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3D-Drucker: Ultimaker und Makerbot werden ein Unternehmen

Die beiden 3D-Druck -Spezialisten Ultimaker und Makerbot wollen zusammen einen größeren Markt bedienen. Die bisherigen Chefs bleiben.
/ Oliver Nickel
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Ultimaker und Makerbot schließen sich zusammen. (Bild: Ultimaker/Makerbot)
Ultimaker und Makerbot schließen sich zusammen. Bild: Ultimaker/Makerbot

Die beiden 3D-Druck-Unternehmen Ultimaker und Makerbot haben einen Zusammenschluss angekündigt(öffnet im neuen Fenster) . Aus den beiden Teilfirmen soll eine neue übergreifende Organisation werden. Dabei werden sie mit 62,4 Millionen US-Dollar durch NPM Capital und Stratasys unterstützt, die auch bisher als Investoren der beiden Firmen galten.

Das neue Unternehmen soll sich weiter auf 3D-Druck spezialisieren und einen höheren Stellenwert auf die industrielle Nutzung legen. Ultimaker und Makerbot bieten beide bereits 3D-Drucker mit Filamenttechnik an, die sich eher an den Business-Markt richten. Dabei können diverse Materialien wie ABS, PLA, Carbonfaser oder Stahl genutzt werden.

Internationalen Markt bedienen

Ultimaker stellt zudem eine 3D-Druck-Software her: Ultimaker Cura gilt als guter Einstieg in die 3D-Druckwelt, da sie kostenfrei heruntergeladen werden kann. Makerbot ist derweil etwa im Bildungssektor verbreitet und bietet Drucker wie den Replicator+ Edu an.

Wo sich beide Unternehmen ergänzen können: Sie sind jeweils auf ihre Heimatmärkte in den USA (Makerbot) und Europa (Ultimaker) spezialisiert und könnten so international schneller expandieren. "Das neue Unternehmen wird seine kombinierte globale Präsenz mit Vertrieb und Betrieb in Nord- und Südamerika, dem europäischen (EMEA) und asiatisch-pazifischen Raum (APAC) nutzen und erweitern" , sagte Ultimaker-Chef Jürgen von Hollen.

Von Hollen und Makerbot-Chef Nadav Goshen werden sich die Führung des neuen Unternehmens aufteilen. Von Hollen soll das Verkaufsgeschäft übernehmen, während Goshen der Forschung und Entwicklung sowie dem Betrieb vorsteht.

Bisher gibt es keinen Namen für den künftigen Konzern. Es wird davon ausgegangen, dass die Fusion im zweiten oder dritten Quartal 2022 abgeschlossen sein wird. Dann steht sicher auch ein Name fest.


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