3D-Druck: Tödliche Schusswaffe zum Selbstdrucken

Mit einem 3D-Drucker lassen sich allerlei nützliche Gegenstände aufbauen. Aber so ein Gerät kann auch missbraucht werden: Defense Distributed(öffnet im neuen Fenster) , eine Gruppe um den texanischen Jurastudenten Cody Wilson, will eine halbautomatische Handfeuerwaffe per 3D-Druck herstellen.
Rapid-Schusswaffen-Gemeinschaft
Wiki Weapon Project(öffnet im neuen Fenster) nennt die Gruppe ihr Vorhaben. Das Ziel: eine "Gemeinschaft zum Austausch von Kenntnissen über druckbare Schusswaffen und ihre Herstellung" aufzubauen. Die Gruppe will ein 3D-Modell für eine Handfeuerwaffe erstellen - konkret geht es um eine halbautomatische AR-15. Sie hätten auch schon Ideen von Gleichgesinnten bekommen, sagte Wilson dem US-Wirtschaftsmagazin Forbes(öffnet im neuen Fenster) .

Es gehe darum zu zeigen, dass es möglich sei, eine Waffe aus Kunststofffäden von einem 3D-Drucker aufbauen zu lassen, erklärt Wilson. Die Waffe müsse auch keine 200 Schuss aushalten. Es reiche, wenn sie einmal tödlich sei. Die fertige 3D-Datei soll dann über das Internet verteilt werden. Die Gruppe richtet sich explizit an Nutzer, die ein Gerät wie den Makerbot oder den Reprap besitzen, mit dem sie die Waffe am heimischen Rechner herstellen können.
Designwettbewerb für Schusswaffe
Defense Distributed wollte über die Crowdfunding-Plattform Indiegogo(öffnet im neuen Fenster) 20.000 US-Dollar einwerben, um das Waffenprojekt abschließen zu können. Für 10.000 US-Dollar sollte ein 3D-Drucker vom Typ Mojo(öffnet im neuen Fenster) von Marktführer Stratasys(öffnet im neuen Fenster) angeschafft werden. 3.000 US-Dollar waren als Preisgelder für einen Designwettbewerb geplant.
Allerdings habe Indiegogo das Projekt nach wenigen Tagen entfernt, sagte Wilson der Neuen Zürcher Zeitung(öffnet im neuen Fenster) . Bis zu dem Zeitpunkt seien rund 2.000 US-Dollar gesammelt worden. Defense Distributed will jetzt selbst Geld sammeln, per Paypal und Bitcoin. Bislang sollen darüber etwa 100 US-Dollar zusammengekommen sein.



