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3D-Drucker: Arke baut farbige Objekte aus Papier

CES 2016
Origami ist out: Heute wird mit Papier 3D-gedruckt. Mcor hat in Las Vegas einen neuen 3D-Drucker vorgestellt, der daraus farbige Objekte aufbaut.
/ Werner Pluta
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3D-Drucker Arke: Papier von der Rolle (Bild: Mcor)
3D-Drucker Arke: Papier von der Rolle Bild: Mcor

Farbige Objekte aus Papier stellt der Desktop-3D-Drucker Arke(öffnet im neuen Fenster) her. Das irische Unternehmen Mcor(öffnet im neuen Fenster) hat das Gerät auf der CES in Las Vegas vorgestellt.

3D-Drucker Arke – Mcor
3D-Drucker Arke – Mcor (01:04)

Laminated Object Manufacturing (Lom) heißt die 3D-Drucktechnik, die Mcor einsetzt. Statt Lagen aus Kunststoff aufzubringen, wird Papier übereinander geschichtet und miteinander verklebt. Ein sehr feines Messer schneidet eine Form in das Papier.

Arke baut farbige Objekte

Vor einigen Jahren nutzte Mcor als Rohstoff noch A4-Blätter. Inzwischen wird der Drucker mit Papier von einer Rolle gefüttert. Zudem hat er einen Tintendruckkopf bekommen, so dass der Arke farbige Objekte erstellen kann. Das Papier wird zunächst bedruckt, dann geschnitten und zuletzt mit den Lagen darunter verklebt. Ein Objekt kann bis zu 24 x 205 x 12,5 Zentimeter groß sein.

3D-Drucker Matrix 300 erstellt Objekte aus Papier – Demonstration auf der Cebit 2011
3D-Drucker Matrix 300 erstellt Objekte aus Papier – Demonstration auf der Cebit 2011 (04:16)

Der Arke ist laut Mcor der erste 3D-Vollfarbdrucker für den Schreibtisch: Er ist 88 Zentimeter breit, knapp 60 Zentimeter hoch und gut 63 Zentimeter tief. Der Vorgänger Iris(öffnet im neuen Fenster) ist deutlich größer. Arkes Tintenstrahldrucker hat eine Auflösung von 4800 x 2400 dpi und von 254 dpi in der Höhe. Die 3D-Auflösung liegt bei 0,1 Millimeter. Der Drucker kann von einem Mac (ab OS X Yosemite) oder einem Windows-Rechner (64bit, ab Windows 7) betrieben werden. Über eine Android- oder iOS-App kann der Druckvorgang überwacht werden.

Papier ist umweltfreundlich

Ein Vorteil des Konzepts ist die Umweltverträglichkeit: Arke emittiert keinen Feinstaub – anders als 3D-Drucker, die Kunststoff verarbeiten . Wird das Objekt nicht mehr gebraucht, kommt es ins Altpapier und wird wiederverwertet.

Mcor will den Arke im zweiten Quartal dieses Jahres auf den Markt bringen. Das Gerät soll ins den USA knapp 9.000 US-Dollar, bei uns etwa 8.000 Euro kosten. Eingesetzt werden soll es im Bildungs- oder im Profibereich, also etwa in Designagenturen.


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