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Elektroauto mit 3D-gedruckter Karosserie: Was wird aus den Arbeitsplätzen in den Fabriken?
Elektroauto mit 3D-gedruckter Karosserie: Was wird aus den Arbeitsplätzen in den Fabriken? (Bild: Local Motors)

3D-Drucker: Druck dir deine Welt

Elektroauto mit 3D-gedruckter Karosserie: Was wird aus den Arbeitsplätzen in den Fabriken?
Elektroauto mit 3D-gedruckter Karosserie: Was wird aus den Arbeitsplätzen in den Fabriken? (Bild: Local Motors)

Kleider, Schuhe, Wasserhähne, ja komplette Büros, Autos und Brücken - bald gibt es nicht mehr viel, was 3D-Drucker nicht herstellen können. Ein Blick auf ein neues Zeitalter.
Von Dieter Dürand

Wer genügend Zeit mitbringt, kann sich im Café Dimension Alley, gelegen im Berliner Trendviertel Prenzlauer Berg, einen besonderen Spaß erlauben: Bevor er seinen Espresso schlürft, kann er sich von Café-Besitzerin Norma Barr seine persönliche Tasse entwerfen lassen. Lange warten auf seinen Kaffee muss er aber nicht. In dem Laden steht ein 3D-Drucker, der auf Knopfdruck die individuelle Tasse Schicht für Schicht aufbaut.

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  • Der US-Badausrüster American Standard will Bad-Armaturen mit dem 3D-Drucker herstellen. 24 Stunden dauert es, so einen kunstvollen Wasserhahn aufzubauen. (Foto: American Standard)
  • Ein Elektroauto aus dem 3D-Drucker: Das US-Unternehmen Local Motors will Autos in Serie drucken - noch in diesem Jahr. (Foto: Local Motors)
  • Konservativer geht Toyota an den 3D-Druck: Käufer des Einsitzers i-Road können sich eine individuelle Scheinwerferabdeckung produzieren lassen. (Foto: Toyota)
  • Eine Handprothese baut das kanadische Victoria Hand Project mit dem 3D-Drucker auf. Sie soll umgerechnet nur 200 Euro kosten. (Foto: Victoria Hand Project)
  • Auch der US-Entwickler Easton LaChapelle stellt Prothesen mit dem 3D-Drucker her. Für die interessierte sich sogar US-Präsident Barack Obama. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Modell One.2 von Big Rep sei der größte 3D-Drucker auf dem Markt, sagen die Berliner. Sie können einen Tisch damit aufbauen. (Foto: Big Rep)
Der US-Badausrüster American Standard will Bad-Armaturen mit dem 3D-Drucker herstellen. 24 Stunden dauert es, so einen kunstvollen Wasserhahn aufzubauen. (Foto: American Standard)

Nicht nur am Prenzlauer Berg, überall auf der Welt wächst das Interesse daran, Alltagsgegenstände selbst zu gestalten und herzustellen, statt sie bloß zu kaufen. Immer raffiniertere 3D-Drucker bieten die Möglichkeit dazu. Sie verarbeiten inzwischen eine Vielfalt an Materialien - von Kunststoffen über Metalle bis zu Holz -, können auch größere Dinge anfertigen und werden zugleich schneller und billiger. Brauchbare Einstiegsmodelle kosten nicht mehr als rund 500 Euro.

So wird von Berlin über Tokio bis New York gedruckt, was die Kisten hergeben: Brillengestelle, Schmuck, Spielfiguren, Lampen, Stühle oder Teegeschirr, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Selbst einen gestandenen Handarbeiter wie Deutschlands berühmtesten Modedesigner Karl Lagerfeld hat die Faszination der neuen Technologie gepackt: Auf der Modewoche Anfang Juli in Paris stellte er einen Anzug vor, der weitgehend aus dem Drucker stammen soll. Weltpremiere! Ein stolzer Lagerfeld verriet der französischen Nachrichtenagentur AFP: "Die Weste ist aus einem Stück gegossen, da ist kein Stück genäht."

3D-Drucker stellt T-Shirts her

Was in der Welt der Haute Couture Gesprächsstoff liefert, gefährdet womöglich schon bald die Existenz Zehntausender Näherinnen in Bangladesch. Nämlich dann, wenn sich eine Erfindung aus San Francisco durchsetzt. Dort haben die Gründer von Electroloom den mechanischen Webstuhl revolutioniert: Sie spritzen Baumwoll- und Polyesterfasern auf eine T-Shirt-Form aus Aluminium. Ein elektrisches Feld zieht die Fasern an. Unter Wärmezufuhr verkleben sie zum nahtlosen Hemd: abziehen, anziehen, fertig.

Was aber wird aus Millionen Arbeitsplätzen in den Fabriken, wenn Konsumenten sich ihre Produkte lokal ausdrucken können? Dreht es die Globalisierung zurück, wie Richard D'Aveni, renommierter Wirtschaftsprofessor an der Business School des Dartmouth College in den USA, glaubt? Seine Voraussage: "Viele Produktionen wandern dann zurück vor Ort, egal ob Schuhe, Spielzeug oder Elektronik."

Auch für die Koryphäen großer Beratungsunternehmen wie Gartner, McKinsey und PwC hat die Technologie das Potenzial, die Welt umzukrempeln. Und sie sehen sie auf dem Weg in den Massenmarkt. Laut der Marktforscher von Wohlers Associates haben sich die Umsätze mit der revolutionären Drucktechnik seit 2009 auf mehr als vier Milliarden US-Dollar gut vervierfacht; ihre Kollegen von Canalys sagen bis 2018 Wachstumsraten von fast 46 Prozent voraus - jährlich.

Deutsche würden 3D-Drucker kaufen

Da wollen auch die Deutschen nicht zurückstehen und kurbeln die Nachfrage an. Zwei von drei Bundesbürgern liebäugeln einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid zufolge jedenfalls mit dem Kauf eines 3D-Druckers, zehn Prozent sind schon fest entschlossen. Jeweils rund ein Viertel der Befragten kann sich sogar vorstellen, dass die Geräte in Zukunft auch Lebensmittel und Mahlzeiten zubereiten.

Nichts scheint mehr unmöglich zu sein - und täglich neue Meldungen von unglaublichen Entwicklungen bestätigen diesen Eindruck.

Bald wird der US-Badausrüster American Standard besondere Waschtisch-Armaturen und Mischbatterien anbieten, die aus dem Drucker stammen - in extravaganten Designs, die mit herkömmlichen Gießformen nicht zu realisieren sind. Dubai investiert in das erste Büro aus dem Zauberkasten, China präsentierte einen gedruckten Roboter, der älteren Menschen zur Hand gehen soll. Flugzeugbauer wiederum planen, komplette Rümpfe zu drucken, Architekten aus den Niederlanden schicke Brücken, die die Kanäle des Landes überspannen sollen.


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ChristianLangth... 23. Okt 2015

https://www.kickstarter.com/projects/2141865151/ctc-4-in-1-cnc-mill-laser-pcb-3d-printer...

Ben Stan 23. Jul 2015

Das selbe, wie sonst immer im Verlauf der Geschichte. Definitiv, auch die...

Kleba 22. Jul 2015

Dafür braucht man im Zweifel noch nicht mal Firmen für. Ein Freund von mir hat zu Hause...

D43 21. Jul 2015

Naja davon laufen auch schon genug herum ;)

D43 21. Jul 2015

Das war bestimmt eine repräsentative Studie die mit 100 Besuchern einer Messe gemacht...



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