Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Golem Plus Artikel
3D-Drucker:
Waffenbaupläne sollten legal werden, sonst ändert sich wenig

Die legale öffentliche Verbreitung der Baupläne von Waffen wird zu Recht kritisiert. Die Diskussion über Waffen aus dem 3D-Drucker lässt dabei aber das Ausmaß der vorhanden illegalen Waffenproduktion und der bisherigen Gesetzeslücken außer Acht.
Aktualisiert am , veröffentlicht am / Frank Wunderlich-Pfeiffer
171 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Selbstgebaute Waffen brauchen keine 3D-Drucker. (Bild: Núcleo Editorial (Arma))
Selbstgebaute Waffen brauchen keine 3D-Drucker. Bild: Núcleo Editorial (Arma) / CC-BY 2.0

Seit heute sollte es in den USA möglich sein, legal die 3D-druckbaren Baupläne von Schusswaffen im Internet zu veröffentlichen. Das galt unter amerikanischen Waffenrechtlern als Meilenstein für die Verteidigung der in der Bill of Rights festgelegten zivilen Grundrechte. Maßgeblich war dabei das Gerichtsurteil in einem Rechtsstreit mit Defense Distributed.

In der Nacht zum heutigen Mittwoch wurde die Verbreitung jedoch durch eine einstweilige Verfügung(öffnet im neuen Fenster) eines Richters des US-Staates Washington gestoppt. Am 10. August soll es in der Sache zu einer Anhörung kommen. In der Begründung bezeichnete der Richter die CAD-Dateien als das funktionelle Äquivalent einer Waffe, die den Regeln zum Export von Waffentechnologie unterliegen sollten.

Golem Plus Artikel