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3D-Drucker Big Rep: Negativformen für die Herstellung von CFK-Werkstücken
3D-Drucker Big Rep: Negativformen für die Herstellung von CFK-Werkstücken (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Big Rep verkauft in alle Welt

2014 hatte das Unternehmen noch acht Mitarbeiter. Inzwischen tummeln sich 50 in der Kreuzberger Fabriketage, von denen fast die Hälfte Entwickler sind. Gründer Lukas Oehmigen ist nicht mehr dabei. Er hatte den 3D-Drucker ursprünglich als "Forschungsprojekt" entwickelt, um damit große Kunstwerke herstellen zu können. Ein Produkt wurde daraus, weil das Interesse daran von Anfang an sehr groß war. Oehmigen arbeitet inzwischen wieder als Künstler.

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Knapp 100 Geräte habe das Unternehmen im vergangenen Jahr verkauft, von den allerdings noch nicht alle ausgeliefert seien, erzählt Gurka. In diesem Jahr soll die Produktion im niedrigen dreistelligen Bereich liegen. Angestrebt wird bis Sommer eine Rate von etwa 15 Geräten im Monat. Die Kunden, sagt er, kämen aus aller Welt: Australien, China, Japan, Neuseeland, Südkorea, USA.

Viele Käufer sind Universitäten

Viele Kunden sind Universitäten - etwa ein Viertel. Aber auch viele Unternehmen kaufen die Geräte: Autohersteller, Maschinenbauer, Architekten, Designer. Nicht alle bauen damit Designmodelle: Manche bauen damit auch Negativformen, in denen sie dann Werkstücke aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff herstellen. Der australische Bushersteller Bustech baut so die Verkleidung für die Frontscheinwerfer. Das Team HTW Motorsport der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin hat auf diese Weise die Nase seines Formula-Student-Renners angefertigt.

  • Mit dem Tisch hat es angefangen: Das 3D-gedruckte Möbel stellte Big Rep 2014 in New York vor - und wurde schnell bekannt. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Inzwischen hat das Berliner Unternehmen Version 3 des Riesendruckers entwickelt - Größenvergleich mit Chef René Gurka.  (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Drucker wurde gegenüber Version 2 modifiziert. Unter anderem hat er WLAN bekommen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Druckköpfe können sich nicht mehr in die Quere kommen - der inaktive wird hochgefahren. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Bedient wird der Drucker per Touchscreen. Die Nutzeroberfläche wurde eigens entwickelt. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Elektronik ist jetzt nicht mehr extern. Die Halterungen tragen 10-kg-Rollen. Die für das Stützmaterial hat eine Haube. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Vorgänger hatte einen externen Schaltschrank, ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... die Zahnriemen lagen frei. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der neue Drucker verarbeitet auch 2-mm-Filament. Das verringert die Auflösung, ...  (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... verkürzt aber auch die Druckzeit für große Objekte. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • 3D-gedruckter Hocker: Wer den Drucker gut kennt, kann auch kühne Konstruktionen mit Überhängen, ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • .. aber ohne Stützstruktur aufbauen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
3D-gedruckter Hocker: Wer den Drucker gut kennt, kann auch kühne Konstruktionen mit Überhängen, ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)

Aber auch für Kunstprojekte wird der Drucker nach wie vor eingesetzt: Ein Künstler hat Gussformen für Bronzeskulpturen angefertigt, die er im vergangenen Jahr beim Festival Burning Man in der Black Rock Desert im US-Bundesstaat Nevada ausgestellt hat. Ein Moskauer Musiker hat sich den Korpus für eine E-Gitarre bauen lassen.

Die Mitarbeiter drucken selbst

Die Mitarbeiter selbst experimentieren ebenfalls mit dem Drucker: Überall stehen die Ergebnisse: ein Fernsehturm in Orange-Weiß beispielsweise, eine Obstschale mit geometrischem Muster oder ein Hocker mit kunstvoll verschlungenen Beinen, der trotz der Winkel ohne Stützstruktur aufgebaut wurde - der Ehrgeiz des Designers lag offensichtlich darin, die Grenzen des Geräts auszuloten.

Wer heute einen 700 Kilogramm schweren und 50.000 Euro teuren Big Rep kauft, bekommt keine Einzelteile mehr, die vor Ort montiert werden müssen. Die nötige Präzision lasse sich bei einer Montage vor Ort nicht gewährleisten, sagt Gurka. Der Drucker wird von einem Dienstleister zusammengebaut und dann ausgeliefert.

Damit sei aber auch die Obergrenze für die Größe des Big Rep definiert, sagt Gurka und zeigt auf eine große Holzkiste: Die müsse durch die Tür eines Frachtflugzeuges passen - und durch die des eigenen Fahrstuhls. Einen Very Big Rep wird es damit wohl nicht geben.

 3D-Drucker Big Rep One v.3: Wie eine Fahrstuhltür das Wachstum eines Startups hemmt

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mixedfrog 29. Jan 2016

Sehe ich auch so. Zumal Firmen, die einen größeren Drucker brauchen sicherlich auch die...

Moe479 27. Jan 2016

arbeiten soweit ich gesehen habe entweder enorm langsam, oder bescheiden maßhaltig. von...

ElMario 23. Jan 2016

Das Landgericht Hamburg hat soeben verboten, die Lautstärke zu verändern, sollte kein...



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