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3D-Drucker: Makerbot entlässt 20 Prozent seiner Mitarbeiter

Der 3D-Drucker-Hersteller Makerbot entlässt etwa 100 seiner 500 Mitarbeiter. Außerdem schließt das Unternehmen seine drei Geschäfte in den USA.
/ Jörg Thoma
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Makerbot entlässt 20 Prozent seiner Mitarbeiter. (Bild: Makerbot)
Makerbot entlässt 20 Prozent seiner Mitarbeiter. Bild: Makerbot

Makerbot will künftig seinen Fokus auf professionelle Anwender und Bildungseinrichtungen legen. Dafür entlässt der 3D-Drucker-Hersteller etwa 20 Prozent seiner Belegschaft und schließt außerdem seine drei Einzelhandelsmärkte in New York, Boston und Greenwich(öffnet im neuen Fenster) . Die Maßnahmen erfolgen unter Makerbots neuem Chef Jonathan Jaglom, der vom Makerbot-Eigner Stratasys kommt. Stratasys übernahm Makerbot im Jahr 2013 .

Die Entlassungen und Schließungen sind offiziell Teil der Sparmaßnahmen, die bei Makerbot umgesetzt werden sollen. Statt für Privatanwender wolle Makerbot künftig seine Produkte für den professionellen Einsatz und seine nationalen Partner entwickeln, heißt es in einem Blogpost des Unternehmens(öffnet im neuen Fenster) .

Eine anonyme Mitarbeiterin sagte der Webseite Motherboard(öffnet im neuen Fenster) , ein großer Teil der Entlassungen sei der Konsolidierung mit Stratasys geschuldet, das doppelte Stellen abbauen wolle, um Ausgaben zu senken.

Makerbot wurde im Juni 2013 von amerikanisch-israelische Unternehmen Stratasys gekauft, das selbst professionelle 3D-Druck-Lösungen anbietet. Makerbot war zu dem Zeitpunkt einer der erfolgreichsten Hersteller von 3D-Druckern im Privatkundenbereich.

Populär wurde das Unternehmen vor allem dadurch, dass sie ihren ersten 3D-Drucker namens Replicator zunächst unter eine Open-Source-Lizenz stellten. Allerdings änderte sich das mit späteren Produkten. Bereits das Design des Replicator 2, der im September 2012 erschien, wurde nicht mehr veröffentlicht. Die Community kritisierte diesen Schritt deutlich.

Makerbot-Gründer Bre Pettis gab zunächst der Konkurrenz aus China die Schuld(öffnet im neuen Fenster) , die den Makerbot nachbauten und preiswerter anboten. Später nannte er als Grund(öffnet im neuen Fenster) die frühzeitige Veröffentlichung der Pläne seines Unternehmens, den Replicator 2 zu entwickeln. Daraufhin seien die Verkäufe des ersten Modells eingebrochen. Potentielle Käufer hätten auf die nächste Version gewartet, bis zu dieser habe es aber noch mehr als ein halbes Jahr gedauert. Dennoch zahlte Stratasys 2013, etwa ein Jahr nach der Veröffentlichung des Replicator 2, mehr als 400 Millionen US-Dollar für das Unternehmen.


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