Abo
  • Services:

3D-Drucker: Mark One druckt Kohlefaser-Kunststoff

Gregory Mark baut Teile für Rennwagen und hat einen 3D-Drucker gesucht, der Kohlefaser-Kunststoff verarbeitet. Da er keinen fand, hat er selbst einen entwickelt.

Artikel veröffentlicht am ,
3D-Drucker Mark One: 3D-Drucker statt CNC-Fräse
3D-Drucker Mark One: 3D-Drucker statt CNC-Fräse (Bild: Markforged)

Das US-Unternehmen Markforged hat seinen ersten 3D-Drucker vorgestellt. Das Besondere an dem Drucker ist, dass er nicht nur mit PLA (Polylactic Acid, Polylactid oder Polymilchsäure) betrieben wird, sondern auch mit weiteren, ungewöhnlichen Werkstoffen.

Stellenmarkt
  1. ProLeiT AG, Leverkusen
  2. Robert Bosch GmbH, Abstatt

Mark One heißt das Gerät, das Markforged-Chef Gregory Mark auf der Messe Solid Works World vorgestellt hat, die derzeit in San Diego im US-Bundesstaat Kalifornien stattfindet. Es verarbeitet neben PLA auch Nylon, glasfaserverstärkten Kunststoff (GFK) und kohlenstofffaserverstärkten Kunststoff (CFK). Es sei der erste 3D-Drucker, der mit Verbundmaterialien drucke, erklärt Markforged.

Stabile Verbundstoffe

Die beiden Faserverbundkunststoffe zeichnen sich durch hohe Festigkeit aus. CFK hat laut Hersteller eine höhere Zugfestigkeit als Aluminium, das mit einer CNC-Fräse bearbeitet wurde. GFK hat zudem den Vorteil, dass der Werkstoff relativ günstig ist.

Das Gerät ist etwa 58 x 36 x 32 cm groß und hat ein schickes Gehäuse aus Aluminium und Plexiglas. Es kann Objekte bis zu einer Größe von etwa 30 x 16 x 16 cm aufbauen. Der Mark One nutzt zwei Drucktechniken: die herkömmliche Schmelzschichtung (Fused Deposition Modeling, FDM) sowie die Composite Filament Fabrication (CFF) für die Verarbeitung der Verbundstoffe. Die Verfahren unterscheiden sich durch die Auflösung: Bei FDM beträgt diese 100 Mikrometer, bei CFF 200 Mikrometer.

Heckflügel für Rennwagen

Mark hatte einen konkreten Anlass, einen 3D-Drucker zu entwickeln, der CFK verarbeitet: Er ist Miteigentümer des Unternehmens Aeromotions, das Heckflügel für Rennwagen baut, die per Computer gesteuert werden. Die bestehen aus einem Wabenkern, der mit CFK verstärkt wird. Die Oberfläche besteht aus Nylon.

Die Verarbeitung des CFK sei jedoch aufwendig. Deshalb habe er sich nach einem anderen Verfahren umgesehen, erzählte Mark dem US-Magazin Popular Mechanics. Er sei auf 3D-Druck gekommen, allerdings habe kein Gerät mit CFK drucken können. So sei die Idee entstanden, einen eigenen Drucker zu bauen.

Prothesen drucken

Neben dem Rennsport sei der Drucker auch für Hersteller von Prothesen interessant, da der Mark One eine individuell angepasste Prothese herstellen könne, die gleichzeitig leicht und stabil sei.

Der Mark One kann ab Februar vorbestellt werden. Die Auslieferung ist für die zweite Jahreshälfte 2014 geplant. Der 3D-Drucker soll etwa 5.000 US-Dollar kosten.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 249,90€ + Versand (im Preisvergleich über 280€)
  2. (Neuware für kurze Zeit zum Sonderpreis bei Mindfactory)
  3. 107,85€ + Versand

Eheran 29. Jan 2014

Ganz so viel Ahnung hast du von CFK aber auch nicht, oder? Denn du siehst CFK nur und...

isotopenmolch 28. Jan 2014

Im Gegenteil eigentlich bietet sich gerade mit dem Gerät an spannungs- und...


Folgen Sie uns
       


Lenovo Ideapad 720S - Test (AMD vs. Intel)

Wir vergleichen Lenovos Ideapad 720S mit AMDs Ryzen 7 und Intels Core i5.

Lenovo Ideapad 720S - Test (AMD vs. Intel) Video aufrufen
Datenverkauf bei Kommunen: Öffentliche Daten nicht verhökern, sondern sinnvoll nutzen
Datenverkauf bei Kommunen
Öffentliche Daten nicht verhökern, sondern sinnvoll nutzen

Der Städte- und Gemeindebund hat vorgeschlagen, Kommunen sollten ihre Daten verkaufen. Wie man es auch dreht und wendet: Es bleibt eine schlechte Idee.
Ein IMHO von Michael Peters und Walter Palmetshofer

  1. Gerichtsurteil Kein Recht auf anonyme IFG-Anfrage in Rheinland-Pfalz
  2. CDLA Linux Foundation veröffentlicht Open-Data-Lizenzen
  3. Deutscher Wetterdienst Wetterdaten sind jetzt Open Data

Dell XPS 13 (9370) im Test: Sehr gut ist nicht besser
Dell XPS 13 (9370) im Test
Sehr gut ist nicht besser

Mit dem XPS 13 (9370) hat Dell sein bisher exzellentes Ultrabook in nahezu allen Bereichen überarbeitet - und es teilweise verschlechtert. Der Akku etwa ist kleiner, das spiegelnde Display nervt. Dafür überzeugen die USB-C-Ports, die Kühlung sowie die Tastatur, und die Webcam wurde sinnvoller.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Ultrabook Dell hat das XPS 13 ruiniert
  2. XPS 13 (9370) Dells Ultrabook wird dünner und läuft kürzer
  3. Ultrabook Dell aktualisiert XPS 13 mit Quadcore-Chip

HTC Vive Pro im Test: Das beste VR-Headset ist nicht der beste Kauf
HTC Vive Pro im Test
Das beste VR-Headset ist nicht der beste Kauf

Höhere Auflösung, integrierter Kopfhörer und ein sehr bequemer Kopfbügel: Das HTC Vive Pro macht alles besser und gilt für uns als das beste VR-Headset, das wir bisher ausprobiert haben. Allerdings ist der Preis dafür so hoch, dass kaufen meist keine clevere Entscheidung ist.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. VR-Headset HTCs Vive Pro kostet 880 Euro
  2. HTC Vive Pro ausprobiert VR-Headset hat mehr Pixel und Komfort
  3. Vive Focus HTC stellt autarkes VR-Headset vor

    •  /