3D-Drucker im Lieferwagen: Amazon will Waren auf dem Weg zum Kunden produzieren
Amazon hat in den USA nach einen Bericht des Wall Street Journals(öffnet im neuen Fenster) mehrere Patente(öffnet im neuen Fenster) angemeldet, in denen beschrieben wird, wie künftig im Lieferwagen Waren ausgedruckt werden können, die sich auf dem Weg zum Kunden befinden. Möglich machen sollen das 3D-Drucker.
Kostenersparnis und höhere Kundenzufriedenheit
Für Amazon könnte das Verfahren, das noch vor vielen technischen Problemen steht, am Ende weniger aufwendige Lagerhaltung bedeuten. Die Rohmaterialien für den 3D-Druck lassen sich deutlich leichter lagern und transportieren. Auch der Kunde hat Vorteile. Er erhält seine speziell für ihn angefertigten Produkte schneller.
Ungewöhnlich für eine Patentanmeldung beschreibt Amazon darin die Vorteile für den Kunden: "Durch die Zeitverkürzung zwischen Bestellung und Auslieferung wird die Kundenzufriedenheit erhöht und die Umsatzmöglichkeiten verbessert."
Allerdings sind derzeitige 3D-Drucker wohl kaum geeignet dafür, während einer Lkw-Fahrt zu arbeiten. Die Erschütterungen sorgen dafür, dass die Präzision erheblich leidet und nicht mehr sauber gedruckt werden kann. Im Patent wird daher auch beschrieben, dass der Druck auch vor dem eigentlichen Versand erfolgen kann oder dann, wenn der Lastwagen noch steht.
Amazon hatte schon mehrere recht extravagante Ideen zur Auslieferung seiner Produkte ersonnen. So forscht das Unternehmen an Lieferdrohnen, die kleine Pakete zu den Kunden oder zu Auslieferungsstellen fliegen sollen und in Manhattan übernehmen Fahrradkuriere die Auslieferung kleiner Warenmengen gegen eine Extragebühr.
In den USA wird Amazon aber wohl keine Lieferdrohnen einsetzen können. Das geht aus den Regeln für kommerzielle Drohnenflüge hervor, die von den Behörden vorgestellt wurden. Sie verlangen vom Piloten eine ständige Sichtverbindung zu den Fluggeräten. Bei solchen kurzen Distanzen wäre vermutlich ein Fahrradkurier deutlich günstiger und schneller einsetzbar.
Laut einem Bericht des Wall Street Journals vom April 2014(öffnet im neuen Fenster) testet der Onlinehändler zudem in großen US-Städten wie San Francisco und Los Angeles, aber auch in London die Auslieferung bis zum Endkunden mit eigenen Wagen.
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