3D-Druck: Rapid Prototyping für den Laufsteg
Kleider aus dem 3D-Drucker werden salonfähig: Die Niederländerin Iris van Herpen(öffnet im neuen Fenster) hat bei der Paris Fashion Week(öffnet im neuen Fenster) zwei Designs präsentiert, die nicht geschneidert, sondern gedruckt sind.
"Ich finde 3D-Druck faszinierend" , bekennt van Herpen(öffnet im neuen Fenster) . "Ich glaube, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis die Kleidung, wie wir sie heute tragen, mit dieser Technik hergestellt wird. Es ist eine ganz andere Art der Fertigung – der Aufbau Schicht um Schicht -, die bestimmt eine tolle Quelle für neue Ideen wird." Bei den Kreationen, die zwei Mannequins während der Modemesse vorführten, handelte es sich um einen Rock mit einem Umhang sowie ein Kleid.
Rock aus dem 3D-Drucker
Das Ensemble mit dem Rock entwarf van Herpen zusammen mit Neri Oxman(öffnet im neuen Fenster) , einer Architektin und Designerin vom Media Lab des Massachusetts Institute of Technology (MIT). Ausgedruckt wurde es mit einem Drucker vom Typ Connex des Herstellers Objet(öffnet im neuen Fenster) , der im vergangenen Jahr mit dem Marktführer Stratasys fusionierte .
Der Connex kann Materialien mit unterschiedlichen Eigenschaften verarbeiten. Das Ensemble besteht aus festen und weichen Materialien. Die Geschmeidigkeit und Elastizität variieren zu können, habe es ihnen ermöglicht, nicht nur das Aussehen der Kleidungsstücke zu gestalten, sondern auch ihre Bewegung. Das Ensemble wird nach der Fashion Week im MIT Media Lab ausgestellt.
Kleid mit komplexem Muster
Das Kleid entstand in Kooperation mit der österreichischen Architektin Julia Körner(öffnet im neuen Fenster) . Es ist durchsichtig und hat ein komplexes Muster mit einer Textur, die an Spitzen erinnert. Körner erklärt, es bestehe aus mehreren Lagen dünner, gewebter Linien, die sich überlagerten.
Dabei kommt ein neuartiges, experimentelles Material zum Einsatz, das von einem 3D-Drucker von Materialise per Lasersintern(öffnet im neuen Fenster) verarbeitet wurde. Der Werkstoff ist zugleich weich und flexibel. Das Kleid mit seinem Muster und seiner Struktur konnte laut Materialise nur mit einem Rapid-Prototyping-Verfahren hergestellt werden.
- Anzeige Hier geht es zu 3D-Druckern bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.



