Abo
  • Services:

3D-Druck on Demand: Wenn der Baumarkt Actionfiguren aus Stahl druckt

Es gibt viele Anbieter für 3D-Druck on Demand und die Preise fallen. Golem.de hat die 3D-Druckdienste von Toom, Conrad Electronic, Sculpteo und Media Markt getestet, um neue Figuren der Big-Jim-Reihe zu erschaffen.

Ein Praxistest von veröffentlicht am
Big-Jim-Original (links), aus Alumide (Mitte) und Stahl
Big-Jim-Original (links), aus Alumide (Mitte) und Stahl (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Eine wachsende Zahl von Dienstleistern stellt im 3D-Druck-Bereich teure professionelle Drucker auf Bestellung zur Verfügung. Laut einer Umfrage des IT-Branchenverbands Bitkom hat nahezu jeder fünfte Bundesbürger schon selbst einmal einen 3D-Druck angefertigt oder anfertigen lassen. Wir probieren mit dem Baumarkt Toom, Conrad Electronic, Media Markt und Sculpteo vier große aus. Am besten schneidet der Media Markt ab, weil hier schon farbiger Kunststoff gedruckt werden konnte, doch auch die anderen haben große Stärken, machten aber auch Probleme.

Inhalt:
  1. 3D-Druck on Demand: Wenn der Baumarkt Actionfiguren aus Stahl druckt
  2. Es gibt keine Scandienste für kleine Objekte
  3. Media Markt kommt mit Selfie-Druck zu Hilfe

Natürlich soll das Testen des 3D-Drucks on demand auch Spaß machen. Unser Ziel ist es, die Actionfiguren aus der Big-Jim-Spielzeugserie vom US-Hersteller Mattel aus der Zeit von 1972 bis 1986 wiederzubeleben. Da sich diese bei Sammlern beliebten Figuren oft nur durch die Köpfe unterscheiden, die sich abziehen und neu aufsetzen lassen, wollen wir neue erschaffen. Ideen hat das Sammlerteam aus Vater und Sohn schnell: Eine grünliche Zombie-Version, ein Kopf mit einer Maske im Stil des mexikanischen Tags der Toten und ein Big Jim im Rentenalter.

Gesichter, Haare und Augen brauchen Farbe, wenn man nicht selbst ein begnadeter Künstler ist. Wir wollen wissen, ob die 3D-Technik bereits in der Lage ist, eigene Entwürfe umzusetzen, ohne dass man ein sehr routinierter Experte mit hochkomplexer Software wie Blender sein muss.

3D-Scanner-Apps sind völlig nutzlos

Auf das erste große Problem stoßen wir schon bei den nötigen Grundlagen für den Druck: Wir brauchen eine geeignete 3D-Datei als Vorlage, um daraus mit einer Modellierwerkzeug-Software neue Köpfe zu erschaffen, die zum 80er-Jahre-Look passen und sich auf das Nackengelenk der Figur aufstecken lassen. Da die Köpfe nur Maße von 3 x 2,5 x 3 cm haben, ist ein Scanner gefragt, der so kleine Vorlagen erfassen kann.

Stellenmarkt
  1. TDM Systems GmbH, Tübingen
  2. Technische Informationsbibliothek (TIB), Hannover

Unsere Versuche mit diversen Scanner-Apps für Android-Smartphones scheitern alle kläglich. Wir probieren Scann3D, 3DC und D3dsculp aus. Dabei ist das Prinzip immer, dass die 3D-Vorlage durch viele einzelne Smartphonefotos berechnet wird, die man rund um das Objekt aufnehmen muss. Daraus soll die App dann ein 3D-Modell berechnen. Doch alle so entstandenen Daten sind völlig unbrauchbar, weil sie nur entfernte Ähnlichkeit mit dem Originalkopf haben. Die Ergebnisse werden unförmig, können nicht zusammengerechnet werden, oft wird der Hintergrund auch nicht vom Objekt abgehoben.

  • Links das Original, Alumid in der Mitte, rechts Stahl (Bild: Achim Sawall/Golem.de)
  • Sohn und Vater legen los. (Bild: Achim Sawall/Golem.de)
  • Alumid lässt sich gut aufsetzen. (Bild: Achim Sawall/Golem.de)
  • Gelungener Kunststoffausdruck (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der alte Jim in verschiedenen Fassungen (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Es waren viele Versuche nötig. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Not just another cup of tea (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Leider schiefgelaufen, keine Öffnung, wir waren selber schuld. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Auch hier kann der Kopf nicht aufgesetzt werden. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die drei Köpfe vom Media Markt (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Und noch mal, weil es so schön war. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Wir wollten niemals aufgeben. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
Links das Original, Alumid in der Mitte, rechts Stahl (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Also muss geeignete Hardware her. Ein einfacher Handscanner von dem chinesischen Hersteller XyzPrinting bringt uns nicht weiter, weil die Auflösung viel zu niedrig ist. Bei dem Easy Scanning 3SH10 müssen die Vorlagen mindestens 5 x 5 x 5 cm groß sein, auch hier kommen keine brauchbaren Scans zustande, weil die Auflösung nicht ausreicht. Der Easy Scanning 3SH10 kann den Big-Jim-Kopf nicht vom Hintergrund unterscheiden und liefert als Output nur eigenartige Hügellandschaften.

Es gibt keine Scandienste für kleine Objekte 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4.  


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. 4 Blu-rays für 20€, 2 TV-Serien für 20€)
  2. Jetzt für 150 EUR kaufen und 75 EUR sparen
  3. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)

sneex 20. Jun 2018

Falls hier noch jemand auf der Suche nach einem zuverlässigen, schnellen und fähigen...

RS-Christian 19. Jun 2018

Hallo Agina, ja - wir bieten auch dafür Lösungen an. Kontaktiere uns am besten direkt...

carcorpses 08. Jun 2018

Unterstütze die Bitte! Wie auch im Artikel steht: Erst das Model, dann der Druck. Es...

Hegemon 07. Jun 2018

Die Aussage ist nicht ganz richtig: Alumide ist ein metallisch-graues Gemisch aus...

Invertiert 07. Jun 2018

Heroforge verwenden wir für unsere dnd figuren auch, premium plastic 30 dollar pro figur...


Folgen Sie uns
       


Lenovo Thinkpad T480s - Test

Wir halten das Thinkpad T480s für eines der besten Business-Notebooks am Markt: Der 14-Zöller ist kompakt und recht leicht und weist dennoch viele Anschlüsse auf, zudem sind Speicher, SSD, Wi-Fi und Modem aufrüstbar.

Lenovo Thinkpad T480s - Test Video aufrufen
Pixel 3 XL im Test: Algorithmen können nicht alles
Pixel 3 XL im Test
Algorithmen können nicht alles

Google setzt beim Pixel 3 XL alles auf die Kamera, die dank neuer Algorithmen nicht nur automatisch blinzlerfreie Bilder ermitteln, sondern auch einen besonders scharfen Digitalzoom haben soll. Im Test haben wir allerdings festgestellt, dass auch die beste Software keine Dual- oder Dreifachkamera ersetzen kann.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Android Google-Apps könnten Hersteller bis zu 40 US-Dollar kosten
  2. Google Pixel-Besitzer beklagen nicht abgespeicherte Fotos
  3. Dragonfly Google schweigt zu China-Plänen

Neuer Echo Dot im Test: Amazon kann doch gute Mini-Lautsprecher bauen
Neuer Echo Dot im Test
Amazon kann doch gute Mini-Lautsprecher bauen

Echo Dot steht bisher für muffigen, schlechten Klang. Mit dem neuen Modell zeigt Amazon, dass es doch gute smarte Mini-Lautsprecher mit dem Alexa-Sprachassistenten bauen kann, die sogar gegen die Konkurrenz von Google ankommen.
Ein Test von Ingo Pakalski


    Probefahrt mit Tesla Model 3: Wie auf Schienen übers Golden Gate
    Probefahrt mit Tesla Model 3
    Wie auf Schienen übers Golden Gate

    Die Produktion des Tesla Model 3 für den europäischen Markt wird gerade vorbereitet. Golem.de hat einen Tag in und um San Francisco getestet, was Käufer von dem Elektroauto erwarten können.
    Ein Erfahrungsbericht von Friedhelm Greis

    1. 1.000 Autos pro Tag Tesla baut das hunderttausendste Model 3
    2. Goodwood Festival of Speed Tesla bringt Model 3 erstmals offiziell nach Europa
    3. Elektroauto Produktionsziel des Tesla Model 3 erreicht

      •  /