Abo
  • IT-Karriere:

3D-Drucker: J-Rev, der Ausfahrdrucker

Der 3D-Drucker J-Rev baut höher, als er selbst ist. Eine ungewöhnliche Konstruktionsweise ermöglicht, dass das flache Gerät hoch drucken kann.

Artikel veröffentlicht am ,
J-Rev: mehr Geld, höhere Auflösung, größere Bauhöhe
J-Rev: mehr Geld, höhere Auflösung, größere Bauhöhe (Bild: Japica)

3D-Drucker wie der Ultimaker oder gar der Rigidbot Big sind mit ihrem großen Gehäuse ziemlich groß und unhandlich. Das US-Unternehmen Japica hat einen 3D-Drucker entwickelt, der deutlich kleiner ist und deshalb auch mitgenommen werden kann.

Stellenmarkt
  1. Technische Universität Darmstadt, Darmstadt
  2. Franz Binder GmbH + Co. Elektrische Bauelemente KG, Neckarsulm

Japicain Revolution (J-Rev) heißt der 3D-Drucker, der nur knapp 13 Zentimeter hoch ist. Dennoch kann er bis zu 30 Zentimeter hohe Objekte aufbauen. Möglich ist das durch die Konstruktionsweise: Der Drucker besteht aus einer Basis und einem Rahmen, der den Deckel des Gerätes bildet. An dem Rahmen sind Schienen befestigt, auf denen sich der Druckkopf vorwärts und rückwärts sowie seitwärts (X- und Y-Achse) bewegen kann.

Rahmen anheben

Die vertikale Bewegung (Z-Achse) führen vier Stützen aus, auf denen der Rahmen aufliegt. Das sind Teleskopstangen, die durch einen Riemen in Rotation versetzt werden und dann ausfahren. So heben sie den Rahmen mit dem Druckkopf an und ermöglichen es, Objekte aufzubauen, die höher sind als der Drucker im Ruhezustand.

Der J-Rev nutzt das Schmelzschichtungsverfahren (Fused Deposition Modeling, FDM). Er verarbeitet einen 1,75 Millimeter starken Draht aus Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymerisat (ABS). Damit sich das Thermoplast beim Abkühlen nicht verzieht, hat der Drucker eine beheizbare Arbeitsplatte. In der höchsten Auflösung trägt der Drucker 20 Mikrometer dicke Schichten auf. Für schnellere Drucker kann die Schichtdicke auf 250 Mikrometer heraufgesetzt werden. Die Druckgeschwindigkeit beträgt bis zu 300 Millimeter pro Sekunde.

Crowdfunding-Kampagne

Japicain hat eine Crowdfunding-Kampagne auf der Plattform Kickstarter eingerichtet, um eine Serienproduktion zu finanzieren. Darüber wollen die Initiatoren bis zum 3. Mai 50.000 US-Dollar einnehmen. Die ersten zehn Bieter bekommen einen J-Rev für 1.850 US-Dollar. Ab dem elften kosten die Geräte 2.000 US-Dollar.

Sollte das Ziel deutlich übertroffen werden, versprechen die Entwickler Verbesserungen an dem Gerät, wie etwa die Erhöhung der Auflösung von 20 auf 10 Mikrometer oder eine Verdoppelung der Bauhöhe auf 60 Zentimeter. Für Letztere müssten jedoch 2 Millionen US-Dollar zusammenkommen. Danach sieht es aber nicht unbedingt aus: Am zweiten Tag der Kampagne sind nicht einmal 4.000 US-Dollar zugesagt worden.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Logitech G502 Proteus Spectrum für 39€ und Nokia 3.2 DS 16 GB für 84,99€ - Bestpreise!)
  2. 179€ (Bestpreis - nach 40€ Direktabzug)
  3. 35€ (Bestpreis!)
  4. 199€ + Versand

einglaskakao 07. Apr 2013

"Sorry - Japica is no longer accepting business." Quelle: http://www.japica.com/

Fighter125 04. Apr 2013

This is not an April fools, right? Just for those that are wondering, this is NOT an...

caddy77 04. Apr 2013

Für 10Dollar bekommt man "3D gedrucktes wiederverwendbares Papier" ;) LOL "3D PRINTED...

Anonymer Nutzer 03. Apr 2013

Ist das dann ein ausloten "was geht", oder ist das Ergebniss auch fehlerfrei?


Folgen Sie uns
       


Golem-Akademie - Trainer Stefan stellt sich vor

Rund 20 Jahre Erfahrung als Manager und Mitglied der Geschäftsleitung im internationalen Kontext sowie als Berater sind die Basis seiner Trainings. Der Diplom-Ingenieur Stefan Bayer hat als Mitarbeiter der ersten Stunde bei Amazon.de den Servicegedanken in der kompletten Supply Chain in Deutschland entscheidend mitgeprägt und bis zu 4.500 Menschen geführt. Er ist als Trainer und Coach spezialisiert auf die Begleitung von Führungskräften und Management-Teams sowie auf prozessorientierte Trainings.

Golem-Akademie - Trainer Stefan stellt sich vor Video aufrufen
Mädchen und IT: Fehler im System
Mädchen und IT
Fehler im System

Bis zu einem gewissen Alter sind Jungen und Mädchen gleichermaßen an Technik interessiert. Wenn es dann aber um die Berufswahl geht, entscheiden sich immer noch viel mehr junge Männer als Frauen für die IT. Ein wichtiger Grund dafür ist in der Schule zu suchen.
Von Valerie Lux

  1. IT an Schulen Intelligenter Stift zeichnet Handschrift von Schülern auf
  2. 5G Milliardenlücke beim Digitalpakt Schule droht
  3. Medienkompetenz Was, Ihr Kind kann nicht programmieren?

Change-Management: Die Zeiten, sie, äh, ändern sich
Change-Management
Die Zeiten, sie, äh, ändern sich

Einen Change zu wollen, gehört heute zum guten Ton in der Unternehmensführung. Doch ein erzwungener Wandel in der Firmenkultur löst oft keine Probleme und schafft sogar neue.
Ein Erfahrungsbericht von Marvin Engel

  1. IT-Jobs Der Amtsschimmel wiehert jetzt agil
  2. MINT Werden Frauen überfördert?
  3. Recruiting Wenn das eigene Wachstum zur Herausforderung wird

Atari Portfolio im Retrotest: Endlich können wir unterwegs arbeiten!
Atari Portfolio im Retrotest
Endlich können wir unterwegs arbeiten!

Ende der 1980er Jahre waren tragbare PCs nicht gerade handlich, der Portfolio von Atari war eine willkommene Ausnahme: Der erste Palmtop-Computer der Welt war klein, leicht und weitestgehend DOS-kompatibel - ideal für Geschäftsreisende aus dem Jahr 1989 und Nerds aus dem Jahr 2019.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Retrokonsole Hauptverantwortlicher des Atari VCS schmeißt hin

    •  /