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3D-Druck: Waffendrucker plant 3D-Suchmaschine

Defcad ist eine neue Suchmaschine für 3D-Dateien. Eingerichtet wurde sie von Cody Wilson, dem Aktivisten für den 3D-Druck von Waffen.

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3D-Suchmaschine Defcad: Wettern gegen Google, Politiker, Bre Pettis
3D-Suchmaschine Defcad: Wettern gegen Google, Politiker, Bre Pettis (Bild: Defcad/Screenshot: Golem.de)

Cody Wilson, Gründer der umstrittenen Gruppe Defense Distributed, hat eine Suchmaschine für 3D-Dateien eingerichtet. Derzeit versucht Wilson, das Projekt über Crowdfunding zu finanzieren. Bekannt geworden ist Wilson, weil er Waffen mit dem 3D-Drucker herstellen will.

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Defcad heißt die Suchmaschine und das dazugehörige Unternehmen, das Wilson in der vergangenen Woche gegründet hat. Defcad sei eine "Suchmaschine für 3D-Dateien. Ohne die Zensur", heißt es auf der Website. Sie baut auf dem bereits existierenden Angebot Defcad.org auf. Mit Defcad will Wilson aber Geld verdienen.

Vorbild Pirate Bay

Vorbild sei die 3D-Suche, die Pirate Bay Anfang vergangenen Jahres eingerichtet hat, sagte Wilson dem US-Nachrichtenangebot Ars Technica. Die Suche nach den Physibles, wie die Schweden die 3D-Dateien nennen, enthalte schon alle wichtigen Merkmale, sagte Wilson. "Aber wir legen noch einen Zahn zu."

Einen Zahn zu legt Defcad auch auf der Startseite, auf der Wilson gegen Google, den 3D-Druck-Aktivisten Bre Pettis und Politiker wettert. Google habe Angst vor Urheberrechtsverletzungen und erlaube keine Werbung für Feuerwaffen und könne deshalb kein Pionier für den 3D-Druck sein. Politiker hingegen wollten 3D-Druck verhindern. Pettis schließlich wirft er Zensur vor - die Datenbank Thingiverse, die Pettis' Unternehmen Makerbot gehört, hatte Ende Dezember Waffenmodelle entfernt.

Gartenzwerge und Waffen

"Wenn Sie die Presse verfolgt haben, denken Sie vermutlich, beim 3D-Druck geht's nur darum, Cupcakes oder Gartenzwerge zu bauen", sagte Wilson auf der Konferenz South By Southwest (SXSW). "3D-Druck wird aber eine wichtige Technologie, und Schusswaffen zu drucken, wird dazugehören."

Tatsächlich scheint es, als gehe es Wilson weniger um 3D-Druck und seine kreativen Möglichkeiten als darum, Waffen herzustellen. Bei der Präsentation habe Wilson zudem angekündigt, dass Defense Distributed eine Lizenz für die Produktion von Schusswaffen beantragt habe, berichtet All Things D, ein Blog des Wall Street Journal.

3D-Scanner und Raketenmotoren

3D-Druck scheint ein wichtiges Thema auf der SXSW zu sein: Makerbot-Gründer Pettis hat auf der Konferenz den Digitizer Desktop 3D vorgestellt. Das ist ein 3D-Scanner, mit dem Nutzer Objekte scannen können, um sie dann von einem 3D-Drucker aufbauen zu lassen. Zudem startete der Wettbewerb DIY Rockets. Dessen Ziel ist, ein Triebwerk für eine Rakete zu drucken, die Nanosatelliten in eine niedrige Erdumlaufbahn transportieren kann.

Die SXSW findet derzeit in Austin im US-Bundesstaat Texas statt. Bei der Konferenz ging es ursprünglich um Musik und Film. In den vergangenen Jahren sind immer mehr IT-Themen hinzugekommen.

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Charles Marlow 13. Mär 2013

Wenn man keine Ahnung hat...

renegade334 12. Mär 2013

Ja, ich habe herausgefunden, dass es dort eine sehr megabytige Datei gibt, wo mehrere...

tingelchen 12. Mär 2013

Nicht nur fehlende Registrierung ist ein Problem. Auch die fehlende Kontrolle über die...


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