoriten von Sony und Bose - ausgerechnet in der entscheidenden Disziplin schwächelt er aber.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Surface Headphones Microsofts erster ANC-Bluetooth-Kopfhörer kostet 380 Euro
  2. Sonys WH-1000XM3 Oberklasse-ANC-Kopfhörer hat Kälteprobleme
  3. Sony-Kopfhörer WH-1000XM3 im Test Eine Oase der Stille oder des puren Musikgenusses

    •  /